TRIVIUM – Silence in the Snow

Silence in the snow

Nach ihrem Debütalbum aus dem Jahre 2003 „Ember To  Inferno“ – und dem fortan für TRIVIUM so gewohnten Thrash/Death und Metalcore-lastigem Sound – haben sich die vier US-Amerikaner um Matthew Heafy (Leadgesang, Gitarre) wieder ins Studio begeben, um einen Nachfolger für das 2013 erschienene Album „Vengeance Falls “  aufzunehmen.

Zusammen mit Produzent Michael „Elvis“ Baskette – der u.a. schon mit Slash oder Alter Bridge zusammen gearbeitet hat – wurde ein  41.14 Minuten langes, auf 11 Tracks angewachsenes Studioalbum mit dem Albumtitel „Silence In The Snow“ gezimmert, welches seit dem gestrigen 2. Oktober über Roadrunner Records erhältlich ist!

Die Erwartungshaltung bei Fans und Kritikern war zugegebenermaßen gleich hoch. Kein Wunder: denn mit ihrem Style aus Growls und Screams in den Strophen sowie dem Klargesang im Refrain erlangten die vier Jungs aus Orlando in den letzten Jahren eine große Popularität, vor allem bedingt durch die beiden großartigen Vorgängerwerke  „In Waves“ (2011) und  „Vengeance Falls“ (2013).

Aber schon nach dem kurzen Intro „Snøfall“ und dem bereits vorab als Single veröffentlichten Titelsong „Silence In The Snow“ hört man, in welche Richtung die weiteren 9 Songs wohl gehen werden!

Beim dritten Lied „Blind Leading The Blind“ wird das Tempo zwar etwas erhöht, doch auch beim vierten Track „Dead And Gone“ wartet man vergebens auf die Screams oder stimmlichen Ausbrüche von Sänger Matt Heafy!

Leider wird es auch in den nächsten beiden Songs  „The Ghost That`s Haunting You“ oder „ Pull Me From The Void “ nicht besser!

Ein netter Akustikpart im siebten Track „Until The World Goes Cold“ hebt zwar auch bei ruhiger Kulisse die klare Stimme von Matthew Heafy hervor, aber leider lassen Trivium auch beim Rest des Albums dem Klargesang den Vorrang!

Bei „Rise Above The Tides“ wird es musikalisch noch einmal verzwickter und vielschichtiger und die hohe Spielkunst der Band tritt in den Vordergrund, doch auch hier bleiben die von Fans so geliebten Ausbrüche der Sing-Stimme leider aus!

Der neunte Song des aktuellen Silberlings mit dem Titel  „The Thing That`s Killing Me” wirkt daher fast schon radiotauglich!

Die letzten beiden Tracks „Beneath The Sun“ und „Breathe In The Flames“ erwecken auch nicht mehr viel Hoffnung,  dass der Sänger zum Schluss noch einmal an der gewohnten Aggressionsschraube dreht!

Bleibt mein Fazit:

Insgesamt lässt sich leider nicht viel Gutes über das siebte Werk von Trivium sagen.

Fiese Growls und böse Screams sucht man auf  „Silence In The Snow“ vergebens und ob der Mut zum Wandel – weg vom Thrash/Death und Metalcore-lastigen Sound – sich auszahlt, wird wohl erst die Zukunft zeigen!

Für mich ist das Werk enttäuschend und erinnert vom Sound und Gesang irgendwie an Iron Maiden und Helloween!

Einen Fehler dürfen Trivium daher nicht machen: nämlich beim nächsten Album wieder in die gleiche Kerbe schlagen!

Meiner Meinung nach haben es Trivium mit der Stilveränderung leicht übertrieben.

Ich hoffe nur, dass es beim Nachfolger wieder etwas einfallsreicher und „ böser “ zu Werke gegangen wird!

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Bildquellen

  • TRIVIUM-Cover: Label: Roadrunner Records
Osel

Osel

Osel war Mann der ersten Stunde und bis September 2016 im Team. "Aufgewachsen mit STATUS QUO, den Böhsen Onkelz und Metallica. Anthrax, Slayer, Manowar oder Rammstein gehören genauso zu meiner Musik wie Five Finger Death Punch und Trivium!"

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