Kadaverficker – Kaos Nekros Kosmos (v.ö. 07.08.2020)

Kaos Nekros Kosmos

Kadaverficker

Kadaverficker? Kennt ihr nicht? Nie gehört? Ich muß zugeben, mir ging das bis vor 1-2 Jahren ähnlich. Aber wenn man sich mit Metal und Youtube befasst, dann stolpert man irgendwann unweigerlich über den Goreminister. Und eben jener „singt“ bei Kadaverficker…oder schreit, growlt, jault, kreischt…sowas halt. Sie selbst nennen die gesangliche Darbietung passenderweise „Vokillz“. Ihren Musikstil beschreibt die Band als einzigartigen Nekrokore…eine Mischung aus Death, Black, Thrash und Doom Metal, garniert mit einer schönen Ladung Punk und Grind.

Kaos Nekros Kosmos

Ab dem 07.08.2020 erwarten euch 45min Ficker-Kore verteilt auf 20 Songs…bzw eigentlich 19 Songs. Ich habe hier 20 vorliegen, aber „Because I Got High“ gibt es nur auf der CD Variante und „Sadomatic Rites“ dagegen nur auf LP. Das 4. Studioalbum der Kadaverficker wurde in den Soundlodge Studios aufgenommen. Somit war Jörg Uken auch für die Produktion zuständig. In bester Ficker-Manier werden euch punkige Songs wie „Bier sind dein Gott“ oder „Only Furzen is Real“ im wahrsten Sinne des Wortes um die Ohren geblasen. Der Goreminister growlt dazu sehr tief in bekanntem Grindcore Style…lässt sich aber auch immer wieder zum extremen Gegenteil hinreißen und schreit oder kreischt für kurze Passagen in hoher Tonlage. Musikalisch geht es durchaus härter zur Sache, man wird aber durchaus häufig mit eingängigen Melodien überrascht. Ganz besonders möchte ich den letzten Track „Kaos Nekros Kosmos (A Nekrokore Symphony In Three Acts)“ erwähnen. Den finde ich richtig gelungen, sehr atmosphärisch, fast schon doomig.

Die Songtitel

Das Booklet lesen macht bestimmt Spaß…bei so illustren Songtiteln wie „Menschenschrott“, „Call Of Duty Free“ oder „I Put Smell On You“. „Nekrology and Lust“ springt einen als Hommage an Sodoms „Sodomy and Lust“ natürlich auch sofort an. Ich hoffe, im Booklet stehen auch die Texte drin, denn verstehen kann man vom Gesang natürlich nix…wir sind ja hier beim Grindcore äh sorry Nekrokore und nicht im Kindergarten.
Wer mit der ganzen Stilrichtung nicht vertraut ist und sonst nur Nickelback hört, der könnte nach Konsum dieser Kunst verstört zurück bleiben. Für alle anderen gilt, man kann sich da wirklich Stück für Stück ran tasten. Es braucht halt ein paar Umdrehungen. Nur Mut 😉

Singleauskopplung

Es gibt sogar eine ausgekoppelte Single mit einem richtig feinen Video. Mit „Adrenochrome Orgy“ zeigen euch die Jungs direkt mal, wo der Hase lang läuft.

Fazit

Für wen ist das nun eigentlich was? Klar, der Sound ist extrem, der Gesang noch viel extremer. Eigentlich die typische „Fun und gute Laune Musik“ auf Festivals, wenn man 17 Bier drin hat und versucht, das Dixiklo auf dem Kopf zu balancieren. Es gibt für mich aber ein entscheidendes Detail. Die Jungs verlieren das solide Grundgerüst nicht aus den Augen. Denn es gibt hier viele feine Riffs und Melodien zu entdecken und das zeigt am Ende, dass hier ernsthafte Musik gemacht wird. Klar, es geht auch um Spaß und Fun…aber die musikalische Grundlage wird dabei geschätzt und zelebriert. So kann das Album eigentlich den Leuten empfohlen werden, die harten Stoff mögen und mal was anderes hören oder einfach ihren musikalischen Horizont erweitern wollen 🙂

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Bildquellen

  • Kadaverficker-Beitrag: Goreminister
Moldi

Moldi

Angefangen hat der Metal Virus im zarten Alter von 15 mit einer Iron Maiden LP aus dem Gebrauchtplattenladen. Mein Geschmack ist inzwischen sehr breitbandig, gehört wird, was gefällt.

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