Deep Purple – Oberhausen 13.11.2015

 

OBERHAUSEN

König Pilsener Arena

13.11.2015

 

Da ich nicht allzu weit entfernt von Oberhausen wohne, konnte ich in aller Ruhe zur KÖNIG-PILSENER-ARENA in Oberhausen fahren, wo der erste Auftritt von 12 Konzerten in Deutschland stattfindet. DEEP PURPLE hatte ich schon oft gesehen, das erste Mal noch im Jahre 1975 in Dortmund!

In der aktuellen Besetzung ist ja nur noch ein Originalmitglied vorhanden, nämlich  IAN PAICE, Schlagwerker seit der Gründung 1968!!! Und dieser Drummer beherrscht seine Kessel noch genauso gut wie zur damaligen Zeit. Doch erstmal zurück zum aktuellen Geschehen.

RIVAL SONS LEGEN LOS

Pünktlich um 20 Uhr gingen die Lichter aus und RIVAL SONS nahmen ihre Plätze auf der Bühne ein. Druckvoll und energiegeladen spielten sie sich durch ihr Set von 7 Tracks vor gut 7000 Zuhörern.

Vor allem Saitenhexer SCOTT HOLIDAY und Sänger JAY BUCHANON waren die Rampensäue. Nicht verstecken brauchte sich auch Fellkesselhauer MIKE MILEY, der durch sein druckvolles Spiel die Band antrieb. Basser DAVE BESTE, welcher wie ein jüngerer Bruder von DUSTY HILL (ZZ TOP) aussah, war eher der Ruhepol und Keyboarder TODD E. ÖGREN-BROOKS befand sich meiner Meinung nach zu sehr nach links postiert. Letzterer ist ja auch nur aktuelles Tourmitglied.

ANLEIHEN BEI LED ZEPPELIN

Die Band wird gern in eine Schublade mit LED ZEPPELIN gesteckt, diese Meinung kann ich jedoch nicht teilen. Sie spielen Classic Rock, mit sicherlich vielen Anleihen von ZEPPELIN, jedoch sind auch Ähnlichkeiten zu JADED SUN auffällig. Da ich die Gelegenheit nutzte, mich während des Sets umzuschauen, bekam ich diverse Gespräche draußen auf den Gängen mit. Die dort fast einhellige Meinung war, dass ihnen die Band nicht gefällt und sie deshalb rausgegangen wären. Inwieweit das jetzt allgemein zu bewerten ist, lass´ ich außen vor. Mir persönlich lag die Band auch nicht so sehr, da ich mich mit ihrem Stil nicht so anfreunden konnte.

ES GEHEN DIE LICHTER AUS…

Die Umbaupause ging flott und pünktlich um 21 Uhr gingen die Saallichter aus und das Intro MARS-THE BRINGER OF WAR von GUSTAV HOLST erklang aus den Lautsprechern. Frenetisch bejubelt stieg dann DEEP PURPLE mit dem Opener HIGHWAY STAR ein. Auf der aktuellen Tour änderte sich die Setlist an einigen Stellen mit Überraschungen und noch vor ein paar Wochen wurden zwei brandaktuelle neue Tracks gespielt, GOT MY HIP BOOTS ON und eine erweiterte CONTACT LOST-Version. Solche Überraschungen in Form von neuen Liedern gab es heute nicht, dafür aber andere.

Was als erstes auffiel, das IAN GILLAN sich in einer sehr guten Fassung befindet, was in den letzten Jahren nicht immer der Fall war. Überhaupt gab er zu vielen Liedern Anekdoten oder machte Faxen.

Nahtlos ging es zu BLOODSUCKER, HARD LOVIN‘ MAN und STRANGE KIND OF WOMAN über. IAN GILLAN gab bei letzterem alles und zu meiner Überraschung gelangen ihm heute diverse Screams im Duell mit STEVE MORSE.

PURPLE HEIZEN EIN

VINCENT PRICE wurde dann mit einer Videopräsentation seitens eines Totenkopfes auf der großen Leinwand hinter dem Set begleitet. Die Light- und Leinwandshow war super abgestimmt und immer passend. Zwei große Leinwände gaben auch den Zuhörern in den hintersten Reihen die Möglichkeit ihre Helden zu sehen.

STEVE MORSE durfte danach sein Solo spielen, wobei bei ihm heute nicht alles glatt lief. Einsatzfehler und kleinere Verspieler sind bei ihm eher sehr selten. Aber das schmälerte seinen Auftritt ganz und gar nicht.

UNCOMMON MAN und THE WELL-DRESSED GUITAR heizten der Masse ein und IAN GILLAN bedankte sich immer fleißig beim Publikum für die absolut gute Unterstützung.

ROGER GLOVER bediente seinen Viersaiter wie immer präzise und druckvoll. Immer wieder kamen er und STEVE MORSE auf der Bühne zusammen, um dort IAN GILLAN gesanglich zu unterstützen!

SOLO IM DUNKELN

Dann erfolgte IAN PAICE‘ großer Auftritt in THE MULE, bekannt schon aus MADE IN JAPAN-Zeiten des Jahres 1972. Hier kam dann die nächste Überraschung, denn IAN PAICE nahm zwei beleuchtete Drumsticks und die Lightshow setzte aus, um nur seine Sticks im Dunkeln leuchten zu lassen. Er spielte sein Solo wie in alten Tagen und der Sound der Bassdrum setzte der Magengegend einiges zu. Riesenapplaus war die Belohnung!

DON AIREY, den ich noch gar nicht erwähnt hatte, leitete dann mittels eines Keyboard Solo LAZY ein. DEMON’S EYE, ein für mich grandioser Titel aus alten Tagen, leitete über in HELL TO PAY, ein Mitgröhltrack, wo das ganze Publikum auch aufgefordert wurde, doch den Refrain mitzusingen!

DIE HYMNE ERTÖNT

Erneut dann DON AIREY mit einem für mich ganz neu aufgebauten Keyboard Solo, wo er die Deutschland-Hymne geschickt in klassische Elemente einbettete. Überleitung dann zum fulminanten und natürlich allseits bekannten PERFECT STRANGERS.

SPACE TRUCKIN‘ und SMOKE ON THE WATER beendeten das reguläre Set. Zugabe wurde danach gefordert und die Band kehrte mit GREEN ONIONS zurück auf die Bühne. HUSH und ROGER GLOVER’S BASS SOLO, welches dann sofort in BLACK NIGHT überleitete, beendeten dann das großartige Konzert einer Band, welche immer noch druckvoll und energiegeladen die Bühne rocken. Daumen hoch, macht weiter so Jungs! Im nächsten Jahr erscheint ihre neue Langrille, ich bin sehr gespannt.

 

Bildquelle: alle Fotos (c) metal-heads.de / Wolf

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Wolf

Wolf

Musikalisch aufgewachsen mit den Beatles und den Stones in der großen Ära der Rockmusik der 60/70er Jahre! Meine ersten gekauften Scheiben waren von Deep Purple, Grand Funk Railroad, Frank Zappa, Black Sabbath usw. Bevorzugte musikalische Ecke ist der sogenannte Classic- und Progressiv Rock, jedoch höre ich auch in fast allen anderen Bereichen stets rein. Aktiv bei metal-heads bis Dezember 2018, jetzt Fördermitglied.

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