LIV SIN – „KaliYuga“ Review

(English review below)

Heavy Metal

schmettern LIV SIN (Facebook) aus Schweden. Die Band mit der charismatischen Frontfrau Liv Jagrell stehen für knackigen Heavy Metal, der teils mit rockigen Vibes geimpft ist. Die feurige Stimme von Sängerin Liv ist immer ein Erlebnis und hat einen hohen individuellen Erkennungswert. So eine Stimme hört man nicht alle Tage und deshalb gehört sie für mich in die Topliga der Sängerinnen. Bisher wurden die Alben „Follow Me“ (2017) und „Burning Sermons“ (2019) veröffentlicht, wobei mir „Follow Me“ aufgrund seiner dunkleren härteren Ausrichtung besser gefiel als der Nachfolger.

Nun erscheint endlich am 27.01.’23 das neue Album „KaliYuga“. Der Titel stammt übrigens aus dem Hinduismus und beschreibt das letzte von vier Zeitaltern. Es gilt als das Zeitalter des Verfalls und Verderbens.

Harter Auftakt

„The Process“ als Opener legt einen knusprigen Härtegrad vor. Die Stimme von Liv klingt so heavy wie nie zuvor und die Riffs knallen wuchtig aus den Boxen. Der Groove krallt sich sofort im Gehört fest und lässt die Gliedmaßen in erste Zuckungen verfallen. Mit grandiosen Gesangslinien voller Power zeigt Liv schon mal, was man bei den anderen Songs noch so erwarten kann. Hier wird gekonnt der Spagat zwischen klassischer und moderner Darbietung gemeistert. „The Process“ ist die eine imposante Leuchtreklame, die dem Hörer gar keine andere Wahl lässt als in die Vorstellung von „KaliYuga“ einzutreten und sich alle Kapitel anzuhören.

Abwechslungsreich

Photo by Post-Mortem Photography

Druckvoll und immer mit gehörig Dampf im Kessel geht es voran. Dafür sorgen solch geilen Kracher wie „King Of Fools“, der geile Rockvibes versprüht. Der Song haut einfach direkt auf die Zwölf! Wunderbar, was Liv hier für eine gesangliche Vielfalt erblühen lässt. Das geht von melodisch über schmutzig bis hin zu richtig dreckig. Der Song besticht durch einen tollen Aufbau mit dem einen oder anderen Überraschungseffekt, inklusive eines fabelhaften Gitarrensolos. Dabei sorgen unter anderem akzentuierte Synths für die kleinen, aber feinen Details.

Auch der Song „Karma“ profitiert davon. Bei diesem Song erstaunt eine plötzliche sehr leichtfüßige Passage im ansonsten derben Sound. „I Am The Storm“ zeigt ganz verschiedene Facetten. Es beginnt zurückhaltend melodisch und Liv präsentiert zunächst ihre zarte Seite, aber natürlich nicht für lange, denn ders Song formiert sich zu einem Spiel mit Gegensätzen. Zuckerbrot und Peitsche wäre hier genau der passende Ausdruck. Ein wirklich genialer Song!

Liv Jagrell sagt über diesen Song:

Es geht um das Gefühl, wenn dich jemand oder etwas aus dem Gleichgewicht bringt, und wie du dich selbst davon überzeugen kannst, dass du die Kontrolle über deinen Verstand und deinen Körper besitzt, wie eine Art Mantra. Wir müssen sowohl unsere positiven als auch unsere negativen Emotionen anerkennen und erkennen, dass wir beide brauchen und sie uns zu dem machen, was wir sind. Dieser Song ist einer meiner persönlichen Favoriten des neuen Albums.

Mighty Music

„Antihero“ zeigt ebenfalls eine modernere Ausrichtung, wobei die kraftvolle Ausfaltung nicht vergessen wird. Der Song marschiert vehement nach vorne und streut zwischendurch noch aggressivere Passagen ein.

Fazit

„KaliYuga“ ist ein verdammt gutes Album geworden. Positiv fällt mir auf, dass die Songs sich wunderbar voneinander abheben, denn das Songwriting legt viel Wert auf unterschiedliche Songstrukturen und eine individuelle Ausrichtung ohne dabei den schmutzig harten LIV SIN-Sound zu verlieren. Dabei haben sich die Vocals von Liv in jeglicher Hinsicht weiter verbessert. Die rockige raue Stimme war schon immer ihr Markenzeichen, wobei sie mich auf diesem Album auch sehr mit ihren extrem dunklen Vocals sehr beeindruckt hat, wie sie z.B. im Song „I Am The Storm“ oder „Virus“ zu hören sind. Doch auch die cleanen melodischen Vocals haben sich gesteigert. Das Album „KaliYuga“ ist trotz modernerer Ausrichtung sogar wieder dunkler und härter geworden als das letzte Album.

