W.A.S.P. – überraschend wiedererstarkt…

W.A.S.P.

„Golgatha“

Ich bin ganz ehrlich, W.A.S.P., die Truppe um den Kultshouter Blackie Lawless, hatte ich schon vor geraumer Zeit abgeschrieben. Zu langweilig und uninspiriert waren mir die Alben jenseits ihrer golden Zeiten der 80’er und 90’er Jahre. Irgendwann habe ich das Treiben der Band gar nicht mehr weiter verfolgt. Positive Stimmen im Vorfeld und eine überzeugende Live-Performance  veranlassten mich dann doch dazu, mir das neue Album „Golgatha“ zur Gemüte zu führen.

Lange Schaffenspause

6 Jahre sind vergangen seit mit „Babylon“ das letzte Studiowerk das Licht der Welt erblickte. Eine so nicht ganz geplante lange Durststrecke, die nach einer umfangreichen Welttournee anlässlich des 30. Bandgeburtstags durch eine Verletzung des Fronters noch verlängert wurde. Dies führte nach Aussage des „Gesetzlosen“ allerdings dazu, dass er sich sehr intensiv mit dem entstandenen Material beschäftigen konnte. Die Wurzeln der Songs sind seiner Meinung nach stark durch die 70’er Jahre geprägt,  aber entscheiden wir selber.

Totgesagte leben Länger

W.A.S.P. bleiben mit Golgotha den biblischen Gruselgeschichten treu, die schon auf Babylon zum Einsatz kamen. Mit Scream gelingt W.A.S.P. gleich ein fulminanter Einstieg in das neue Werk. Eine treibende Nummer, die alle Trademarks beinhaltet, die die Band auszeichnet. Was danach kommt, ist auch wahrlich nicht von schlechten Eltern. Ob straighte Nummern wie „Shotgun“ oder „Eyes of a maker“, eine Powerballade wie „Miss you“ oder das abwechslungsreiche „Slaves of the new world order“, die Songs wissen alle zu überzeugen. Zum Abschluss ist mit dem Titelsong „Golgatha“ noch ein richtiges Hammerteil vertreten, das den Gesamteindruck wunderbar abrundet. Tatsächlich schwebt über allen Songs der Geist der goldenen „Metal-Ära“ der späten 70’er bis 80’er Jahre, da hat Blackie mal nicht übertrieben.

Empfehlenswert für Fans des traditionellen Heavy Metal

Sicher haben W.A.S.P. mit „Golgatha“ das Rad nicht neu erfunden, aber ihnen ist wirklich ein absolutes Klassealbum gelungen, von dem ich nicht geglaubt hätte, dass sie so etwas noch mal bewerkstelligen können. Fans von traditionellem Heavy-Metal können beim Kauf dieses Albums absolut nichts verkehrt machen.

Anspieltipps:

Scream, Shotgun, Miss you, Golgatha

 

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Bildquellen

  • W.A.S.P.-Cover: Label: Napalm Records

Uwe

Fast 35 Jahre als Metal-Fan hat es gebraucht, bis ich es endlich geschafft habe, ins heilige Metal-Land nach Wacken zu kommen! Auf diese Weise erleuchtet, hoffe ich auf mindestens noch 50 Jahre Musik "Louder Than Hell"!

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