KISS – Ausblick auf 2019 und Rückblick auf 1980

Kiss 2018

KISS, die Hard Rock Giganten aus den Vereinigten Staaten von Amerika, haben angekündigt, ab dem nächsten Jahr ihre große Abschiedstour zu starten. Die Tour trägt den Namen „End Of The Road“ und soll sage und schreibe drei Jahre dauern. Ende Januar 2019 geht es los und bisher sind schon Termine bis Dezember 2019 festgelegt. Die Band scheint es somit wirklich ernst zu meinen. Wir haben euch HIER schon darüber berichtet und die für uns interessanten sechs Deutschland-Termine mitgeteilt. Auch wenn sich der Abschied noch einige Jahre hinzieht, kommt doch etwas Wehmut auf, wenn sich einer der ganz Großen verabschiedet. Nachdem ich euch an dieser Stelle schon mit Dynasty mein erstes Album überhaupt vorgestellt habe, möchte ich euch jetzt von meinem ersten Konzerterlebnis berichten.

KISS – 12.09.1980  – Philipshalle Düsseldorf

Nachdem ich mit Dynasty den Einstieg in die einzig wahre Musik gefunden hatte, galt es mich auch live von den Qualitäten der US-Rocker zu überzeugen. Die Shows von KISS galten zu dieser Zeit als das größte Spektakel im Rockzirkus, da musste ich unbedingt hin. Mit gerade einmal 12 Jahren bekam ich jedoch nicht die Erlaubnis, alleine zum Konzert zu gehen. Glücklicherweise konnte ich meinen Onkel überreden, mit mir nach Düsseldorf zu fahren. Dieser hatte zwar noch nie von KISS gehört, besaß jedoch eine gewisse Affinität für Rockmusik. Die Karten für die „Unmasked-Tour“ waren schnell gekauft und so machte ich mich an einem Samstagabend im September mit meinem Onkel und einem Wasserball-Kollegen von ihm auf in die Philipshalle (heute Mitsubishi Electric Halle).

IRON MAIDEN als Supportband

Kaum hatten wir auf der seitlichen Tribüne unsere Sitzplätze eingenommen, startete die mir bis dato unbekannte englische Band Iron Maiden ihre Show. Schnell merkten wir, dass Sitzen bei solchen Konzerten nicht angesagt ist. Da es mir zu jener Zeit noch an Körpergröße mangelte, war es ein wahrer Segen, dass ich mit zwei kräftigen Wasserballern vor Ort war. So konnte ich nahezu das gesamte Konzert wechselweise auf ihren Schultern bewundern. Die Briten, noch mit Paul Di’Anno am Mikro, bretterten mächtig los. Das war das Härteste, was mir bisher zu Ohren gekommen war. Ich war direkt begeistert und Iron Maiden wurden später lange meine musikalischen Wegbegleiter. Ab das ist eine andere Geschichte (die ich vielleicht später einmal erzählen werde).

Setlist Iron Maiden 12.09.1980

The Ides of March
Sanctuary
Prowler
Remember Tomorrow
Running Free
Transylvania
Phantom of the Opera
Iron Maiden

Zugabe:
Drifter

KISS – The Hottest Band in the World

Nach einer Umbauzeit, die mir vorkam wie eine Ewigkeit, öffnete sich endlich der Vorhang und mit den magischen Worten „You wanted the Best, you got the Best. The Hottest Band in the Word: KISS“ startete eine Show, die seinerzeit ihresgleichen suchte. Was mich zunächst förmlich umhaute, war die Lautstärke. Mein lieber Mann, was da aus den zahlreichen Boxen dröhnte, sorgte bei mir noch lange nach dem Konzert für ein permanentes Ohrenrauschen. Aber auch der visuelle Eindruck war bombastisch. Sei es der überdimensionale Leuchtschriftzug mit dem für Europa abgewandelten KISS (ohne die Doppelblitze), oder die zahlreichen Effekte, das war schon eine eindrucksvolle Nummer.

Erste Tour mit neuem Drummer Eric Carr

Die Unmasked-Tour war die erste Tour mit dem neuen Drummer Eric Carr (†1991). Daher musste ich an diesem Abend auf den Peter Criss-Song „Beth“ verzichten, kam aber dafür in den Genuss eines fantastischen Drum Solos. Zudem hatte das Konzert alle weiteren Zutaten zu bieten, die man von KISS erwartete. Gene Simmons spuckte Blut und Feuer, Ace Frehley spielte sein Solo mit brennender Gitarre und Paul Stanley wirbelte über die Bühne wie ein Derwisch.

Musikalisch in Höchstform

Auch wenn das Unmasked Album nicht der ganz große Kracher war, zeigte sich die Band an diesem Abend musikalisch in Höchstform (zumindest kam es mir damals so vor). Paul Stanley war gesanglich Top drauf, Gene Simmons ein Bass-Gott, Eric Carr ließ Peter Criss sofort vergessen und Ace Frehley war sowieso mein großer Held. Ein grandioser Abend, der mein Musikleben nachhaltig prägte. Auch wenn ich KISS seit dieser Zeit noch oft live erlebt habe, bleibt mir dieser Abend für immer in Erinnerung und zählt zu meinen „All-Time-Favorites“. Ich hoffe sehr, dass ich auf der Abschiedstour die Gelegenheit bekomme, wieder in Erinnerungen zu schwelgen und noch einmal zu hören: „You wanted the Best…“.

Setlist KISS 12.09.1980

Detroit Rock City
Cold Gin
Strutter
Calling Dr. Love
Firehouse
Talk to Me
Is That You?
2000 Man
Guitar Solo
I Was Made for Lovin‘ You
New York Groove
Love Gun
Bass Solo
God of Thunder
Drum Solo
Rock and Roll All Nite

Zugaben:
Shout It Out Loud
King of the Night Time World
Black Diamond

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Bildquellen

  • Kiss 2018: Head Of PR - Jen Rosenstein
Uwe

Uwe

Fast 35 Jahre als Metal-Fan hat es gebraucht, bis ich es endlich geschafft habe, ins heilige Metal-Land nach Wacken zu kommen! Auf diese Weise erleuchtet, hoffe ich auf mindestens noch 50 Jahre Musik "Louder Than Hell"!

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