Running Wild sind zurück mit Blood On Blood

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Running Wilds „Port Royal“ war neben der „Abigail“ von King Diamond mein erstes Metal Album. Ein großes Dankeschön daher auch an dieser Stelle an den Südi für diese Initialzündung in meinem Leben. Daher gehört „Port Royal“ auch heute noch, zusammen mit „Pile Of Skulls“ und „Black Hand Inn“, in meine Top 3 von Running Wild. Und natürlich haben Rolf und seine Band auch heute noch einen besonderen Stellenwert für mich. Leider muss man auch sagen, dass viele der letzten Alben nicht zu dem Besten gehört was Running Wild veröffentlicht haben. Mit „Blood On Blood“, das am 29. Oktober 2021 bei SPV / Steamhammer erscheint soll das wieder anders werden. Mit „Diamonds And Pearls“ gab es auch einen vielversprechenden Appetizer…

Running Wild – Back to the Eighties

Den Anfang macht der Titeltrack und die Gitarren versetzen mich sofort zurück in die Achtziger. Aber leider ist der Song doch etwas zu einfach und stereotyp gestrickt. Gerade der Refrain ist mir zu cheesy. „Wings Of Fire“ hingegen kommt eine Spur rauer und kratziger um die Ecker und gefällt mir wesentlich besser. „Say Your Prayers“ ist beileibe nicht schlecht, aber ein abwechslungsreicheres Drumming hätte dem Song sicher gut getan. „Diamonds And Pearls“ hat wieder den klassischen Running Wild Anfang, den ich so liebe. Und auch wenn das Stück keine Granate ist, hat mich beim ersten Hören doch die Hoffnung auf ein neues, gutes Running Wild Album erfüllt. „Wild And Free“ erinnert mich von der Machart her an den unsterblichen Klassiker „Raise Your Fist“, reicht aber nicht an dessen Energie und Spirit heran. Es ist natürlich auch ein unfairer Vergleich. Ich bin kein sechzehn mehr und nehme Musik heute ganz anders wahr.

Running Wild mit Reminiszenzen an Black Hand Inn

„Crossing The Blades“ kommt leicht verändert zur untenstehenden Videoversion und zeigt eindeutig, dass Rock N‘ Rolf das Gitarrespielen nicht verlernt hat. Leider ist mir der Rest dann musikalisch doch zu eindimensional. Bei „One Night, One Day“ musste ich erstmal schlucken. Das soll Running Wild sein? Aber legen wir mal die Fanbrille und die damit einhergehenden Erwartungen ab. Eine gospelartige Ballade, die mit zunehmender Spielzeit immer mehr gewinnt. Ja, daran kann ich mich gewöhnen. Ich liebe die ersten Momente von „The Shellback“. Und tatsächlich wird nicht nur im Refrain auf das grandiose „Black Hand Inn“ Bezug genommen. Wenn das Ganze einen Tacken schneller wäre, hätte „The Shellback“ auch auf die Meisterwerke der Neunziger gepasst. Ein weiterer eher untypischer Song ist „Wild Wild Nights“. Vom Feeling her für mich eher Rock als Metal. Den Abschluss bildet dann mit „The Iron Times 1618 – 1648“ ein über zehn Minuten langes Epos. Das kennen wir von früher und once again zeigt Herr Kasparek warum sein Gitarrenspiel so unverkennbar ist. Gute Nummer auf jeden Fall.

Running Wild are back on track

Es fällt mir schwer Running Wild objektiv zu bewerten. Dafür sind sie zu sehr Teil meiner metallischen Sozialisation und ich bin zu sehr Fan. Den emotionalen Stellenwert der alten Alben kann ein neues Album per Definition schon nicht erreichen. Jeder Vergleich wäre daher unfair. Rein subjektiv ist „Blood On Blood“ klar unter den Meilensteinen meiner Jugendzeit anzusiedeln. Aber das was Running Wild damals ausgezeichnet hat, findet sich auch jetzt wieder: Die geniale und unverkennbare Gitarrenarbeit von Rock N‘ Rolf. Diese Melodien und Riffs hört man unter Tausenden sofort heraus. Das kann ich ganz objektiv feststellen. Leider ebenso auch, dass die Drums zu eindimensional klingen. Das nimmt den Songs definitiv Qualität. Das eine oder andere Stück hätte ich mir auch einen Tacken schneller gewünscht. Das ist aber wieder subjektiv. Songs wie „The Shellback“, „Diamonds And Pearls“ und das abschließende Epos „The Iron Times 1618 – 1648“ zeigen aber das Running Wild back on track sind. Der Boden ist bereitet für weitere gute Alben.

Line-Up und Kontakt

Rock N’ Rolf – vocals, guitars
Peter Jordan – guitars
Ole Hempelmann – bass
Michael Wolpers – drums

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Running Wild Blood On Blood

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Bildquellen

  • Running Wild Blood On Blood: Oktober Promotion
  • Running Wild Logo 720×340: Oktober Promotion

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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