„Cooperate Identities“ Buried in Smoke im Interview

Buried inSmoke

Ende 2020 endete der gemeinschaftliche Weg von Gitarrist Robert und der Band Buried in Smoke. Anfang Januar konnten die Jungs aus Hanau schon Vollzug melden und mit Ivan einen adäquaten Ersatz präsentieren. Zudem soll 2021 auch noch das neue Album „Cooperate Identities „ erscheinen. Eine ausführliche Review zum neuen Album könnt Ihr in naher Zukunft hier bei Metal-Heads.de lesen. Ich hatte vor kurzem das große Vergnügen, mit Buried in Smoke ein Interview führen zu dürfen.

Buried in Smoke mit Boxershorts auf dem Kopf zum Interview

Interview Buried in Smoke

Da staunte ich nicht schlecht, als ich den Video Chat betrat und sich mir Buried in Smoke mit Boxershorts auf dem Kopf präsentierten und diese auch für das komplette Interview aufbehielten.

Da wusste ich schon, dass es ein sehr lockeres Interview werden würde – mit viel Spaß und dem ein oder anderen, virtuell gemeinsam geschlürftem Bierchen.

Hier nun das komplette Interview:

Hallo Buried in Smoke und danke, dass Ihr euch heute Zeit genommen habt. Stellt euch doch bitte mal kurz vor. Wer macht was bei Buried in Smoke?

Tony: Hi Kelle, danke dir für die Möglichkeit. Ich bin der Tony und singe und schreibe die Songs bei Buried in Smoke. Kümmere mich aber auch um alles mögliche, was die Band betrifft. Also Booking und den ganzen Kram. Musik ist mein Leben. Ich mache meine eigene Musik und die von Buried in Smoke und genieße die Zeit mit den Jungs.

Tim Buried in smoke
Tim Buried in Smoke

Tim: Ich bin der Tim und sitze hinten an den Drums. Und das ist eigentlich alles, was es zu sagen gibt (lacht). Mach halt den ganzen Schlagzeug-Kram.

Matze: Ich bediene die 5 Saiten der Band und bin seit 2017 dabei. Was mir bei Buried in Smoke so gut gefällt ist, dass wir in den letzten 2 Jahren zu einen verschworenen Haufen zusammen gewachsen sind und 40 Gigs deutschlandweit gespielt haben (Zwischenruf von Tony: „50, wir haben die 50 geknackt.“).

Toby: Ich bin der Toby und bin von Anfang an dabei. Bin aber leider zu schlecht, um irgendein Instrument zu spielen, bin absolut talentfrei (lach). Beziehungsweise habe ich keine Zeit, mir was anzueignen. Bin Maskottchen, Roadie also die Bitch für alles. Da, wo man mich braucht, bin ich da und unterstütze die Band, wo es geht.

Der „Neue“: Ivan an der Gitarre

Ivan: Ich bin der Neue, also Ivan und bin seit Anfang 2021 bei Buried in Smoke und beackere die Gitarre.

MH: Gitarrist Robert hat Buried in Smoke Ende 2020 verlassen. Mit Ivan habt ihr einen adäquaten Ersatz gefunden. Ivan, du bist der neue Gitarrist und seit Anfang Januar dabei. Was hast du vorher gemacht?

Ivan: Ich habe in den letzten 2 Jahren bei einer Trash-Metal Band aus München bei Live Gigs ausgeholfen.

MH: Wie habt Ihr zueinander gefunden? Wie bist du auf Buried in Smoke aufmerksam geworden?

Ivan: Ich war schon seit über einem halben Jahr auf der Suche nach was Neuem. Wie gesagt habe ich die letzten 2 Jahre immer nur ausgeholfen und wollte wieder Teil einer Band sein. Habe mir dann immer wieder mal die Anzeigen bei Backstagepro angeschaut und habe mir dann die Anzeige von Buried in Smoke angeschaut. Nachdem ich mir die Infos angeschaut habe, wollte ich unbedingt zu den Jungs und habe gehofft, dass sie mich auch nehmen. Dann habe ich mich halt beworben und wir haben uns kennengelernt. Was soll ich sagen, es war Liebe auf den ersten Blick.

