STAR ONE – „Revel in time“ (VÖ: 18.02.2022)

STAR ONE - Albumcover Revel in time - Beitragsbild

STAR ONE – „Revel in time“ (VÖ: 18.02.2022)

Eine erste Ankündigung zum neuen – dem bereits vierten – STAR ONE-Album konntet ihr bereits im Oktober 2021 hier bei metal-heads.de lesen. Der Kenner weiß, es handelt sich um eines der zahlreichen Projekte des niederländischen Gitarristen Arjen Lucassen. Mit AYREON bedient er mehr die Schublade der Rock Oper und ist noch opulenter unterwegs. Dazu bekommen wir mit der aktuellen Scheibe, die diesen Freitag erscheint, einen deutlichen Kontrast. Aber zur Musik erfahrt ihr gleich mehr.

„Revel in time“ beinhaltet 11 Tracks und kann einmal mehr als eine Art Konzeptalbum angesehen werden. Inhaltlich liegt der Fokus dabei auf Filmen, die sich mit der „Manipulation der Zeit“ beschäftigen. Vom Gesang her gibt es eine Änderung der Herangehensweise. War es vorher ein festes „Team“ und es wurden eher die Rollen verteilt, so gibt es jetzt teils andere Sänger*nnen und diese singen dann einen ganzen Song. Das Ganze hat auch mit den erschwerten Bedingungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und dadurch auftretenden Reisebeschränkungen zu tun. Gerade der Einsatz von internationalen Stimmen wurde dadurch beschränkt. Eine Besonderheit ist noch die zweite CD im Package. Dabei wurden die gleichen Lieder mit dem Gesang anderer Künstler ausgestattet, um ihnen eine andere „Note“ zu geben. So bekommen wir letztlich 22 Tracks. Arjen Lucassen hat also einmal mehr nicht am Personaleinsatz und der Vielseitigkeit der Musik gespart.

Der Opener featured u.a. den SYMPHONY X-Gitarristen Michael Romeo. Das kraftvolle Drumming von Ed Warby und dazu die mitreißenden weiblichen Vocals führen zu einem melodischen Song, der gefällt. Wir haben euch das Video bereits hier vorgestellt – schaut (noch) mal rein. „28 days (Till the end of time)“ bringt uns Russell Allen am Mikro. Die männliche Stimme passt gut zu dem grundsätzlich düsterer gestimmten Song. Zwischenzeitlich wird das Tempo herausgenommen und dadurch wird es nachdenklich. Melodische Gitarrenarbeit und flinke Bassläufe sind inklusive. Und trotz der Distanz von fast siebeneinhalb Minuten bleibt es kurzweilig. Auch den dritten Track des neuen Releases hatten wir euch bereits vorab vorgestellt (hier könnt ihr reinhören, falls es bisher untergegangen sein sollte). Am Gesang hören wir u.a. den HAKEN-Frontmann Ross Jennings. Das Schlagzeugspiel ist akzentuiert, aber eher phasenweise eher zurückhaltend.

STAR ONE – „Revel in time“ (VÖ: 18.02.2022)

„Back from the past“ hat für uns die Bandkollegen von SONS OF APOLLO Jeff Scott Soto (Vocals) und Ron „Bumblefoot“ Thal an der Gitarre parat. Die markante Stimme ergreift den Hörer. Dazu gibt es Keyboardklänge und die Gitarren versprühen eine rockige Attitüde. Das macht Freude. Kommen wir zum Titeltrack des neuen Albums. Da gibt es heavy Gitarren-Riffs – die Soli stammen übrigens von Adrian Vandenberg – wow! Den Gesang finde ich bei diesem Track sehr gelungen. Insgesamt rockt das Ding und macht Bock auf mehr. Schaut euch doch einfach das Video an. Film ab:

