Children of Bodom – I Worship Chaos – Album Review

COB Album Cover

Children of Bodom? Moment, die gehen doch alle auf die Mitte/Ende 30 zu und sind alles Andere als Kids! Können die überhaupt noch was? Kurze Antwort: JA!

Die haben doch schon 1997 ihr erstes Album raus gebracht – kommt da noch etwas Neues? Die kurze Antwort ist ein positives JEIN!

Aber werden wir ausführlicher:

mein Wohnzimmer wackelt gerade entspannt bei 102 dB, während ich mir das neue Album I Worship Chaos anhöre. Und ich muss sagen, das Album kommt düster und laut rüber. Der Sound drückt ganz schön bassig, was auch daran liegen mag, dass man im Gegensatz zu Halo of Blood mal ordentlich die Mitten zurück geschraubt hat. Aber genau darum kommt es gewaltiger, aber nicht dumpfer, als der Vorgänger aus den Boxen, was auch Frontmann Alexi Laiho zum neuen  Langspieler meint.
„Setzt eure Helme auf und klappt die Visiere herunter, denn hier kommt etwas verdammt Mächtiges auf euch zu – in feinster COB-Manier!“, so der Finne, der aufgrund der im gegenseitigen Einvernehmen vollzogenen Trennung von Co-Klampfenvirtuose Roope Latvala, erstmals sämtliche Gitarrenparts im Alleingang einspielen musste. Produziert wurde I Worship Chaos in den band-eigenen Danger Johnny Studios wiederum von Mikko Kamila, der schon einige Alben vor 2011 produzierte oder Co-produzierte. Auf dem neuen Silberling erwarten uns 10 Songs mit einer Spieldauer von 44:18.

Schon I Hurt zeigt direkt zu Beginn, was für das weitere Album zu erwarten ist. Straightwütenddreckig, während My Bodom eine typische Headbang-Nummer im COB-Style ist und Morrigan wieder einen nahezu episch anmutenden Klangteppich liefert, den ich bei den Finnen so mag.

Aber Children of Bodom bieten uns auch deftige up-Tempo und Blast-Nummern wie bei Horns oder Suicide Bomber, bei der sie in guter Death Metal Manier ordentlich Dampf ablassen.

Der düsterste Track auf I Worship Chaos ist einer meiner Lieblingstitel auf der Scheibe: Prayer For The Afflicted. Das Riff im Refrain erzeugt eine ordentliche Oger-Pelle auf den Unterarmen, wonach uns der Titel des gleichnamigen Albums direkt auf den Boden der Tatsachen zurück holt.

Gefallen hat mir auch das geile Oldschool Heavy Metal Riff bei Hold Your Tongue, was ordentlich groovt und auch in den Uptempo-Sequenzen nicht verliert.

Fazit
Ein gelungener Nachfolger, der in gewohnter COB Manier durch dein Wohnzimmer / deinen Kopfhörer stampft und dich wissen lässt, die Jungs bleiben ihrem Stil treu. ABER…das I Worship Chaos anders ist, ist nicht zu bestreiten und daher auch das Eingangs erwähnte Jein. Es ist keine Neuerfindung des Rads, was die Finnen hier abliefern, aber es ist die Offroad-Variante eines Rads: gewaltiger und dreckiger und das ist auch gut so.

Hier noch ein kleiner Vorgeschmack auf I Hurt

Wer also denkt, dass es jetzt Zeit wird, dass Alexi sich seine Jungs schnappt und mal die Grundfeste einiger Konzertlocations erschüttert, liegt vollkommen richtig – hier die Europa-Tourdaten der am 5. Oktober beginnenden Tour – also nichts wie los und Tickets sichern:

25.10. PL       Gdansk           B90
26.10. PL       Cracow           Klub Fabryka
27.10. CZ       Brno   Klub Felda
29.10. FR       Marseille        ESCAPE JULIEN
31.10. ES       Bilbao Stage Live
01.11. ES       Valencia         Republicca
02.11. ES       Barcelona      Razzmatazz 2
04.11. FR       Cenon La Rocher Palmer
05.11. FR       Villeurbanne LE TRANSBORDEUR
06.11. FR       Paris   Le Bataclan
07.11. FR       Strasbourg    La Laiterie
09.11. IR        Dublin, Ireland         3Arena
11.11. UK      Glasgow         Braehead Arena
12.11. UK      Longsight       O2 Apollo
14.11. UK      London          SSE Arena Wembley
15.11. UK      Birmingham  O2 Academy
17.11. DE       Stuttgart        LKA Longhorn
18.11. NL       Tilburg           013
19.11. DE       Oberhausen  Turbinen Halle
20.11. DE       Wiesbaden    Schlachthof
22.11. CH       Zurich Komplex
23.11. CH       Lausanne       Les Docks
24.11. IT        Milan  Alcatraz
25.11. DE       Munich          Kesselhaus
26.11. AT       Vienna           Gasometer
28.11. DE       Leipzig           Haus Auensee
29.11. BE       Brussels         Ancienne Belgique
30.11. DE       Hamburg       Docks
01.12. DK      Copenhagen  Store Vega
03.12. FI        Helsinki          Icehall
05.12. SE       Stockholm      Klubben
06.12. NO      Oslo    Rockefeller Music Hall
09.12. FI        Tampere        Tähtiareena
10.12. FI        Seinajoki        Rytmikorjaamo
11.12. FI        Jyvaskyla       PAVILJONKI
12.12. FI        Oulu   SuperPark Areena

Tracklist
1         I Hurt 4:29
2         My Bodom (I am The Only One)   4:18
3         Morrigan       5:07
4         Horns 3:25
5         Prayer For The Afflicted
6         I Worship Chaos       3:39
7         Hold Your Tongue    4:02
8         Suicide Bomber        3:33
9         All For Nothing         5:42
10       Widdershins 5:08

Lineup
Alexi Laiho | Gesang, Gitarre
Janne Wirman | Keyboard
Henkka Seppälä | Bass
Jaska Raatikainen | Schlagzeug

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Bildquellen

  • Children Of Bodom – I Worship Chaos – Artwork: Label: Nuclear Blast
Toby the Ogre

Toby the Ogre

Früher aktiver Death-Schreihals und Sänger, heute passiver Schreihals. Lieblingsgeräusche: Konzert-Tinnitus und Motorräder. Lieblingsbands: Gojira, Meshuggah, Nile, Rivers of Nihil, Parkway Drive. Wenn der Tinnitus nachlässt höre ich auch gerne in andere Genre rein.

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