THANATOS – „Violent Death Rituals“ (VÖ: 20.03.2020)

THANATOS - Albumcover Violent death rituals - Beitragsbild

THANATOS – „Violent Death Rituals“ (VÖ: 20.03.2020)

Brutaler Thrash-Metal unter Dauerfeuer!

Grillsaison…

THANATOS haben die Grillsaison eröffnet. Hier wird ordentlich eingeheizt und den Metalfans werden ein paar saftige Steaks auf die glühenden Kohlen geschmissen. Vergesst die schnöden Beilagen wie Gemüse und so ein Zeug. Hier wird das pure Fleisch serviert, scharf angebraten und saftig blutig. Mehr als die dazu passenden Gewürze darf man nicht erwarten. Aber das reicht völlig aus. Ein wenig Salz und kräftiger Pfeffer sind das Maß der Dinge, um es schmackhaft zu machen. Und ich verspreche Euch: Die Männer von THANATOS haben richtig Pfeffer im A….!

Der Schrein des Unheils

Und wo lassen sich Kohlen besser einheizen als in der Höllenglut. Also haben die Jungs der Unterwelt einen Besuch abgestattet, sich bei einem gemütlichen Grillfest dämonische Anregungen geholt und ein höllisch gutes Album abgemischt. THANATOS heißt übersetzt nichts anderes als „TOD“, steht aber auch in der griechischen Mythologie für einen Todesdämon. In Dankbarkeit für die teuflischen Anregungen huldigt THANATOS den Dämonen auf dem Cover mit dem Schrein des Unheils, der mit seinen netten Verzierungen ein wahres Schmuckstück darstellt. So wird direkt klar zum Ausdruck gebracht, was der Hörer erwarten darf.

Nix für Gänseblümchenpflücker

Die niederländische Band (Man beachte das Gründungsjahr 1984!) serviert rohen unverfälschten Thrash-Metal mit gehörigem Death-Einschlag. Es ist eine packende Mischung aus beiden Welten. Also mal fix das Pentagramm auf den Boden gemalt, ein paar Kerzen aufgestellt, einige Zeilen aus dem Necronomicon vorgelesen und die Dämonen von THANATOS erheben sich aus der Unterwelt. (Wer kann sich denn noch an den alten Horrorklassiker „Tanz Der Teufel“ von 1981 erinnern, hm?)

Die Band ist für sich schon ein Original und Urgestein in der Metalwelt, so dass sich Vergleiche eigentlich gar nicht anbieten. Aber wenn man es unbedingt möchte, dann könnte man die alten SLAYER im gleichen Atemzug nennen. Mir unverständlich, warum THANATOS nie so bekannt wurden. Jedenfalls habe ich schon lange kein Album mehr gehört, dass so straight und erbarmungslos nach vorne geht. Hier hat man Klänge und Töne aus alten Zeiten heraufbeschworen und eindrucksvoll zum Leben erweckt.

Aggressiv und böse

THANATOS - Albumcover Violent death rituals

Da wird nicht viel rumgeschnörkelt. Die Musik geht aggressiv böse zu werke. Cleaner Gesang?  Keybordsamples? Oder gar Balladen??? Absolute Fehlanzeige!

Die unheilverkündenden Gitarrenriffs fräsen sich förmlich in die Gehörgänge, und dies häufig mit der Geschwindigkeit einer Kettensäge (Texas Chainsaw lässt grüßen.). Die Trommelstöcke hat der Drummer Martin Ooms wohl Satan persönlich aus dem Spielzimmer geklaut, so wie er die Schießbude unter Dauerfeuer setzt. Ab und an wird das Tempo leicht gedrosselt, nur um dann wieder neue Kohlen in den Brennofen zu schmeißen, um das Feuer noch mehr anzuheizen. Der aggressive „Gesang“ von Stephan Gebédi verleiht dem Ganzen eine passende böse Ader.

Und die teilweise herrlich verstörend klingenden Gitarrensoli wie z.B. bei „It Always Ends In Blood“, „Corporate Indoctrination“ oder „The Silent War“ lassen mich wie einen Besessenen beim Exorzismus herumzucken. Auch sonst kann man sich an einem teuflisch guten Leadgitarrenspiel erfreuen. Bei diesem Dauerfeuer dürfte bei einem Konzert der Moshpit nie zum Erliegen kommen. Also wer ein Konzert der Truppe besucht, sollte sich konditionell vorbereiten und die Nackenmuskeln trainieren.

Fazit

Die Truppe bleibt sich treu und macht das, was sie seit jeher tut und was sie am besten kann und wozu sie auch 100%ig steht. Sie erfindet nichts Neues, aber sie schafft es den „alten“ rohen Sound neu zu entfachen und das ist der Band verdammt noch mal imposant gelungen. Also lasst THANATOS in Euch fahren und begebt Euch auf den Höllentrip.

Für einen entsprechenden Höreindruck haben wir hier zwei Videos für euch parat:

VÖ: 20.03.2020 – Label: Listenable Records

(Ein weiterer Beitrag von Metalhead)

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Bildquellen

  • THANATOS – Albumcover Violent death rituals: www.amazon.de
  • THANATOS – Albumcover Violent death rituals – Beitragsbild: www.amazon.de

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