„On Foaming Waves“ von Folkrim (VÖ: 21.10.2022)

Die fünf Musiker stehen als Gruppe im Wald und kucken in verschiedene Richtungen. Sie haben weiße und dunkle Hemden, fallweise mit Westen, an.

Manchmal ist Metal böse, brutal und bretthart. Manchmal ist Metal depressiv, dunkel und düster. Aber es gibt auch Ensembles wie Folkrim. Und die machen aus Metal einfach Party ohne Ende. Die fünfköpfige Band von der Westküste Finnlands bringt im Herbst ihr zweites Album On Foaming Waves heraus.

Folkrim hat sich nach eigenen Aussagen für das neue Album inspirieren lassen „von Bier und Natur“. Was sonst. Ihre Musik liegt stilistisch im Bereich Folk Metal oder Folk Death Metal, nah zu Pagan Metal und Viking Metal. Bis auf eine einzige Ausnahme („Rövarehumppa“) sind alle Songs auf On Foaming Waves von Folkrim auf Englisch. Und die Instrumentierung ist breit, das Klangspektrum noch breiter.

On Foaming Waves von Folkrim bezieht viele Zupfinstrumente ein

Sänger Erno Helander bringt nicht nur die cleanen Vocals und Growls ein. Er kümmert sich auch um die orchestrale Produktion. Und um Zupfinstrumente wie Ukulele, Banjo oder Mandoline. Dazu kommen sowohl E-Gitarren von Iiro Sarman als auch akustische Gitarren von Otto Hyvärinen. Denn bei Folkrim sind diese Jobs klar jeweils einem Instrumentalisten zugeordnet. Das ist fällt positiv auf, weil hier also nicht zwei E-Gitarristen vereinzelt auch akustische Parts übernehmen. Das Klangbild ist bei Folkrim also besonders stimmig und konsequent.

Auf dem Albumcover sieht man ein gezeichnetes Wikingerschiff mit einem Wikinger mit Trinkhorn. Das Schiff fährt in Richtung der Betrachtenden. Vorne schäumende Wellen.

Das Ensemble komplett machen dann Viktor Suominen an der Bassgitarre und Eetu Ritakorpi an den Drums. Letzterer singt auch mit. Und gesungen wird viel über die einschlägigen Themen des Genres. Da geht es dann um Seefahrerei auf rauher See, um Ale, Met und Schnaps. Natürlich sind das die üblichen Klischees. Und natürlich sind Folkrim nicht die ersten, denen solche Themen einfallen. Trotzdem ist das Album nicht platt. Denn das musikalische Niveau ist durchweg hoch. Und die 14 Songs über insgesamt gut 57 Minuten sind abwechslungsreich. Daher wirkt das Album authentisch.

Es passt textlich und musikalisch alles gut zusammen. Aber es ragt auch nichts extrem heraus. Dennoch reicht das allemal zum Hüpfen, Springen, Johlen, Mitgröhlen und um gemeinsam mit „Ale, Met und Schnaps“ anzustoßen. Wer Fantasy-Rollenspiele oder historische Romane liebt, findet mit dem Album auf jeden Fall einen neuen Soundtrack.

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Bildquellen

  • Albumcover Folkrim – On Foaming Waves: Inverse Records
  • Folkrim Bandportrait: Inverse Records

Matt

In der Unterstufe Metallica und lange Haare. Heute vor allem Black- und Death-Metal, aber nur noch Buzz-Cut. Innere Langhaarigkeit muss reichen... ;)

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