Pinski – vielseitig gut mit „Sound The Alarm“

Pinski 2018

Köln hat viel zu bieten und ist seit kurzem um eine musikalische Nuance reicher. Am 27. April 2018 veröffentlichten Pinski via Gentle Art Of Music / Soulfood ihr Debüt „Sound The Alarm“. Pinski sind aus dem erfolgreichen Projekt von Songwriterin und Mastermind Insa Reichwein entstanden. 2016 holte sie sich schlagkräftige Mitstreiter und zwei Jahre später steht nun bald das Debüt in den Regalen. Um die Ideen auch angemessen präsentieren zu können haben Pinski mit Fabio Trentini (Guano Apes, Donots, H-Blockx) einen erfahrenen Produzenten verpflichtet. Aber lässt „Sound The Alarm“ den wirklich die Alarmglocken läuten? Werft doch mal einen Blick in das Video zu „Ugly Side“:

 

Pinski haben auch eine hässliche Seite

So zumindest heißt der Opener, den ihr ja schon oben im Video bewundern konntet. Ich finde den Song alles andere als hässlich. Ganz im Gegenteil, ein richtig guter Rocksong ist das geworden. Als nächstes folgt der wütend, anklagende Titelsong und der lässt wirklich die Alarmglocken läuten. Es läuft derzeit ja auch eine Menge schief in der Welt. Frontfrau Insa überzeugt hier mit einer tollen und variablen Gesangsleistung. Aber auch die Gitarren braten ordentlich. „Butterflies“ ist dann ruhiger, fast schon verzweifelt-resignativ. Aber auch das beherrscht Insa Reichwein, deren Gesang aber wunderbar von der sich diesmal zurückhaltenden Band getragen wird. Mit „I I I“ folgt einer meiner Lieblingssongs auf dem Album. Heftig rockende Gitarren und alles weitere schaut ihr euch am besten im Video unten an. Auf hart folgt wieder ruhig, das tolle an der Menschheit zweifelnde „Humanity“. Und habe ich vorher immer den Gesang gelobt, so will ich hier jetzt mal die Instrumental Fraktion herausheben. Einfach toll, was die Jungs da abliefern.

 

Pinski können auch progressiv

Richtig rockig wird es wieder bei „Fire“. Pinski sind wirklich vielseitig und bis jetzt gab es keinen Ausfall. Gleiches gilt für „Letter Of Regret“. Eine persönliche Abrechnung, die mir in der Live Akustik-Version auf YouTube fast noch besser gefällt. Schaut einfach das Video unten und genießt! Die Liebe kann einen stärker machen. So verspricht es jedenfalls das in die Singer-Songwriter Richtung gehende „Stay Alive“. Ehrlicherweise bisher der Song, der mich am wenigsten packt. Lang und progressiv wird es dann in den über siebeneinhalb Minuten von „Red Sun“. Eine schöne Nummer, die zeigt, dass Pinski viel mehr sind als nur eine Alternative Rock Band mit Singer-Songwriter Einschlag. Hätte ich nicht erwartet und ist eine weitere Nuance die mir sehr gut gefällt. Immer noch über fünf Minuten und auch mit einer progressiven  Schlagseite kommt „Society“ aus den Boxen. Wir haben vielleicht nicht aus der Vergangenheit gelernt, aber Pinski definitiv das Song schreiben. Zum Abschluss gibt es mit „Light Calling“ noch eine reinrassige Ballade , die dann doch noch das Positive beschwört und das Licht über die Dunkelheit siegen lässt.

 

Pinski mit einem bärenstarken Debüt

Ich will es kurz machen. Pinski haben für mich mit „Sound The Alarm“ das Debüt des Jahres herausgebracht! Es ist eine progressive Mischung aus Alternative, Rock und Singer-Songwriter. Das Frontfrau Insa Reichwein Komposition studiert hat, verwundert bei der Qualität der Songs überhaupt nicht. Aber mit ihrer Band hat sie auch mehr als kompetente Mitstreiter mit an Bord geholt, die ihre Lieder wunderbar zur Geltung bringen. Sie selber prägt mit ihrer verzerrten Akustik Gitarre den Sound von Pinski nicht unwesentlich. Besonders gut zu hören am Anfang von „I I I“ oder “ Fire“. Mir selber ist es erst richtig bewusst geworden, nachdem ich darauf hingewiesen worden bin und extra darauf geachtet habe. Aber eigentlich ist es auch egal. „Sound The Alarm“ bietet einfach gute Songs mit Tiefgang und das Album sollte jeder Musikfreund sein Eigen nennen. Also kaufen und am besten noch Pinski bei einem der untenstehenden Termine live in Augenschein nehmen. Pinski sind für mich die Neuentdeckung 2018!

Pinski – Line-Up und Live Termine

Insa Reichwein aka Pinski – Gesang und Akustik Gitarre
Ian Alexander Griffiths – E-Gitarre und Background Gesang
Christopher Streidt – Bass und Background Gesang
Stephan Schöpe – Schlagzeug

Mehr zu Pinski findet ihr auf der Homepage, wo ihr auch direkt das Album oder einen Download ordern könnt (alternativ direkt über den Link unten bestellen). Bei Facebook sind Pinski natürlich auch vertreten und live zu sehen sind sie an den folgenden Terminen:

10.05.2018 – Düsseldorf, Pitcher
12.05.2018 – Köln, Barinton (Album Release Party – Eintritt frei)
01.06.2018 – Ulm, Blaurock Open Air
03.08.2018 – Osterholz-Scharmbeck, Gut Sandbeck Open Air
16.08.2018 – Bremen, Bluesclub Meisenfrei
18.08.2018 – Schwalmtal, KGB Festival
31.08.2018 – Geldern, Geldernsein Festival
08.09.2018 – Dormagen, ZONS Rockt Festival
06.10.2018 – Aukrug, Bobble Cap Festival

NEWSLETTER. FREITAGS. KOSTENLOS.

Bildquellen

  • Pinski 2018 720×340: Pinski / pinskimusic.com
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

11 − 2 =