Vltima: Ouroboros (VÖ: 31.10.2022)

Das Cover zeigt eine stilistierte Nachtlandschaft mit dem Mond oberhalb einer Gebäude-Silhouette. Das Panorama wird gerahmt von einer Schlange oder einem Drachen. Das Wesen aus der ägyptischen Ikonografie (Ouroboros) beißt sich selbst in den Schwanz.

Hier beißt sich mal nicht die Katze in den Schwanz! Vielmehr verschlingt ein mythologisches Drachen- oder Schlangenwesen seinen eigenen Fortsatz. Dieser allegorische Selbstverzehrer war schon Teil der alten ägyptischen Ikonografie. Und seine altgriechische Bezeichnung Ouroboros ist der Namenspatron des Debütalbums von Vltima. Es ist die Schlange der Ewigkeit. Und ein Album für die Ewigkeit könnte dieser paukenschlaghafte Auftakt werden. Denn dieses Debüt hat absolut das Zeug dazu. An diesem Album werden Black-Metal-Fans in diesem Jahr nicht vorbeikommen. Pure musikalische Gewalt!

Die Band ist erst 2021 gegründet worden. Das Debütalbum von Vltima, Ouroboros, erscheint also bereits ein Jahr nach der Bandgründung. Und die vier Musiker aus Deutschland verbergen ihre Identitäten hinter Pseudonymen. Nämlich Nebelschleier und Gramr an den Gitarren, Hexer am Bass und Furor an Schlagwerk und dem Gesang.

Vltima: Ouroboros – brachial, brutal und bahnbrechend

Geraschel, Wasser, Klavier und Kirchenglocken. Zweiundvierzig Sekunden Intro. Dann ballern brachiale Blastbeats ungebremst los. Und sie treiben immer schneller nach vorne. Darüber teufliche Screams eines zügellos wütenden Sängers über komplexe, atmosphärische Harmonien. Deren deutschsprachigen Texte behandeln vor allem mythologische Themen. Zum Beispiel den eingangs genannten Ouroboros. Oder Duch Gór, das ist der polnische Name für einen Berggeist.

Der alles und jeden verfluchende Gesang und die schroffen Gitarrenmassive werden immer wieder gebrochen durch vielschichtige, dominante Drums. Und die sind präzise wie das redensartliche Uhrwerk. Das gilt für das komplette Album. Denn die präzisen Rhythmuswechsel am Schlagzeug sind so häufig und so abwechslungsreich, dass es schwer fällt, die Tracks sogar bei mehrfachem Hören in Gänze zu erfassen. Und die gesamten Kompositionen aller Songs sind rücksichtslos und zerstörerisch. Ungestüme Gewalt, gegossen in sieben pechschwarze Songs über 40 Minuten. Brachial, brutal und bahnbrechend.

In eigener Sache

Und natürlich gibt es noch viele weitere News, Reviews und Live-Berichte aus der Szene der harten Töne bei uns. Doch um ja nichts zu verpassen, abonniert ihr am besten unseren kostenlosen Newsletter. Oder Ihr folgt uns bei Facebook. Die besten Bilder findet ihr dann bei Instagram. Und unser YouTube Channel hält schon jetzt einiges bereit. Also schaut mal rein!

Newsletter bestellen für wöchentliches Update!

Bildquellen

  • vltima-ouroboros-720px: TeufelsZeug Records

Matt

In der Unterstufe Metallica und lange Haare. Heute vor allem Black- und Death-Metal, aber nur noch Buzz-Cut. Innere Langhaarigkeit muss reichen... ;)

Das könnte dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

17 − 1 =