Mittlerweile sind wir beim sechsten Song angelangt. Joe Lynn Turner hat sich das Mikro geschnappt. Der bekannte schwedische Keyboarder Jens Johansson (u.a. hat er mit Yngwie Malmsteen gearbeitet) hat ein Solo beigetragen. Mich spricht diese Nummer nicht so an. Kommen wir daher zu „Bridge of life“ mit dem regelmäßigen Weggefährten von Arjen Lucassen am Gesang: Damian Wilson. Es geht für einen ganz kurzen Moment bedächtig los, dann rockt es aber amtlich, bevor es wieder besinnlicher wird. So wechseln sich ruhigere Passagen und härtere Stellen ab. Mir gefällt der Track u.a. wegen der Art, wie das Keyboard eingesetzt wird. Stark! Das achte Lied auf dem Album hat teils von der stimmlichen Umsetzung her eine gewisse Nähe zu einem Musical. Ansonsten bekommen wir verzerrte Gitarren und auch Soloarbeit. Das Schlagzeug treibt uns voran, teils nutzt man Doublebass-Salven.

Bei „A hand on the clock“ serviert man uns mit Floor Jansen eine tolle Sängerin, die wir auch schon von anderen Kollaborationen mit dem niederländischen Gitarristen kennen. Im Zusammenspiel mit dem Keyboard, den kraftvollen Drums und den E-Gitarren bekommen wir so eine Rock-Hymne, die man sich gut auf einem Live-Konzert der Band vorstellen kann. Dann kommt schon das zehnte Stück, bei dem es sich der Bandleader nicht nehmen lässt, selbst das Gitarrensolo beizusteuern. Hier rockt es wieder ordentlich. Pulsierendes Schlagzeugspiel. Ergreifende Vocals. Jawoll!!

STAR ONE - Albumcover Revel in time

Das Album endet mit dem fast 10-minütigen „Lost children of the universe“. Unter anderem hat sich Gitarren-Ikone Steve Vai hier verewigt. Der Kenner kann seinen Stil heraushören. Vom Sound her hat dieses Stück etwas Orientalisches. Auch die Mischung der verschiedenen Stimmen gefällt. Dazu Passagen mit Chorgesang. Das ist schon toll aufgezogen. Musikalisch bekommen wir viel Melodie. Sicherlich eines der Highlights und ein krönender Abschluss für diesen Silberling. Wenn ihr euch selbst einen umfassenden Eindruck von dem Song machen wollt – hier findet ihr einen Beitrag bei uns, der das Video enthält!

Wie sieht es nun mit den alternativen Fassungen mit anderem Gesang aus? Ehrlich gesagt ist teils kaum ein Unterschied zu hören (z.B. beim Opener), andere Songs bekommen schon eine deutlich andere Note, wenn die Vocals von einer anderen Person übernommen wurden. Ob nicht auch einzelne Songs gereicht hätten, sondern man unbedingt das ganze Material noch ein zweites Mal auf eine CD packen musste!? Entscheidet selbst…für mich hätte es das nicht zwingend gebraucht.

Das metal-heads.de-Fazit zum STAR ONE-Album

So können wir letztlich nach dem intensiven Studium des Materials auf metal-heads.de das folgende Fazit ziehen: das Mitwirken vieler unterschiedlicher Musiker und Sänger*nnen sorgt einmal mehr für stilistische Vielfalt und Abwechslungsreichtum. Dafür ist Arjen Lucassen ja letztlich auch bekannt und geschätzt. Einige Songs gefallen mir richtig gut. Als Beispiele seien der Titeltrack und „Bridge of life“ genannt. Das Release wird es nicht nur als 2CD-Set mit den oben angesprochenen Versionen mit einem veränderten Gesang geben, sondern auch als limitiertes Deluxe 3CD & Blu-Ray Artbook. Dieses enthält dann auch instrumentelle Fassungen der Stücke.

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Bildquellen

  • STAR ONE – Albumcover Revel in time: HEAD OF PR
  • STAR ONE – Albumcover Revel in time – Beitragsbild: HEAD OF PR

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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