Bad Religion live – DECADES

Bad Religion

Zum 40. Bandjubiläum haben sich die Punk-Ikonen von Bad Religion mit „Decades“ etwas Großartiges einfallen lassen. Eine vierteilige Livestream-Reihe nämlich. Natürlich haben wir von metal-heads.de für euch bereits „vorgeguckt“ und können euch das Ganze nur schmackhaft machen. Aber der Reihe nach.

Bad Religion in 4K aus dem Roxy

Wie bereits hier angekündigt, haben sich Greg Graffin und co. für ihre vierteilige Band-Live-Show-Serie „Decades“ im altehrwürdigen „The Roxy Theatre (Hollywood)“ in Los Angeles zusammengefunden. Und in 1A-Qualität saubere Auftritte hingelegt. Soweit wir das von metal-heads.de bis hierhin beurteilen können. Folge 1 über die „80´s“ kam sehr bunt rüber, als diese am 12.12.20 erstausgestrahlt wurde. Im satten 4K abgedreht, mit grellbunt beleuchteter Bühne spielten sich Bad Relgion durch das erste Jahrzehnt ab Bandgründung in 1980.

Das schlimmste Album ever

Sämtliche Hits von den Alben „How Could Hell Be Any Worse?“ , „Suffer“ und „No Control“ fehlten ebensowenig wie die selbstkritischen Äußerungen der in Würde gealterten Punk-Veteranen zu ihrem schlimmsten Album ever: „Into the Unkown.“ Auch hier hat Sänger und Mastermind Greg eine tolle Ankdote parat. Er hätte zu dieser Scheibe folgende Pressekritik gelesen, die nur aus einem Satz bestanden habe und sehr treffend gewesen sei: „Into the Unknown and out of the window.“ Zum Wegschmeissen. Die Live-Qualitäten von Bad Religion kommen übrigens voll zum Tragen, auch wenn eins fehlt: der Applaus vom Publikum, die pogende Menge und das Stage Diving. Dafür macht Greg Greffin hin und wieder ulkige Verrenkungen. Wie bei „Along The Way“ wo Greg den virtuellen Basketball auf der Bühne auftippen lässt. Der richtige Spaß fehlt in Folge 1 etwas, aber den haben sich die Idole meiner Jugend offensichtlich für Folge 2 aufgehoben!

Bad Religion Decades

Abwechslung mit den 90er´n von Decades

In der 2. Folge von „Decades“ , die seit dem 19. Dezember 2020 abrufbar ist, wird die Bühne zur Abwechslung ziemlich dunkel gehalten. Bereits im Vorspann bekommen wir – wie auch in der 80´s Folge – sämtliche politische Inhalte der USA aus dieser Decade präsentiert. Präsident Clinton statt Reagan, die Unruhen in Kalifornien nach der Polizeiattacke auf einen Farbigen…so sind Bad Religion halt. Sie zeigen mit dem Finger nicht nur auf, sondern porkeln auch mitten in die Wunden ihrer Nation. Nicht nur mit ihren genialen Songtexten. Auch in den Ansprachen zu den Songs.

Masken tragen!

Klar, dass bei dem Titel „Infected“ auch der Hinweis aufs Maskentragen in diesen unseeligen Zeiten im Dezember 2020 nicht fehlen darf. Auch die Reflektion über ihre Erweiterung der politischen Kenntnisse ist faszinierend. Bad Religion schwärmen von der 2000 Jahre alten Kultur Deutschlands, die sie auf ihren Europa-Tourneen in den 90er Jahren kennenlernen durften. Hierdurch sahen sie vieles, was in Amerika passierte und entschieden wurde, in einem gänzlich anderen Licht. Musikalisch ist die 2. Staffel aber auch. Gleichwohl sind die verbalen Live-Zoffereien wie vor dem erneuten Beginn des Alltime-Hits „Faith Alone“ für unseren Redakteur das Salz in der Suppe. Daneben gibt es wiederum zig Songs in den rund 70 Minuten von den Alben Against The GrainGenerator,Recipe For HateStranger Than Fiction,The Gray Race und No Substance. zu hören. Die Lied-Reihenfolge ist hier absolut stimmig. Mit der Hymne „21st Century Digial Boy“ in den letzten Minuten der 2. Serie zeigen die Jungs von Bad Religion, wieviel Spaß es den Jungs noch macht. Und der Perfektionismus von Sänger Greg zeigt sich auch. Mehrfach müssen Songs neu begonnen werden, weil ihm dies oder das nicht passt. Und wenn es nur die vergessene Intro zu „American Jesus“ ist. Live ist halt live! Da darf der Hintergrundgesang auch mal schräg und die Ton-Abnahme vom Schlagzeug auch mal semi-perfekt sein. Hauptsache, Gregs schwarzes Hemd ist am Ende ordentlich durchgeschwitzt und er spricht ein paar Brocken Deutsch, bevor mit „Punkrock Song“ ein würdiges Ende für die 2. der vier Folgen gefunden wird.

Der Einstieg bei Bad Religion ist noch möglich

ihr könnt übrigens jederzeit noch in die beiden kommenden, aber auch in die beiden abgelaufenen Shows der „Decades“ von Bad Religion reinschauen. Der Link hierzu dient euch als Einstieg. Die Shows werden noch bis 21h am 05. Januar 2021 abrufbar sein. Dort auf der NOCAP-Seite erhaltet ihr auch die erforderlichen DECADES“-Tickets . Eine Folge kostet 15 US-Dollar, sämtliche vier Episoden 40 US-Dollar. Wir von metal-heads.de freuen uns schon mächtig auf die beiden weiteren Sendungen, die jeweils um 23h am zweiten Weihnachtsfeiertag (26.12.20) über die 00er Jahre sowie am 02. Januar 2021 über die 10er Jahre des neuen Jahrtausends freigeschaltet werden.

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Bildquellen

  • Bad Religion Decades: Starkult Promotion
  • BadReligion: STARKULT/Photo by Alice Baxley
Ralfi Ralf

Ralfi Ralf

Als ich mir mit 14 zum ersten Mal das Nasenbein beim Moshen mit dem Tennisschläger im heimischen Kinderzimmer brach, war es um mich geschehen! METAL...

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