FEUERENGEL in Bochum – Hitzefrei im Winter

Feuerengel

Am Samstag war es mal wieder soweit! Feuerengel blieben ihrer selbst auferlegten Tradition treu und nahmen den alljährlich anstehenden Besuch in der Bochumer MATRIX zu gern wahr. Bis auf wenige chronologische Ausnahmen haben die Niedersachsen den kultigen Gewölbekeller bereits seit 2001 konstant in Schutt und Asche gelegt, obwohl hier ja nur 30 % der gewohnten Pyrotechnik eingesetzt werden kann.

700 statt 70

Wer im Voraus die bei Facebook eingetragene Veranstaltung im Auge hatte, sollte sich bei bloß 70 festen Zusagen noch sein blaues Wunder abholen…

Es war definitiv ein November-Abend der kälteren Sorte und somit traf die Mehrheit der Besucher nicht allzu früh an der ehemaligen Müser-Brauerei ein, da man sich bei Konzerten dort gerne mal weit über die geplante Einlass-Zeit die Beine in den Bauch steht. Also nochmal rasch in den Supermarkt nebenan geflitzt, den Einkauf für Sonntags im Wagen deponiert um dann in Richtung Eingang zu schlendern. Wo vor 20 Minuten noch eine verdammt lange Menschenschlange kreuchte, war nun bereits gähnende Leere angesagt.

Mit einer leicht nervösen Vorahnung ging es die Treppen in Richtung Konzerthöhle um dort die fassungslos machende Wahrheit zu entdecken: Verdammt und Kruzifix! Scheiße, ist das voll!
Vertraue niemals angeblich festen Zusagen, die bei online eingetragenen Veranstaltungen getätigt werden können. Hier wollten keine 70, sondern gefühlte 7000 Menschen zu brachialem Rammstein-Sound miteinander kuscheln. Wobei es im Endeffekt wahrscheinlich dann doch „nur“ 700 Gäste waren, für eine Cover-Band der Wahnsinn! Die Hütte war jedenfalls voll. Und zwar SO voll, dass ein Durchkommen schlichtweg unmöglich war. Man konnte sich glücklich schätzen, wenn ein Platz knapp hinter dem Mischpult zu ergattern war.

Der Blick in die Runde genügte um feststellen zu können, dass jede Menge Fans älteren Semsters zugegen waren. Was wiederum die geringe Zahl bei…ach, Ihr wisst schon!

Bombenstimmung und Atemnot

EGAL! Wideren Umständen zum Trotz herrschte bombastische Stimmung. 90 Prozent des Misch-Publikums trug Rammstein-Shirts, weil hier und heute schließlich DIE einzig wahre und beste Rammstein-Tribut-Band weltweit auftreten sollte: FEUERENGEL!

Um 21 Uhr schließlich verdunkelte sich der Saal und frenetisch fanatischer Jubel brandete auf.
Mit dem „Rammlied“ begann eine wahnsinnig authentische Show, die abgesehen von kleinerer Location und schwächer eingesetzter Pyrotechnik/Flammenshow, der eines Rammstein-Events kaum in etwas nachstand. Die Damen tanzten, die Herren gröhlten mit! Durch die sehr gut gemischte Setlist war im Endeffekt für jeden etwas dabei. Ob alte Hits wie „Bett in Flammen“, „Mutter“, „Sonne“ oder „Engel“ und frische Ohrwürmer à la „Amerika“ oder „Haifisch“; die Matrix-Besucher waren glückselig!
Nach Einsatz von Tinnitus-fördernden Böllern und Feuersäulen flüchteten jedoch einige aus der Mitte nach hinten oder komplett hinaus, da einem das Atmen mitunter sehr schwer gefallen ist. Dazu noch die Hitze und schon konnte man schnell zur vertretbaren Meinung kommen, dass die Matrix nicht die optimalste Location für einen Auftritt der Feuerengel ist.

Alles in allem störte das die Mehrheit nicht wirklich und nach knapp 1 1/2 Stunden Spielzeit, jeder Menge verkauftem Bier, was gleichzeitig wieder ausgeschwitzt wurde, konnte man die Jünger des Neuen Deutschen Härte – Sounds beruhigt nach Hause fahren lassen.

Somit heißt es höchstwahrscheinlich: Bis zum nächsten Mal im neuen Jahr!

Setlist Feuerengel – 28.11.2015, Matrix Bochum:

Rammlied
Bett in Flammen
Waidmanns Heil
Ich Tu Dir Weh
Liebe ist für alle da
Du Riechst So Gut
Amerika
Keine Lust
Rammstein
Links
Asche Zu Asche
Mutter
Du Hast
Feuer Frei
Ich Will

Mein Herz Brennt (Piano-Version)

Sonne
Bück Dich
Pussy

Haifisch
Rein Raus (eigentlich nicht im Set)
Engel

 

FEUERENGEL sind:
Boris – Stimme
Farp – Gitarre
Daniel – Gitarre
+hors+en – Keyboards
Holger – Bass
X-oph – Drums

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Bildquellen

  • Feuerengel: Feuerengel PR
Rob

Rob

Mein metallisches Herz schlägt für Melodien. Ob Death & Black Metal oder Post Rock; ich bin dort Zuhause, wo Atmosphäre, Härte und Energie aufeinandertreffen. In diesem Sinne: Metal weckt Gefühle!

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