NUCLEAR – Murder Of Crows – Review deutsch

Old School Thrash-Metal

vom allergemeinsten bieten die Südamerikaner NUCLEAR aus Chile. Die Band wurde unter anderem Namen schon Mitte der 90´er gegründet, löste sich dann 2001 auf, um dann 2003 unter dem aktuellen Namen wieder aufzuerstehen. Die Band stand im Laufe ihrer Historie schon mit vielen großen Bands auf der Bühne, so z.B. TESTAMENT, VOIVOD oder DESTRUCTION. Im Jahre 2017 gaben sie sich sogar auf dem „Rage Against Racism“-Festival (übrigens `metal-heads.de´ supported) die Ehre und heizten dem Publikum ordentlich ein. 2019 standen sie in einem Interview bei `metal-heads.de´Rede und Antwort (Link). Am 13.11.2020 lassen NUCLEAR nun ihr neues Werk „Murder Of Crows“ (Mörder der Krähen“) auf die Welt los.

Nichts für zarte Seelen

und Schmusefreunde ist der rohe ungestüme Sound, der einem den Schmalz aus den Ohren ballert. Das Album ist frei von jeglicher Romantik oder Harmonie, denn hier steht die harte Realität Pate für die Texte und den Sound. Hier werdet Ihr wachgerüttelt, Eure roten Blutkörperchen fegen moshpitmäßig durch Euren Körper und der Puls beschleunigt umgehend auf 180! Klassischer Thrash-Metal ist angesagt, der sich z.B. an frühere SLAYER-Alben anlehnt und natürlich auch Parallelen zu beispielsweise EXODUS und KREATOR aufweist. Es ist ein wütendes Album mit vielen wichtigen knallharten Botschaften, die sich mit der schwierigen politischen Lage im Land beschäftigen.

Die harte Realität in Chile

ist omnipräsent und heizte sich in den letzten Jahren immer weiter auf. Die Diktatur Pinochets ist zwar seit dem Jahre 1990 beendet, aber dem Land gelang es in 30 Jahren nicht zur Ruhe zu kommen. Die Herrschaft von Eliten ist eines der größten Missstände. Der Reichtum und die Macht konzentriert sich auf einen kleinen Teil der Bevölkerung, während die Hälfte der Bevölkerung in Armut lebt. Vor allem die Politiker sind Ziel der Kritik, welche sich auf Kosten der Bevölkerung bereichern. Unterdrückung, Korruption und Gewalt prägen den Alltag. Im Kern geht es nun um die Verabschiedung einer neuen Verfassung. Das Volk fordert grundlegende Reformen und eine Verankerung der Grundrechte wie z.B. Gesundheit und Bildung in der Verfassung. Der Staat geht mit aller Gewalt gegen Demonstranten vor. Sogar das Militär wurde seit 30 Jahren das erste Mal wieder auf die Straßen geschickt. Dazu müsst Ihr Euch das neueste Video von dem Song

„Abusados“ (Missbraucht)

ansehen, dass die derzeitige Lage im Land sehr eindrucksvoll darstellt. Die Bilder sind sehr hart und erschreckend. Aber es ist (leider) real. Der Song „Abusados“ selber geht dementsprechend hart zur Sache. Er stampft zunächst brutal wütend voran, um sich dann vollends mit aller Gewalt in einem speedigen Finale zu entladen. Das irre und präzise gespielte Gitarrensolo fräst sich direkt in die Gehirnwindungen.

Und genau das ist es auch, was Euch auf dem Rest des Albums erwartet. Das Motto lautet:

Ruhepausen Fehlanzeige, dafür umso mehr Vollgas.

Davon könnt Ihr Euch direkt bei dem zweiten Song „No Light After All“ überzeugen. Das ist die kompromisslose Entfesselung von thrashiger Energie, einfach pure Raserei.

Auf dem gesamten Album geht der teils deathlastige Sound mit einer Wucht und Wildheit voran, dass er Euch mit Energie bis zum Anschlag vollpumpen wird. Wenn Ihr völlig fertig am Boden liegt, dürftet Ihr bei dem Sound einen Schub bekommen wie bei drei Spritzen Adrenalin direkt ins Herz, um wieder aufzustehen und weiter zu kämpfen. Auf den Geschmack gekommen? Dann hier noch ein weiteres Video…

Fazit

NUCLEAR machen ihrem Namen alle Ehre und strahlen auf ihrem Album „Murder Of Crows“ mit einer kaum zu bändigenden Energie, die direkt von Euch Besitz ergreift und Euch bis zum Ende puschen wird. Ein wütendes ehrliches Album in einer sehr schwierigen Zeit mit einer Botschaft, die nicht zu überhören ist. Das ist roher unverfälschter Thrash-Metal direkt in die Fresse!

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Bildquellen

  • Nuclear_Band_1_10x15COLOR_Credit_MANUEL CABEZAS: NUCLEAR Bandfoto über GORDEON MUSIC
  • Nuclear – Murder Of Crows – Artwork: NUCLEAR COVER über GORDEON MUSIC
  • MH-Bewertung 9 v. 10: Feuer-Ronald Plett /Daumen hoch-Clker-Free-Vector-Images--Both at pixabay
  • NUCLEAR Cover + Infos-3-: NUCLEAR COVER + Info über GORDEON MUSIC // Background Thanks to John Hain auf Pixabay
  • Nuclear_Band_4_Credit_MANUEL CABEZAS–skaliert: NUCLEAR Bandfoto über GORDEON MUSIC

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