Tony: Also von unsere Seite aus war das erst einmal nicht schön, dass wir keinen Gitarristen mehr hatten. Das Album war fertig und es ging stetig bergauf. Gespräche mit einem Label liefen und plötzlich standen wir ohne Gitarristen da. Nach dem es offiziell war, dass Robert uns verlässt, haben wir nicht den Kopf in den Sand gesteckt. Haben dann gesagt, wir suchen jemand neuen Coolen. Schreiben halt ´ne Anzeige für genau das, was wir suchen und was wir bieten können.

Ein absoluter Glücksgriff

Schon am Tag der Bekanntgabe, dass der Gitarrist raus ist, haben wir die Anzeige geschrieben. Am nächsten Tag kam dann die Bewerbung vom Ivan rein mit einem Foto von ihm, wo er schon aussieht wie ein geisteskranker Metalhead (alle lachen) und lesen uns die Bewerbung durch. Der Matze direkt „Uh wie geil, Hammer, ja man mega“ und dann ist erst einmal die ganze Gruppe am abfackeln. Dann kam halt eins zum anderen. Wir haben noch geguckt, ob es musikalisch passt und das war auch der Fall. Ein absoluter Glücksgriff.

MH: Ivan, was sind deine Ziele mit Buried in Smoke?

Ivan: Meine Ziele mit Buried in Smoke sind, auf jeden Fall gemeinsam groß zu werden, also bekannt zu werden hauptsächlich. Das allererste Ziel ist es natürlich, Spaß zu haben, jede Menge Musik zu veröffentlichen und viele Konzerte zu spielen. Dass uns einfach irgendwann jemand bemerkt und sagt: „Die Jungs sind gut und müssen belohnt werden.“

Ivan Buried in Smoke
Ivan

MH: Ivan, welcher Künstler hat dich in frühen Jahren Inspiriert, Musik zu machen?

Ivan: Auf jeden Fall Pantera. Die habe ich mit 13 das erste mal gehört und dann kam der Rest. Ach so, viel früher habe ich schon Led Zeppelin und Deep Purple gehört. Also immer step by step. Aber am Meisten hat mich Slayer beeinflusst, aber auch die Jungs von Exodus. Das sind die meisten Bands, die mich geprägt haben.

MH: Wir von Metal-heads.de wünschen dir viel Erfolg mit Buried in Smoke.

Ein verlorenes Jahr?

MH: Buried in Smoke, wie habt Ihr dieses verf**kte Corona-Jahr verbracht? Gab es Konzerte? Wie habt Ihr die Zeit genutzt? Oder war es für euch ein verlorenes Jahr?

Matze: Das Jahr hat erst mal echt gut für uns angefangen. Wir haben zwei Gigs gespielt bis Anfang/Mitte Februar. Dann ging´s leider nach und nach bergab, nachdem es bekanntlich mit Corona immer schlimmer wurde und alles gecancelt wurde. Selbst die kreativsten Köpfe der Welt haben alles probiert, um irgendwie Veranstaltungen durchzuführen. Von daher haben wir dann angefangen, das Jahr sehr produktiv zu nutzen und waren im Studio, um unser neues Album aufzunehmen. Nach der Album-Aufnahme hatte ich persönlich ein bisschen das Gefühl, dass es ein wenig ins Stocken geraten ist.

Wir waren uns alle nicht so einig mit dem Bearbeiten der Songs, mit dem Mixen angefangen bis hin zum Master. Und zu guter Letzt hat dann noch der Ausstieg unseres Gitarristen, was uns dann schon vor große Hürden gestellt hat. Das haben wir dann erst mal alles sacken lassen und mussten wieder zu uns finden. Von daher würde ich das Jahr 2020 folgendermaßen beschreiben: Auf der einen Seite scheiße, auf der anderen Seite sehr produktiv.

