VANDEN PLAS – „Live and immortal“ (VÖ: 12.08.2022)

VANDEN PLAS - Albumcover Live and immortal - Beitragsbild

VANDEN PLAS – „Live and immortal“ (VÖ: 12.08.2022)

Oh Mann, VANDEN PLAS kenne ich schon so lange. Unter anderem als Support von DREAM THEATER habe ich die Band live erlebt, aber auch bei kleineren eigenen Gigs. Großartig…immer wieder. Und so beeindruckend, dass man nach Jahrzehnten in derselben Besetzung spielt. Jetzt gibt es unter dem Titel „Live and immortal“ ein Konzert aus der Heimatstadt für die Fans. Die Kenner (und die treue Leserschaft von metal-heads.de) wissen, die Rede ist von Kaiserslautern. Ein weiteres Live-Release also, nachdem man Material von seinem Auftritt beim legendären US-amerikanischen Progpower-Festival aus dem Jahr 2011 herausgebracht hatte. Wir hatten euch hier davon berichtet.

Jetzt also der komplette Mitschnitt von einer Headliner-Show in der Heimat. Das ist aus mehreren Gründen etwas Besonderes. Das Live-Footage hat man auf eine Doppel-CD gebannt und dazu ist noch eine DVD bzw. Blu-Ray verfügbar. Dann kann man dem Fünfer aus der Pfalz nicht nur lauschen, sondern den Musikern auch auf die Finger schauen.

VANDEN PLAS – „Live and immortal“ (VÖ: 12.08.2022)

VANDEN PLAS - Albumcover Live and immortal

Nach einem Intro geht es gleich mit dem starken „Godmaker“ zur Eröffnung des Abends los. Flotte Drumbeats von Andreas Lill und dazu die melodische Gitarre seines Bruders Stephan. Das Keyboardspiel des großartigen Günter Werno. Das ist mal ein amtlicher Beginn. Die Fanreaktionen sind entsprechend begeistert.

„Into the sun“ ist mit seinen siebeneinhalb Minuten schon ein längeres Stück. Es ist aber ein feiner Song und daher kommt keine Langeweile auf und es geht auf hohem Niveau weiter. Nicht zuletzt dank der stimmlichen Arbeit (plus Backing-Vocals der Mitmusiker) von Sänger Andy Kuntz. Der nächste Track beginnt mit Power-Drums und einer längeren Instrumentalpassage, bevor der Gesang einsetzt. Nach so viel versprühter Energie, nimmt man mal den Fuß vom Gas und zeigt seine Vielseitigkeit. Man muss ja dem Publikum auch mal eine Verschnaufpause gönnen.

„Holes in the sky“ ist wieder einer meiner Lieblinge. Das scheinen die Fans ähnlich zu sehen und die klatschen begeistert mit. Gitarrenriffs und flinke Finger auf dem Keyboard. Eine nachdenkliche Stimmung kommt auf, aber dann nimmt das Ganze Fahrt auf und besticht durch viel Melodie. Fett! Das nachfolgende Lied ist deutlich heavier und geht direkt voll zur Sache. VANDEN PLAS können es mit Gefühl, progressiv und auch straight rockend. Prima! „Diabolica comedia“ ist dann mehr so „Durchschnitt“. Dafür geht es mit dem nächsten Track wieder gut zur voran. Ruhiger Beginn mit Pianoklängen und dem passenden Gesang. Plötzlich (aber natürlich für den Kenner der Band nicht unerwartet) geht es nach einer knappen Minute voll ab. Ein weiterer starker Song zum Ende der ersten CD.

Eine Doppel-CD mit 15 Live-Tracks

Das führt einmal mehr zur Verzückung bei den Menschen vor der Bühne. Diese hält auch an, als der Frontmann den Opener des zweiten Silberlings den Fans der ersten Stunde widmet. Er bittet um gesangliche Unterstützung beim 10-Minüter „How many tears“. Und die gibt es dann auch in beachtlicher Ausprägung. Ist halt ein „Heimspiel“…da sollte die Fanbase mitgehen. Das nächste Stück hat ordentlich Drive und zeigt noch einmal, wie abwechslungsreich VANDEN PLAS mit ihrem Material sind. „Iodic rain“ geht mit flotten Drums sofort amtlich nach vorne und auch die anderen Instrumente arbeiten auf höherem Tempo, bevor der Gesang einsetzt und man sich etwas zurücknimmt. Dann kommt mit dem über 11 Minuten langen „The final murder“ ein Track, den man erstmals auf der damaligen Tour mit im Gepäck hatte. Wir sind also Zeuge einer „Premiere“. Die Vielseitigkeit der Arrangements lässt auch dieses lange Stück dennoch ausreichend kurzweilig erscheinen. Gut so. Schließlich geht es weiter mit „Christ 0“ dem Titeltrack des gleichnamigen 2006er-Release der Band.

Auf der zweiten CD des Live-Release sind mehr die längeren Tracks enthalten, daher gibt es nur 6 (statt 9 wie auf CD 1). Mit „Postcard to god“ beendet man den Gig mit einem weiteren Highlight des Abends und serviert dem Publikum und damit auch dem Zuhörer (Zuschauer) daheim einen würdigen Abschluss des Konzertes. Ich hätte eh mal wieder Lust auf ein Konzert von VANDEN PLAS gehabt…das Gefühl ist nach dem mehrmaligen Hören des Live-Materials bestimmt nicht kleiner geworden!

Das Fazit zum Live-Release von VANDEN PLAS

Insgesamt bekommen wir einen kompletten Konzertabend von VANDEN PLAS aus der Heimat Kaiserslautern vom Dezember 2016 mit einer insgesamt starken Songauswahl. Das macht wieder Bock auf (mehr) Live-Konzerte und Festivalbesuche. Mal sehen, wann die fünf Herren eine neue Studioscheibe raushauen und dann auch hoffentlich mal außerhalb der „eigenen 4 Wände“ auf Tour gehen. Ich wäre dabei!!

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Bildquellen

  • VANDEN PLAS – Albumcover Live and immortal: Frontiers Music
  • VANDEN PLAS – Albumcover Live and immortal – Beitragsbild: Amazon

Doc Rock

Meine erste Metal-Platte liegt lange zurück: LIVE AFTER DEATH von IRON MAIDEN war´s. Ansonsten fühle ich mich in der Progressive Metal-Ecke wohl!

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