ANNIHILATOR – For the demented (VÖ: 03.11.2017)

Annihilator-Bandfoto 2017

ANNIHILATOR – For the demented (VÖ: 03.11.2017)

ANNIHILATOR For the demented-Cover

ANNIHILATOR sind Kult. Darüber wird man wohl nicht streiten wollen. Es wird immer wieder darüber diskutiert, ob es der „richtige Weg“ ist, das Bandkopf Jeff Waters seine Mitstreiter in regelmäßigen Abständen (manchmal komplett) austauscht und beim nächsten Release mit einem völlig anderen Line up antritt. Daran kann man Anstoß nehmen. Auch die Frage, ob er selber singen sollte, oder den Job am Mikro lieber Leuten überlässt, die das besser drauf haben, stellt sich immer wieder. Im Studio scheint es ja noch zu gehen, aber live offenbaren sich da schon gewisse Schwächen beim Gesang über eine längere Distanz.

Soweit zu grundsätzlichen Gedanken. Worüber man oftmals Einigkeit erzielen kann, ist die Tatsache, dass Jeff Waters und ANNIHILATOR regelmäßig ordentliche Arbeit abliefern. Wenn man natürlich solche Hammer-Kult-Scheiben wie „Alice in hell“ in einer Frühphase der Karriere abliefert, dann wird es nachfolgend schwer da heran zu reichen bzw. sich sogar noch zu steigern. Ja, es gab weitere starke Alben und auch eher verzichtbare Releases.

ANNIHILATOR – For the demented (VÖ: 03.11.2017)

Jetzt…wir notieren das Jahr 2017 in der Bandchronik…kommt mit „For the demented“ Anfang November das brandaktuelle Release der kanadischen Metaller. Was gibt es da auf die Ohren? Einen ersten Höreindruck haben wir ja schon vor einer Weile hier vermitteln können. Und auch schon das hat wieder kontroverse Meinungen ausgelöst. Back tot he roots? Ist das gut? Also der angesprochene erste verfügbare Song namens „Twisted lobotomy“ hat für Jemanden, der ANNIHILATOR von Anfang an verfolgt, schon einen sehr „bekannten“ Klang. Aber ist das schlimm? Finde ich nicht. Hohes Tempo, der typische Gitarrensound, Jeff Waters am Mikro. Soweit so gut (meine Meinung!).

Was noch? Den Opener habe ich euch ja oben schon vorgestellt. Es geht mit 9 weiteren Tracks weiter zur Sache. „One to kill“ ist der Titel des nächsten Songs und der Name ist Programm. Wütend und druckvoll, aber dennoch mit der nötigen Melodie kommt diese Nummer daher. Etwas bedächtiger beginnt der nächste Titel…aber dann nimmt er doch auch Fahrt auf.

ANNIHILATOR sind auch bekannt für gekonnt servierte Balladen. Die gibt es mit „Pieces of you“. Klasse! Schon der nächste Song hat wieder ordentlich Drive und auch das nachfolgende „Phantom asylum“ muss sich nicht verstecken. Noch 4 vor der Brust.

Los geht es mit einem orchestralen Beginn…aber schon bald übernehmen verzerrte Gitarren das Kommando und die Andächtigkeit ist rasch verflogen. Highspeeddrums und mehr. Auf ähnlichem Niveau geht es weiter. „Dark“ deutet es an. Düster klingt es. Wenig auf und ab in den zwei Minuten dieses Instrumentalsongs, bevor mit mehr Power und Dampf die Scheibe endet.

Fazit: man kann einige Ansätze für ein Back to the roots-Feeling erkennen. Finde ich nicht schlimm. Ein paar Songs sind richtig stark geworden, andere aber sind leider nur Füller. Und auch wenn ich mir das Material viele Male angehört habe, bleibe ich dabei. Alles in allem geht das Ding aber voll in Ordnung!

 

 

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Bildquellen

  • ANNIHILATOR For the demented-Cover: Netinfect
  • Annihilator-Bandfoto 2017: Jasmina Vrcko
Doc Rock

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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