Motiviert und produktiv

Das, was jetzt nach dem Jahr rausgekommen ist, wie wir ins Neue Jahr gestartet sind, so motiviert und produktiv, da hab ich uns noch nie gesehen. Dass wirklich jeder mitmacht und anpackt. Es haben wirklich alle Bock, nach vorne zukommen.

Toby: Also ich würde es mal kurz so zusammenfassen: Irgendwo so gegen Mitte des Jahres ein Schritt zurück, aber jetzt halt in den letzten paar Monaten wieder zwei Schritte nach vorne. Ach so: eine dritten Gig hatten wir ja auch noch. Mitte des Jahres unseren Live-Stream Gig, der auch eine neue Erfahrung war.

Tony: Ich möchte auch noch kurz was dazu sagen. Ich finde, man kann über das Jahr 2020 – in dem viele Bands eingeschlafen sind und wir auch sicher unsere Differenzen hatten und bestimmt viele Sachen schief gegangen sind- alles im allem sagen: Wir haben uns als eine verdammt (also schon damals und jetzt noch viel mehr) produktive Band herausgestellt. Wir waren das ganze Jahr durchgebucht.

Es waren grandiose Auftritte geplant, wie das Mühlberg-Festival, Free&Easy in München und diese sind dann alle kurzer Hand abgesagt worden. Aber anstatt uns aufzuregen, haben wir halt gesagt: Scheiß drauf, dann nehmen wir halt ein Album auf und haben innerhalb von einem Jahr „Cooperate Identities“ zustande gebracht. Ich persönlich finde das echt ´ne starke Leistung. Da bin ich schon stolz auf uns. Neben den Differenzen, die wir hatten, finde ich trotzdem, dass wir stärker aus der Sache gekommen sind.

Das neue Album „Cooperate Identities“

MH: Wo du gerade das neue Album erwähnst. Das steht ja sozusagen in den Startlöchern. Wie würdet ihr das neue Album beschreiben?

Toby: Wir haben mehr ausprobiert als im ersten Album. Stilmäßig ist es schon ein gutes Stück anders. Es wirkt halt nicht schlechter, es sind halt schon echt coole Songs drauf. Es ist ein bisschen ruhiger als bei „Tales From The Bermuda“ (hier nochmal das Review zum Album). Deswegen freuen wir uns jetzt, dass wir den Ivan dabei haben, da es dann wieder ein bisschen mehr Richtung Brett gehen wird.

MH: Was ist anders als bei eurem Debütalbum „Tales From Bermuda„?

Matze: Das Albumcover kennst du ja schon. Mit den Songs, die wir fürs Album geschrieben haben, ist es halt so, Tony sitzt halt an der Quelle und hat sich manchmal äußere Einflüsse geholt. Hey, wie findet ihr das und gerade sein Chef meinte halt am Anfang so, man kann euch irgendwie noch nicht so richtig zuordnen. Also man kann nicht sagen, in welche Richtung es geht.

Cover Cooperate Identities

Man könne es nicht greifen und das wäre halt ein Punkt, der nicht gut wäre. Darauf hin habe ich dann irgendwann mal eingebracht, das es ja bei einer Firma auch so ist, das man sich ja Cooperate Identity vor Augen hält. Dass man die Firma wiedererkennt, halt diesen Wiedererkennungswert. Aber wir hatten halt Bock darauf, dass zu machen, wo wir gerade Lust zu hatten. Die Songs zu machen, die wir halt gerade in der Pipeline hatten und worauf wir Bock hatten.

Angenommen, wir hätten jetzt „Tales From Bermuda“ 12 Songs volles Rohr durchgebrettert. Warum darf man dann nicht eine andere Richtung einschlagen? So hab ich das halt immer gesehen. Und wir sollten uns nicht von irgendjemandem was sagen lassen. Deswegen würde ich sagen, dass das neue Album alles andere als Cooperate Identity ist. Es ist auch alles andere als das was „Tales From Bermuda“ zu bieten hatte und es ist ein Stück weit musikalisch weiter entwickelt. Was nicht bedeutet, dass es besser sein muss. Sondern es ist halt komplizierter, würde ich sagen.

