Nothing More mit „The Stories We Tell Ourselves“ (VÖ: 15.09.2017)

Nothing More

Am 15. September 2017 kam mit „The Stories We Tell Ourselves“ via Better Noise Records/Eleven Seven LABEL GROUP gerade brandaktuell das siebte Album der Texaner von Nothing More heraus. Im Allgemeinen werden ihre Alben dem Alternative Metal zugerechnet. Aber ich finde das greift etwas zu kurz. Daher zum Einstieg nochmal das sehenswerte Video zu ersten Single „Go To War“:

 

Nothing More – ein lärmender Beginn

Auf ein lärmendes Intro „(Ambition Destruction)“ folgt dann mit „Do You Really Want It“ der erste richtige Song des Albums und hier zeigt sich schon, warum Nothing More für mich mehr als nur eine Alternative Metal Band sind. Nach kurzem, ruhigen Beginn folgt ein Metal Core-lastiger Ausbruch und der Song lebt von sich überlagernden Vocals, die die Spannbreite von wütendem Geshoute bis hin zu melodischem Gesang abdecken. Auch musikalisch sehr abwechslungsreich. Dann mit „(Convict Divide)“ wieder ein Spoken Word-Intermezzo, das übergangslos in „Let ‚em Burn“ übergeht. Sänger Johnny Hawkins liefert hier wirklich eine gute Perfomance ab und ich kann mir vorstellen, dass dieser Song live richtig gut ankommt.  Nicht zuletzt dank des gelungenen Refrains. Aber am besten schaut ihr selbst mal…im Video zum Song, bitte schön:

 

Nothing More bleiben spannend

Auch „Ripping Me Apart“ changiert zwischen den Polen Alternative und düster verzerrten Ausbrüchen. Kein einfacher oder angenehmer Song zum Hören, aber das passt zum Titel. Bei „Don’t Stop“ kommt noch Elektro dazu und Hawkins schreit sich zwischendurch die Seele aus dem Leib. Nicht mein Fall, gefällt mir aber trotzdem. Ambivalent? Ja, und ein Video gibt es unten auch dazu. „Funny Little Creatures“ klingt dann wieder ganz anders und wechselt zwischen Alternative Pop-Melodien und abgedrehten Zwischenparts. Und dann, man kennt es ja schon, wieder ein  Intermezzo. Diesmal betitelt mit „(React Respond)“, knapp 2,5 Minuten lang und mit atmoshärischer Musik unterlegt. Dann kommt mit „The Great Divorce“ ein düster, trauriger Song, der neben schönen Melodien aber immer noch genug Ecken und Kanten aufweist, bevor er zu gefällig wirken kann. Ironischerweise heißt der nächste Titel dann „Still In Love“.  Düster melodisch, aber mit einem Funken Hoffnung am Ende des Tunnels. Der bisher mainstreamigste Song des Albums. Auch das nächste Intermezzo fügt sich titelmäßig passend in diesen Reigen ein und nennt sich „(Alone Together)“.

 

Nothing More und der Planet der Affen

Go To War“ ist nicht nur die erste Single aus dem Album und ist auch mein Lieblingssong auf dem Album. Der Gesang gefällt mir hier richtig gut. Und das ist nicht nur mir so ergangen und so gibt es neben dem Video oben ein weiteres. Der Song wurde nämlich als Musik für den Trailer des Hollywood Blockbuster „War For The Planet Of The Apes“ auserkoren. Den Film-Trailer plus Song gibt es unten zu sehen. Im letzten Drittel des Albums überraschen Nothing More mit einem sentimentalen, akustischen Song namens „Just Say When“. Ein weiteres, sehr ruhiges Intermezzo „(Accept Disconnect)“ und dann beginnt mit „Who We Are“ wieder ein Song, der zwischen Alternative und Core hin und her switcht. „Tunnels“ markiert den vorletzten richtigen Song und ist ausnahmsweise mal ein relativ normaler Song. Das letzte Intermezzo „(End Begins)“ setzt den Song übergangslos fort und gleitet ebenfalls ohne Übergang in das Ende „FadeInFadeOut“ über. Ein wundervoller Song über ein Vater-Sohn Verhältnis mit sehr schönen Chorus. Für mich das zweite Highlight auf der Platte.

 

Nothing More – kein einfaches Album

Nothing More haben mit „The Stories We Tell Ourselves“ ein vielseitiges, aber auch nicht einfaches Album produziert. Es einfach mal so nebenbei durchzuhören ist eigentlich nicht möglich. Von den 18 Songs fungieren sechs als Intermezzi oder Intro und bis auf wenige Ausnahmen sind die Songs nicht mainstreamig genug um sie einfach so zu konsumieren. Mir gefallen mit „Go To War“ und „FadeInFadeOut“ zwei Songs richtig gut, beim Rest tue ich mich eher schwer. Das Album wird also nicht unbedingt auf meiner Favoritenliste landen, aber das hat nur mit meinem persönlichen Geschmack zu tun. Die Texte sind inhaltlich aber über dem Genre-Durchschnitt angesiedelt und alleine deswegen sollte man sich mit dem Album mal beschäftigen. Für mich ein klarer Pluspunkt. Wer sich in der Alternative bis Metal Core-Ecke wohl fühlt, sollte Nothing More auf jeden Fall eine Chance geben. Denn gute Musiker sind die Jungs allemal und sie haben mit Johnny Hawkins auch einen guten Sänger an Bord. Das kann man in Kürze auch live anschauen und das sollte man auch machen, denn die Jungs sind für eine gute Live Show bekannt, wie auch der folgende Trailer zur Europatour zeigt.

 

Nothing More – Tourdaten und mehr

In Deutschland sind Nothing More  an folgenden Terminen zu sehen:

26.11.2017 – Berin, Musik & Frieden
13.12.2017 – Köln, Luxor
14.12.2017 – Hamburg, Headcrash

Nothing More bestehen aus Johnny Hawkins (Vocals), Daniel Oliver (Bass), Mark Vollelunga (Gitarre) und Ben Anderson (Schlagzeug). Mehr zur Band findet ihr auf deren Homepage oder Facebook. Das Album kann bei Interesse direkt über den Link unten geordert werden. Enjoy!

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Bildquellen

  • Nothing More 720×340: Kinda Agency

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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