English review

Heavy Metal

LIV SIN (Facebook) from Sweden with the charismatic singer Liv Jagrell stand for crisp Heavy Metal, which is partly inoculated with rock vibes. The fiery voice of singer Liv is always an experience and has a high individual recognition value. You don’t hear a voice like that every day and that’s why she belongs to the top league of female singers for me. The two previous albums „Follow Me“ (2017) and „Burning Sermons“ (2019) were already super and caused enthusiasm. Now on 27.01.’23 the new album „KaliYuga“ is released. The title, by the way, comes from Hinduism and describes the last of four ages. It is considered the age of decay and ruin.

Hard stuff

„The Process“ as the opener presents a tough degree of hardness. Liv’s voice sounds as heavy as never before and the usual fat riffs bang out of the speakers. And the groove immediately claws you and you start moving. With vocal lines full of power Liv already shows what you can expect in the other songs. Here the balancing act between classical and modern performance is mastered skillfully. „The Process“ is an impressive invitation that leaves the listener no choice but to enter the show of „KaliYuga“ and listen to all chapters.

Multifaceted

Photo by Post-Mortem Photography

This sound is really punchy and pulls you along. This is ensured by such horny bangers like „King Of Fools“, which sprays horny rock vibes. The song hits directly! Liv shows a wonderful vocal variety. This goes from melodic to dirty to really filthy. The song impresses with a great structure with the one or other surprise, including a fabulous guitar solo. Among other things, accentuated synths provide the small but fine details.

You can hear that also in the song „Karma“. In this song, a sudden very light-footed passage in the otherwise massive sound format is astonishing. „I Am The Storm“ is at the same time a sinister and lovely power ballad. It starts off reservedly melodic and Liv presents her tender side at first, but of course not for long, as the song develops into a story with opposites. Carrot and stick would be exactly the right expression here. A really ingenious song!

Liv Jagrell says about this song:

The theme behind the lyrics is again about inner work. It’s about that feeling when someone or something pushes you out of balance, and how you can convince yourself that you have control over your own mind and your own state, like a kind of mantra. We need to acknowledge both our positive and negative emotions and see that both of them are needed and make us who we are. This song is one of my personal favorites from the new album.

Mighty Music

„Antihero“ also shows a more modern orientation, but the powerful unfolding is not forgotten. The song marches vehemently forward and additionally scatters more aggressive passages.

Conclusion

„KaliYuga“ has become a damn good album. Positively, I notice that the songs stand out wonderfully from each other, because the songwriting puts a lot of emphasis on different song structures and an individual direction without losing the heavy rocky LIV SIN sound. At the same time, Liv’s vocals have continued to improve in every respect. The rocky rough voice has always been her trademark, although on this album she also impressed me a lot with her extremely dark vocals, as can be heard for example in the song „I Am The Storm“ or „Virus“. But also the clean melodic vocals have increased. The album „KaliYuga“ has become even darker and heavier than the last album, despite a more modern orientation.

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Bildquellen

  • Liv->Photo by Post-Mortem Photography: Mighty Music
  • LIV SIN Cover+Infos: Cover+Infos-->Mighty Music
  • LIV SIN „KALIYUGA“ Titelbild: Mighty Music

Metalhead

Seit meiner Kindheit höre ich gerne Rockmusik. Es hat mit Gary Moore, Scorpions, Billy Idol, Bon Jovi, Dire Straits, AC/DC usw. angefangen, also quasi mit den Großen der 80'er und 90'er Jahre. Mit zunehmendem Alter ging der Musikgeschmack immer mehr auch in die härtere Richtung. So finden sich mittlerweile auch viele Core-Platten, so wie Black-und Death-Metal Kracher in meiner Sammlung. Daher bin ich in fast allen Bereichen des Rock und Metal unterwegs. Eine besondere Vorliebe habe ich für den Underground entwickelt, wo es richtig brennt und es viele hochklassige Bands gibt, die den Großen der Branche in nichts nachstehen, ganz im Gegenteil. In diesen Sinne: Stay tough, stay heavy!

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