Black Stone Cherry suchen ihre Wurzeln im „Family Tree“

Black Stone Cherry 2018

Vor kurzen, am 20. April 2018, haben Black Stone Cherry über Mascot Records ihr mittlerweile sechstes Studioalbum „Family Tree“ veröffentlicht. Wie der Name schon andeutet wollen sich Black Stone Cherry auf ihre Wurzeln besinnen, haben das Album selber produziert. Aufgenommen haben sie Barrick Recording Studio, wo auch schon ihr selbstbetiteltes Debüt entstand. Dieses und das zweite Album „Folklore And Superstition“ gehören bis heute zu meinen absoluten Favoriten. Von den letzten beiden Alben war ich leider eher etwas enttäuscht. Aber Rückbesinnung klingt gut und auch der Trailer zum Album hört sich gut an. Ich bin gespannt, ob sich der gute erste Eindruck über die gesamten dreizehn Songs hält…

 

Black Stone Cherry und die schlechten Gewohnheiten

Ganz und gar nicht nach einer schlechten Angewohnheit klingt der Opener „Bad Habit“. So rockig und trotzdem musikalisch differenziert liebe ich Black Stone Cherry. Die Rückbesinnung auf die Wurzeln scheint zu fruchten. Aber schaut einfach selbst weiter unten im Video. Zu „Burnin'“ gibt es weiter unten ebenfalls ein Video zu sehen und auch hier gilt: So sollen Black Stone Cherry für mich klingen! Pianogeklimper bereichert „New Kinda Feelin'“, das mir sehr gut gefällt. „Carry Me On Down The Road“ nimmt erstmals ein wenig das Tempo raus und beschwört bassgewaltig das Southern Feeling und bietet einen guten Übergang zur ersten Ballade „My Last Breath“. Musikalisch nimmt sich die Band hier zurück, bleibt leise und lässt so den Song sich wunderbar entfalten. Emotional, packend und mitreißend, so muss eine gute Ballade klingen und das können Black Stone Cherry. Genug der Besinnlichkeit, „Southern Fried Friday Night“ lässt Kneipenfeeling und Bierdurst aufkommen.

 

Black Stone Cherry feat. Warren Haynes

Einen Gastbeitrag gibt es auch. Der legendäre Warren Haynes steuert Vocals und Slide Gitarre zu „Dancin‘ In The Rain“ bei und veredelt einen schon sehr gelungenen Southern Rock Song noch einmal. „Ain’t Nobody“ geht sofort ins Blut und ins Bein, toller Beat. Überraschend und dadurch auch schon wieder typisch für Black Stone Cherry ist das funkig-soulige „James Brown“, mit dem sie selbstredend James Brown ihre Referenz erweisen. Braucht ein paar Anläufe, zündet dann aber richtig. „You Got The Blues“ kommt härter daher als es der Titel vermuten lässt und wird mit dem gestottert vorgetragenem Refrain live sicher eine Granate. „I Need A Woman“ hat einen tollen Groove und zeigt noch einmal das überragende Zusammenspiel in dieser Truppe. Whiskeygetränkt kommt „Get Me Over You“ aus den Boxen, ruhiger aber packend. Zum Abschluss kommt mit dem Titelsong die alles inkludierende Nummer des Albums.

 

Black Stone Cherry machen wieder Spaß

Black Stone Cherry können mit „Family Tree“ wieder an die Glanzzeiten ihrer Frühphase anschließen. Das Songwriting war von je her wie von Black Stone Cherry Family Tree Covereinem anderen Stern. Aber die letzten Alben wirkten auf mich überproduziert und steril. Live sah das anders. Da konnten Black Stone Cherry wie gewohnt mit ihrer Spielfreude glänzen und auf ganzer Linie überzeugen. Als Fan bin ich daher froh, dass die Band mit „Family Tree“ wirklich den Schritt zurück zu ihren Wurzeln gemacht hat. Anderthalb Dekaden im Business zeigen sich natürlich in einer größeren Varietät der Songs im Vergleich zum Debüt. Aber das macht das Album nur besser. Eine kleine Einschränkung muss ich leider machen. Im Auto hat „Family Tree“ nicht funktioniert, klang einfach nicht gut. Erst zuhause über Kopfhörer oder gute Boxen konnte das Album alle Feinheiten entfaltenAlso, Freunde guter Musik: Kauft dieses Album und spielt es laut, damit auch der Nachbar etwas davon hat.

Black Stone Cherry – Line-Up und Kontakt

Chris Robertson – Gesang und Gitarre
Ben Wells – Gesang und Gitarre
John Lawhon – Bass und Gesang
John Fred Young – Schlagzeug

Mehr über Black Stone Cherry könnt ihr wie immer auf deren Homepage finden oder ihr besucht die Jungs direkt bei Facebook. Sollten die Jungs für ein paar Konzerte in unserer Gegend aufschlagen ihr das und andere interessante News nicht verpassen wollt, abonniert am besten unseren kostenlosen Newsletter.

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Bildquellen

  • Black Stone Cherry Family Tree Cover: netinfect Promotion & Marketing
  • Black Stone Cherry 2018 720×340: netinfect Promotion & Marketing
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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