Im Studio fertig: BLACK SHAPE OF NEXUS

und plötzlich war sie fertig. Wir müssen gestehen, dass wir BLACK SHAPE OF NEXUS für eine baldige Veröffentlichung gar nicht auf dem Zettel hatten, da wir wissen, unter welchen Schmerzen und regelrecht kathartischen Bedingungen diese Band ihre Alben gebiert. Umso mehr freute es uns, als uns im Sommer der Anruf erreichte: „Wir sind fertig. Die neue Platte ist aufgenommen und heißt ‚Carrier‘“. Wer jedoch denkt, dass dieser Meldung ein einfacher Termin im Studio vorausging und B.SON einfach mal so eben ein neues Album eingedroschen haben, der irrt und benötigt dringend Einsicht in die Funktionsweise dieser außergewöhnlichen Band, die dem breitgetretenen Verweis auf Musik als kathartische Therapie wirkliche Ausformulierung folgen lässt. Sänger Malte fasst es in folgende Worte: “’Carrier’ist das Resultat einer sich ständig im Zerfall befindenden Band. Eine neue Platte zu machen ist ein unangenehmer und schmerzhafter Prozess. Die Entstehung des letzten Albums ‚Negative Black‘ war bereits ein Albtraum, aber mit dieser neuen Platte müssen wir den Begriff Albtraum wohl noch erweitern – und damit meinen wir wirklich nicht dieses ‚Spannungen und Uneinigkeit kreieren große Kunst‘. Nein, diese Platte ist keine Kunst. Sie ist nicht musikalisches Handwerk oder gar musikalisches Können. Diese Platte ist einfach nur das einzige, was wir tun konnten, während wir uns ständig fragten, ob eine Bandauflösung nicht die bessere Option wäre.“ Mit dieser Aussage im Hinterkopf ist ‚Carrier‘ ein Dokument geworden, an welche psychischen Grenzen eine Band und ihr inneres Gefüge gehen können. Sicher, kathartische Musik gibt es viel, Ehrlichkeit und Schmerz wurden auch schon vorher vertont, aber möglicherweise nie mit solcher Vehemenz, solcher Dringlichkeit und so unmittelbar, dass man als Hörer permanent zwischen fast voyeuristischer Lust am Schmerz und der Faszination für so viel depressive Energie hin- und hergerissen wird.

Derzeit wird die Platte von Rashad Becker gemastert und wird voraussichtlich im März 2016 erscheinen.

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Bildquellen

  • PLH Music record studio mixing desk: photodune.net - oguzdkn
Doc Rock

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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