THOBBE ENGLUND (Ex-SABATON): The Draining Of Vergelmer

Thobbe Englund

THOBBE ENGLUND hat am 26.02.2018 ein neues Album auf den Markt gebracht

Seit seinem Ausstieg bei SABATON 2016 war Thobbe Englund fleißig. Er hat 2017 „Sould My Soul“ veröffentlicht und schickt im Februar 2018 „The Draining Of Vergelmeer“ hinterher.

Zunächst fällt das coole Artwork auf

Das Art-Work von Chris Rörland (Gitarrist bei SABATON) hat mir direkt zugesagt und die Ankündigung, dass Thobbe Englund mit diesem Album zu den Wurzeln des Heavy Metal zurückkehren wollte, ließ schnelle Gitarren und Drums, eingängige Riffs und Hooks erwarten.

Da ich nicht abwarten konnte, habe ich schon auf der Autofahrt reingehört – und dachte zunächst, der Player hätte auf einmal die Random-Funktion eingestellt, als bereits nach 35 Minuten ein Track erneut erklang. Aber es ist tatsächlich so: das Album hat lediglich diese Laufzeit.

Das Nächste, das ich hier kritisch anmerken möchte: das Schlagzeug ist teilweise furchtbar gemixt. Auch dies habe ich zunächst der Wiedergabemöglichkeiten im Auto zugeschrieben, musste dann aber feststellen, dass sich dieser Eindruck auf der heimischen Anlage bestätigte.

Nun kann man fragen, wer dafür verantwortlich ist. Leider ist es in diesem Fall Thobbe Englund selbst, der bei diesem Album für alle Schritte selbst Hand an die Regler gelegt hat.

Ein solides Album mit hörenswerten Songs

Doch genug gemeckert! Es ist insgesamt ein rundherum solides Album geworden.

Die Songs „Illuminati“ und vor allen Dingen „Fingerspitzengefühl“ haben schon noch ein Stück SABATON in sich.  Bei „Heart Of Metal“ oder „The Land Where You Belong“ hat Englund sich wieder mehr im klassischen Heavy Metal bedient, um dann mit „Odins Hall“ instrumental und eher verspielt daher zu kommen.

Nordische Mythologie als Themengeber

Die nordische Mythologie stellt die thematische Grundlage für dieses Album dar, das von Schlachten und Mut erzählen möchte.

Dazu Thobbe:

The song „Viking“ is actually sung in Swedish, simply to make it more powerful and true

Um dem noch mehr Nachdruck zu verleihen, hat er sich mit Pär Hulkoff eine wahre RAUBTIER-Stimme ausgeliehen. Dieser Song wird der Vorstellung von Viking-Metal im besten Sinne gerecht.

Hört doch mal rein:

 

Ein Song, der mir auch in dieser Version gut gefällt, wird ebenfalls von zwei Gastsängern dargeboten: „I Am A Viking“ wird von Joakim Brodén (Sabaton) und Patrik J. Selleby (Bloodbound) in eine pathetisch-kraftvolle Ballade verwandelt (Das Original aus dem Jahr 1985 von Yngwie Malmsteen ist aber genauso hörenswert!)

Fazit: „The Draining Of Vergelmer“ ist ein grundsolides Album, auf dem Thobbe Englund seinem Instrument druckvolle Riffs entlockt und zeigt, was für ein vielseitiger Musiker er ist. Von zupackend bis verspielt, klassisch metallisch bis zu majestätischen Klängen ist alles dabei. Es ist dabei noch ordentlich Luft nach oben. Und vielleicht lässt er sich bis zum nächsten Album etwas mehr Zeit, um Melodien entstehen zu lassen, die im Ohr bleiben.

Alle Musiker des Albums

Thobbe Englund (Vocals, Guitar)

Roland Westbom (Bass)

Elon Andersson (Keyboard)

Johan Grodin (Drums)

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Bildquellen

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Birgit

Birgit

Iron Butterfly und Jethro Tull haben mir gezeigt, dass es neben Uriah Heep, Black Sabbath und Whitesnake noch etwas anderes gibt. Neugierig geworden höre ich seitdem alles, was sich unter dem Oberbegriff Metal und Rock versammelt. Je nach Stimmung eher Metalcore oder instrumentalen Rock. Mein Herz hängt allerdings am ganzen Spektrum skandinavischer Metalmusik: ob nun Folk-, Progressiv oder Doom-Metal.

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