Green Juice Festival 2026: Skindred, Heisskalt und Adam Angst bringen Härte nach Bonn
Das Green Juice Festival ist kein Metal-Festival – dürfte mit seinem diesjährigen Programm aber dennoch für zahlreiche Freunde härterer Klänge interessant sein. Am 31. Juli und 1. August 2026 verwandelt sich der Park Neu-Vilich in Bonn erneut in ein vergleichsweise familiäres Festivalgelände für bis zu 7.500 Fans pro Tag. Insgesamt stehen 22 Bands und Solo-Acts zwischen Indie, Rock, Punk und Pop auf den beiden Bühnen.
Das stärkste Argument für ein Metal-Publikum liefert zweifellos Skindred. Die Waliser sind seit Jahren für ihren explosiven Crossover aus Metal, Punk, Reggae und elektronischen Elementen bekannt und dürften am Freitagabend für den härtesten und bewegungsintensivsten Auftritt des Festivals sorgen. Um 21.35 Uhr beschließen sie das Programm der Hauptbühne.
Zuvor wird es bereits bei Heisskalt intensiv. Die Stuttgarter bewegen sich zwischen Alternative Rock, Post-Hardcore und emotionaler Wucht. Nach längerer Pause kehrte die Band zuletzt mit neuem Material und ausverkauften Clubshows zurück. Am Green-Juice-Freitag stehen Heisskalt um 16.30 Uhr auf der Hauptbühne. Bereits 2024 hatte die Band eines ihrer ersten Comeback-Konzerte auf dem Bonner Festival gespielt.

Auch Van Holzen gehören zu den Programmpunkten, bei denen sich der Blick über die Grenzen klassischer Metal-Festivals lohnt. Das Trio verbindet druckvollen Alternative Rock mit dunkler Atmosphäre und einer zeitgemäßen Produktion. Sein Auftritt beginnt am Freitag bereits um 13.50 Uhr. Damit entwickelt sich der erste Festivaltag mit Van Holzen, Heisskalt und Skindred zur deutlich härteren Hälfte des Wochenendes.
Am Samstag übernimmt Adam Angst den Punkrock-Part. Die Band um Felix Schönfuss verbindet bissige Gesellschaftskritik mit treibenden Gitarren und eingängigen Refrains. Nach neun Jahren kehrt sie zum Green Juice Festival zurück und spielt um 18 Uhr. Später folgt Deine Cousine, deren deutschsprachiger Rock mit viel Energie, klarer Haltung und gelegentlicher Punkkante ebenfalls gut in ein härteres Magazinprofil passt. Den Abschluss übernehmen anschließend die britischen Indie-Rocker The Wombats.
Sieben Newcomer-Acts auf der zweiten Bühne
Neben der Hauptbühne bietet die Rookie Stage sieben Newcomer-Acts. Das Spektrum reicht dort vor allem von Indie und Pop bis Hip-Hop. Besonders interessant könnte Carli werden, deren Musik Rockelemente, eine raue Stimme und eine deutlich rebellische Haltung verbindet. Die Auftritte auf der zweiten Bühne finden überwiegend während der Umbaupausen der Hauptbühne statt.
Mit seiner Lage in einem kleinen Anwohnerpark unterscheidet sich das seit 2008 veranstaltete Green Juice deutlich von den großflächigen Metal-Open-Airs. Statt kilometerweiter Wege und mehrerer parallel bespielter Großbühnen wartet in Bonn ein kompaktes Festival mit überschaubarer Kapazität und stilistisch weit geöffnetem Programm. Für Metalheads, die neben harten Gitarren auch Punk, Post-Hardcore, Alternative und Indie schätzen, könnte das Green Juice damit eine reizvolle Abwechslung im Festivalsommer darstellen.
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Bildquellen
- GJF26_adam-angst_sebastian-igel_2mb: EPK Green Juice Festival / Foto: Sebastian Igel
- GJF26_Skindred_Dean-Chalkley_1mb: EPK Green Juice Festival / Foto: Dean Chalkley


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