Tim: In die Richtung würde ich auch gehen. Weil das erste Album, das war jetzt halt ein Debütalbum. Da hast du Songs geschrieben und findest die geil und packst die halt auf ´ne Platte druff (drauf). Aber jetzt sind wir nochmal einen Schritt weitergegangen. Wir haben Songs geschrieben und fanden die geil, haben uns dann nochmal intensiv Gedanken dazu gemacht, wo kann man noch so kleine Fillis, Sound-Effekte reinbauen kann. Da kam halt von der Überlegung her viel mehr rüber. Komplizierter halt in dem Sinne, weil es halt in den Details viel mehr durchdacht ist. Ich finde das halt sehr gut an dem neuem Album. Wir haben halt bei „Cooperate Identities“ sehr viel rum experimentiert und uns wirklich Gedanken gemacht, wie man die Songs nochmal hervorheben kann.

TONY: Da muss ich noch was hinzufügen. Komplizierter halt in dem Sinne, dass wir uns mehr Gedanken gemacht haben. Also man muss auch dazu sagen „Tales From Bermuda“ war eine Blitz-Produktion. Wir hatten drei Tage Recording-Zeit gekauft und zwei Tage Mixing und Mastering. Durch connections kannten wir ein Studio, wo wir innerhalb dieser drei Tage die 12 Songs so schnell runter gebrettert haben bis zum geht nicht mehr. Wir haben das Zeugs quasi eingebaggert.

Es war ein super Album. Super aufgenommen, aber im Unterschied zu „Cooperate Identities „ haben wir uns dieses Mal halt über einen längeren Zeitraum richtig Mühe gegeben. Die Idee, die hinter den Song steht, nochmal auszufeilen und nochmal zu untermalen mit Sound Effekten. Man muss aber sagen im Gegensatz zum alten Album finde ich das Neue teils eingängiger. Die Songs sind rockiger, ein bisschen wärmer und ein wenig mehr weg vom Metal und mehr hin zur Rockmusik. Manche Nummern haben vielleicht einen leichten Led Zeppelin Touch.

Wie wäre es mit einem dominikanischen Schnaps?

Die Tracks sind auch experimentell in sich. Wir haben halt diesen dominikanischen Schnaps-Song. Der hat am Ende ein langes, grandioses, virtuoses Solo drin und davor macht der Song halt viel Spaß und man kann zwischendurch noch Schnaps trinken. Man hat halt echt Spaß dran, es zu hören. Es ist, glaube ich, ein ausgefeiltes Rock-Album geworden. Sorry, ich laber schon wieder so viel (die anderen Jungs lachen) aber das wollte ich auch noch los werden. „Cooperate Identities „ ist auch an sich ein spannendes Wortspiel, was halt perfekt auf uns passt.

Ich meine, im Endeffekt geht es bei Musik einfach darum, das jeder authentisch und man selbst ist. Und man es schafft, sich selbst mit einzubringen. Jeder hat seine eigene Geschichte, jeder hat seine eigenen Sound und das versuchen wir miteinander zu verknüpfen. Aus dieser gemeinsamen Arbeit heraus entstehen halt die Lieder. Die Songs für sich sind halt auch so „Cooperate Identities „.

MH: Ich hatte ja schon das Vergnügen, mir das Album vorab anzuhören. In Kürze könnt Ihr hier bei Metal-Heads.de die Review zum neuem Album von Buried in Smoke lesen. Und ich muss sagen, da habt Ihr echt mal ein Brett rausgehauen. Wann soll „Cooperate Identities“ denn nun erscheinen?

