Unseen Faith – Yokebreaker (6 Track Mini Album) – Album Review (VÖ 27.11.2015)

Unseen Faith Band

Die christlichen Metal Bands in Dänemark kann man an einer Hand abzählen und so gesehen ist die Deathcore Combo Unseen Faith eine echte Rarität. Und jetzt liegt das am 27.11. erscheinende Mini Album der Jungs aus Aarhus vor mir und die 6 Tracks mit einer Spielzeit von 24:10 Minuten sind ein ordentlicher Einblick in das Schaffen der Dänen.

Leadgitarrist Asbjørn Brokhøj zur Fertigstellung des Albums: „Es fühlt sich gut an, das zu beenden, was wir als besten Output unserer fünf Jahre andauernden musikalischen Reise ansehen. Nach einigen Änderungen und Unglücken ist Yokebreaker endlich fertig geworden. Wir freuen uns der Welt unsere Musik endlich präsentieren zu können. Im Besonderen in unserer Region, wo die Szene für unsere Musik so gut wie nicht existent ist. Aber das Resultat spricht für sich selbst und wir sind bereit der Welt unser Potential zu zeigen.“

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Wenig Blastbeats und viel Groove

Der Opener The Revenant startet mit sauber gespielten Gitarren von Jakob Langvad und Asbjørn Brokhøj und mächtig Druck von Drummer Klaus Schmidt und Basser Christian Jensen. Sänger Alexander Eriksen überzeugt mit tiefen Growls und ordentlichen Screams ohne dabei zu schrill zu werden. Die für dieses Genre typischen Breakdowns haben es in sich und animieren zu feinem Moshpit-Gedränge.

Der nächste Song Enemy steigt direkt mit einem ordentlichen Groove und den für das Genre üblichen Stakkato-Gitarren ein. Vom Tempo befinden wir uns eher im mittleren Bereich mit kurzen Ausbrüchen in schnellere Parts. Die Leadgitarre fügt sich sauber in den Klangteppich ein und verhindert so, dass man Druck verliert, während Drums, Bass und Rhythmus-Gitarre weiter nach vorne stampfen.

Auch Route 3 erweckt weiterhin den Eindruck, dass die Jungs nur eine Richtung kennen – mit Druck nach vorne. In wenigen Passagen verlassen wir das Midtempo-Segment, trotzdem ist die Scheibe sehr aggressiv und hat definitiv Kopfnicker-Qualitäten. Interessant bei dem Song ist das Ende, bei dem der Song etwas abgehackt endet und dann nach 2 Sekunden ein Keyboard-Part mit Gitarren-Feedback den Song tatsächlich beendet – dies ist etwas seltsam gelöst.

Bei The Mask startet es geschwindigkeits-technisch zumindest bei der Doublebass etwas schneller. Die Gitarren verbleiben im Midtempo und Basser Christian darf sich hier etwas mehr austoben.

Ein schweres Hüpf- und Moshpit-Bedürfnis hatte ich hingegegen bei Father. Der Song hat sehr viel Groove und das etwas melodischere Riff lässt den Oger-Schädel ordentlich mitwackeln, während es beim Closer Rohrs etwas verspielter zugeht. Die Übergänge in die Breakdowns sind hier übelst gut und auch der Groove nimmt ab der Mitte stark zu.

Fazit

Auf jeden Fall keine Blastbeat Deathcore Scheibe, wie man es zB von Carnifex gewohnt ist, aber durch die reduzierte Geschwindigkeit gewinnen die Jungs ordentlich an Groove. Es ist definitiv nicht die Neuerfindung des Rads, aber eine saubere Arbeit haben Unseen Faith hier auf jeden Fall abgeliefert.
Ich bin mir sicher, dass das richtige Potential der Songs sich bei Konzerten zeigen wird, denn live sind einige der Songs üble Brecher, die mich an die kranken Breakdowns von Malevolence erinnern und da war live immer ordentlich was los vor der Bühne. Bleibt zu hoffen, dass die Dänen sich nicht so lange Zeit lassen, bis wir die Möglichkeit bekommen, sie live zu sehen.

Tracklist

Unseen Faith Yokebreaker Cover

1. The Revenant 4:36
2. Enemy               3:20
3. Route 3             3:48
4. The Mask          3:41
5. Father               3:35
6. Roars                 5:13

Lineup

Alexander Eriksen | Gesang
Jakob Langvad | Gitarre
Asbjørn Brokhøj | Gitarre
Klaus Schmidt | Schlagzeug
Christian Jensen | Bass

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Bildquellen

  • Unseen Faith Yokebreaker Cover: Label: Prime Collective
  • Unseen Faith Band: Label: Prime Collective
Toby the Ogre

Toby the Ogre

Früher aktiver Death-Schreihals und Sänger, heute passiver Schreihals. Lieblingsgeräusche: Konzert-Tinnitus und Motorräder. Lieblingsbands: Gojira, Meshuggah, Nile, Rivers of Nihil, Parkway Drive. Wenn der Tinnitus nachlässt höre ich auch gerne in andere Genre rein.

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