ASHES OF ARES – „Well of souls“ (VÖ: 09.11.2018)

Ashes Of Ares Cover Well of souls

ASHES OF ARES – „Well of souls“ (VÖ: 09.11.2018)

Diese Stimme ist echt markant. Klar, der Sänger einer Band ist oft ein tragender Bestandteil und bestimmt mit seinem Gesang den Wiedererkennungswert mit. Aber dennoch hat nicht jeder Frontmann so eine ausdrucksstarke Stimme wie der aus seinen Tagen bei ICED EARTH bestens bekannte Matt Barlow. Auch wenn seine lange rotblonde Mähne einem praktischen Kurzhaarschnitt gewichen ist, so kann man sich auch anno 2018 darauf verlassen, dass er solide Arbeit abliefert.

Wovon wir hier reden? Ja, viele Fans hatten vielleicht die Hoffnung längst aufgegeben, aber nach vielen Jahren Wartezeit nach einem absolut starken Debüt, können wir uns jetzt am 09.11.2018 ein dickes rotes Kreuz in den Kalender machen. Dann ist das Erscheinungsdatum des neuen, des zweiten Albums von ASHES OF ARES.

ASHES OF ARES anno 2018 – „Well of souls“

Ashes Of Ares Cover Well of souls

Gute 5 Jahre hatte uns das Metal-Duo Matt Barlow (Vocals)/Freddie Vidales (Gitarre) seit dem selbst-betitelten Debüt warten lassen, um uns aber jetzt – soviel kann man schon jetzt sagen – mit dem im Sommer 2018 aufgenommenen und gemixten/gemasterten Release „Well of souls“ absolut versöhnlich zu stimmen. Ein Dutzend Songs bekommen wir, wobei es sich beim letzten Track „You know my name“ um ein Cover eines Chris Cornell-Songs (Musik aus dem Movie „Casino Royale“) handelt. Ich muss fairerweise gestehen, ich kenne nicht das Original. Aber diese Version gefällt mir auf jeden Fall. Emotional und mitreißend kommt das Stück daher und bietet einen etwas sentimentalen Ausklang für dieses Release.

11 eigene Tracks und ein Chris Cornell-Cover

Ich habe noch nie Songs komponiert oder gar ein Album zusammengestellt. Aber es ist ja schon die Frage, welche Reihenfolge man für die Anordnung der Stücke aussucht. Dieses Release beginnt mit „Consuming the mana“ stark. Auch wenn der Song zunächst bedächtig startet, so baut sich das Ganze dann langsam auf und nach ca. 80 Sekunden geht es dann voll zur Sache. Ein mitreißender Track. „The alien“ legt dagegen ohne Vorwarnung direkt los und zieht das Programm auch konsequent durch. Dann geht es mit einer eher düster-melancholischen Note weiter, bevor ASHES OF ARES mit einem recht zurückhaltenden Song (man möchte fast den Ausdruck „Ballade“ benutzen) fortfahren.

Aber keine Sorge, mit „Sun dragon“ gibt es schon als nächstes einen Hochgeschwindigkeitszug. Grollend und heavy. Weiter geht es in ähnlichem Stil. Aber schon mit der nachfolgenden Nummer mit dem Titel „Let all despair“ wird es etwas weniger heftig, obwohl das Tempo schon amtlich weitergeht. Halt etwas gebremster. Hier spielt sich dann teils die Gitarre deutlich und sehr melodisch in den Vordergrund. Cool gemacht. Die Stimme von Sänger Matt Barlow „alleine“ kommt hier gut.  Auch mit den weiteren Songs zeigen ASHES OF ARES (musikalisch ist übrigens noch Ex-NEVERMORE-Drummer Van Williams und Jonah Weingarten für die Keyboardparts beteiligt gewesen) ihre musikalische Wandlungsfähigkeit und transportieren so verschiedene Stimmungen.

Hier haben wir das offizielle Video zu „let all despair“ für euch:

Positives Fazit…nicht ganz ohne Abstriche

Musikalisch gefällt mir das Album auf jeden Fall. Beim Gesang – und da meine ich nicht Frontmann Matt Barlow der vorneweg marschiert, sondern die Vocals „im Hintergrund“ – muss man schon Abstriche machen. Das nervt teils schon etwas und wären vielleicht verzichtbar gewesen.

Fazit: diese Scheibe muss sich hinter dem Debüt nicht verstecken. Auch wenn die Messlatte absolut hoch lag, so hat man mit „Well of souls“ diese Marke übertroffen und so bleibt die Hoffnung, dass es nicht wieder 5 Jahre oder länger dauert, bis wir das nächste Material vorgelegt bekommen. Aber erst einmal hätte ich Bock auf ein amtliches Live-Konzert von ASHES OF ARES. Das letzte Mal konnte ich diese Gelegenheit vor 5 Jahren in den Niederlanden ergreifen. Das war cool…

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Bildquellen

  • Ashes Of Ares Cover Well of souls: Gordeon Music
  • Ashes Of Ares Cover Well of souls: Gordeon Music
Doc Rock

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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