Toby: Einen genauen Termin gibt es leider noch nicht. Es sind halt noch so ein bis zwei Dinge zu klären, mit dem Ausstieg des alten Gitarristen. So bald das durch ist, feuern wir das so schnell wie möglich raus. Wie gesagt: „Cooperate Identities“ steht ja schon in den Startlöchern.

MH: Jungs, sagt mal: Wo soll die Reise mit Buried in Smoke noch hingehen? Was sind eure Ziele für die Zukunft?

Tony: Bevor irgendjemand was sagt, 2024 stehen wir bei ROCK AM RING auf der Bühne..

MH(Kelle): Wenn ihr das schafft, dann ziehe ich den Hut vor euch und lass mir auf der Bühne von euch eine Glatze rasieren (alle lachen)

Ivan: Was, dann rasierst du dir ´ne Glatze, wenn das klappt.

Tony: (lacht) Das schreibe ich mir auf, sonst vergesse ich das noch.

Auf der Suche nach einem Label

MH: Was ist für 2021 noch so geplant, wenn es denn endlich wieder losgehen sollte?

Tony: Ja, hoffen wir mal, dass es endlich wieder los geht. Erstmal suchen wir noch ein Label für unser neues Album „Cooperate Identities„. Im Sommer spielen wir bei Rock den Acker, Mühlberg Festival und sind in München auf dem Free&Easy. Wenn’s geht, natürlich so viel Gigs wie möglich, aber das weiß man ja im Moment leider noch nicht.

Tim: Und einen Haufen Blödsinn machen.

Matze: Genau so würde ich es auch unterschreiben, wie Tony es sagt. Ich würde aber auch sagen, dass wir das Hauptaugenmerk im Moment darauf legen, Ivan richtig startklar zu machen für unser Set, was wir spielen. Das heißt natürlich: Musik machen, Musik machen, Musik machen. Zum Glück sind wir da schon in der digitalen Welt und konnten da schon einiges machen.

Natürlich geht nichts darüber hinaus, sich gemeinsam zu treffen und Mucke zu machen. Die Gigs, die 2020 abgesagt wurden, sind natürlich alle auf 2021 verschoben worden. Von daher schauen wir natürlich, dass wir die wichtigsten Gigs wahrnehmen. Natürlich versuchen wir auch, die Gigs auszubauen, Kontakte zu knüpfen und natürlich ein Label zu finden. Das wichtigste ist jetzt natürlich, „Cooperate Identities“ raus zu bringen und Ivan da richtig fit zu machen.

Buried in Smoke ganz spontan

MH: Hier habe ich noch ein paar Schlagwörter. Was fällt euch spontan dazu ein.

MH: Wacken.

Tim: Bier.

Ivan: Wacken zu spielen ist für mich persönlich ein Traum. Das ist das Walhalla für jeden Metal-Head. Wacken ist irgendwann das Ziel, am liebsten mit Buried in Smoke.

Tony: Ja, das kriegen wir hin

MH: Heavy Metal.

Tim: Bier trinken.

Matze: Tim kann bei jedem Bier trinken.

MH: Rock am Ring.

Tony: Bei Rock am Ring muss ich immer an eine ganz schreckliche Geschichte denken. 2000 irgendwas hat der Geist von Lemmy mich erfasst. Tatsächlich hat Lemmy es geschafft ,dass ich in diesem Jahr nur Motörhead gesehen habe und sonst gar keine andere Band. Haben uns dann irgendwann als Schotten ausgegeben und sind von Campingplatz zu Campingplatz gelaufen. „Hi we are from Scottland. How are you“. Die Leute haben uns so abgefeiert und zum Trinken eingeladen, das wir uns total abgeschossen haben. Es war totaler Quatsch, aber die Leute fanden es gut.

Buried in smoke

MH: Rock den Acker.

Tim: Ja geil. Unser Familienfest.

Matze: Ich weiß auch gar nicht, warum das so ist, aber ich fühle mich mit Rock den Acker sehr verbunden. Es lag wohl auch daran, dass wir vorher ein Festival bespielt haben, wo wir vom Veranstalter halt relativ mies behandelt wurden. Kurz darauf war halt dann Rock den Acker und wir sind so geil aufgenommen worden. Es war alles halt sehr familiär. Wir haben coole Leute kennengelernt und viele neue Fans gewonnen. Für mich ist es auf jeden Fall, als wenn man nach Hause kommt und Musik machen darf. Obwohl wir erst einmal dort gespielt haben, habe ich mich dort so pudelwohl auch auf der Bühne gefühlt. Ja, habe ich wieder Bock drauf.

Tim: Ja, sehr familiär.

Sowas wie in Hanau darf nie wieder passieren

MH: Vor einem Jahr hat ja bei euch in Hanau dieser brutale Anschlag mit rechtsradikalem Hintergrund stattgefunden. Und „dank“ Corona finden die rechte Brut wieder mehr Zulauf. Wie seht Ihr das als Buried in Smoke?

Buried in Smoke: Wir sind natürlich dagegen und verurteilen diesen rechten Hass natürlich. So was darf nie wieder vorkommen.

Matze: An dem Tag, wo das passiert ist…also man muss dabei sagen das unser Proberaum direkt gegenüber liegt von dem Ort wo der Anschlag stattgefunden hat…also an dem Abend haben wir früher aufgehört zu proben und sind nur ganz knapp dem Anschlag entkommen.

Tony: Es hätte uns ja genauso treffen können. Es ist einfach nur traurig, dass Menschen in schwierigen Zeiten nach irgendwelchen Strohalmen greifen und sich von rechten Leuten verleiten ,gemeinsame Sache zu machen. Mit unserem Song „Womanizer“, bei dem es ja folgende Zeile gibt „Rock ’n Roll meets be yourself and standing for the Truth“ ist genau das Credo von dem, was wir bei bei Buried in Smoke tun. Genau das, was Rock ’n Roll eigentlich bedeutet.

Authentisch sein, nicht wie Corona-Leugner handeln

Man soll schon authentisch sein, man selbst sein und man soll halt für die Wahrheit stehen. Gerade in dieser Zeit. Halt auch einfach kritisch zu sein und nicht im Sinne von irgendwelchen Corona-Leugnern handeln.

Das man einfach nicht durchdreht und das man nicht anfängt, fanatisch irgendwelchen Sachen hinterher zu rennen, sondern einfach einen kühlen Kopf bewahrt. Einfach kühlen Kopf bewahren, man selbst sein und schauen, was in der Welt so los ist. Ich denke, wenn man da so drauf ist und nicht immer direkt durchdreht, wenn jemand ein YouTube Video sieht, wo irgendjemand irgendwas behauptet, sondern sich immer bewusst ist in was für einer Zeit wir leben, dann müsste so eine Scheiße wie in Hanau auch nicht passieren.

MH: Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Da sind wir auch schon am Ende von unserem Interview. Vielen lieben Dank an Buried in Smoke, dass ihr euch Zeit genommen habt. Es war sehr lustig mit euch. Ich wünsche euch für die Zukunft alles Gute und hoffe, dass euer neues Album „Cooperate Identities“ ein voller Erfolg wird. In diesem Sinne bis bald.

Buried in Smoke: Wir danken dir, auch uns hat es sehr viel Spaß gemacht. Wir hoffen, dass wir uns alle bald wieder auf einem von unseren Konzerten wiedersehen.

Tim: Also was mir noch die ganze Zeit auf dem Herzen lag: Ich find’s lustig, dass der Matze mit der Unnerhos uffen (Unterhose auf dem) Kopf original aussieht wie Tutanchamun (alle lachen).

Interview Buried in Smoke

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Bildquellen

Kelle

Mit Claudia und ihrem Schäferhund habe ich den Grundstock meiner Plattensammlung gelegt. Von Punkrock über AC/DC bis Metallica mag ich alles, was laut ist.

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