Darkroom-Party bei Monster Magnet im Gloria

Monster Magnet

Monster Magnet im Gloriaausverkauft…da muss man einfach hin!

Der Abend fing gut an: wir waren recht pünktlich am Kölner Gloria und der Presse-Checkin ging dank der guten Vorbereitung des Veranstalters ruckzuck über die Bühne. Natürlich ist der erste Weg, wie immer, zum Merchandising-Stand und dank der erfreulichen Preise und großen Auswahl, verschwand ein cooles Monster Magnet Shirt für 20€ in meinem Rucksack.

Da es unser erster Besuch im Gloria war, haben wir uns dann direkt in den Theater-Saal begeben und hier die nächste positive Überraschung – ein Fotograben. Auf den Bildern, die ich im Vorfeld vom Gloria gesehen hatte, war so gut wie nie ein Fotograben zu sehen und das machte mir bei 900 Leuten, dann doch etwas Sorgen, ordentliche Fotos mit zu bringen. Aber das sollte mein geringstes Problem gewesen sein… Die mir bekannten Security Jungs von CCS bestätigten mir, dass ich sogar nach den „3 ohne Blitz“ noch weiter aus dem Publikum schießen darf – goil.

Bierdusche und Dark Engineer

Der Abend nahm aber noch ein paar seltsame Verläufe an. Zuerst gab es eine kleine Rangelei zweier Mittvierziger an der Theke, wer wohl schneller sein Bier bekäme und schwups hatte meine Begleitung 2 frisch gezapfte 0,5l Veltins über dem Kopf – Komplettdusche! Die Jungs von CCS klärten das aber sehr schnell und dann war auch direkt wieder Ruhe und die Begleitung konnte sich in Ruhe trockenlegen – so gut es eben ging.

Scorpion Child und der Todesstern

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Dann endlich die Vorband Scorpion Child! Die Jungs aus Austin Texas kreieren einen psychedelischen 70s Sound der mir wahnsinnig gut gefällt und daher hab ich mich auch sehr gefreut, die Jungs fotografieren zu dürfen. Aber der Light Engineer hatte die Ausbildung wohl bei Darth Vader gemacht und ist auf die Seite der Dark Engineers gewechselt. Scorpion Child
1. Song gar kein Licht. 2. Song eine (!) Lampe mit rot und eine (!!) in blau und beim 3. Song hatte er dann 4 Lampen an – wahrscheinlich hatte der noch mehr Lampen an, denn nüchtern kann er nicht gewesen sein – oder er hat eine pathologische Aversion gegen Fotografen. Ergo sind die Bilder zu dieser Band in der Entwicklung eher in die künstlerische Richtung gegangen, denn in die normale Editing-Richtung.

Zurück zu Scorpion Child… Die ließen sich nichts anmerken und rockten amtlich los und erspielten sich einen herzlichen Applaus des Publikums. Jedoch war hier der Sound einfach grottig: der Sound Engineer war wohl in der Berufsschule auf dem Todesstern in der Nachbarklasse des Light- resp. Dark Engineers und schaffte es aus den linken Boxen nur die Stimme von Sänger Aryn Jonathan Black zu drücken und dafür aus der rechten Reihe den Rest…also nur ohne Bass…und mit viel Mitten…
Ich habe mich für die Texaner so geärgert, dass die vor ausverkaufter Bude mit einer Klofunzel-Beleuchtung und einem Sound spielen müssen, der auf dem Kassettenrekorder von Play-Doh noch besser klingt. Hier WOLLTE man einfach, dass es schlimm aussieht und klingt. Trotzdem spielten der US-Fünfer ein ordentliches Set runter und ab dem 5. Song, war der Sound fast zu ertragen.

Fazit

Man muss Scorpion Child einfach auf dem Schirm haben, wenn man auf psychedelischen Rock aus den 70ern steht. Scorpion ChildSänger Black hat eine sehr eigene aber tolle Stimme, die einfach in diese Zeit und zu dieser Musik passt; zudem geht er auf der Bühne einfach herrlich ab. Zu Licht und Ton kann ich nur den Basser Alec zitieren, mit dem ich in der Umbau-Pause sprach: „Yeah we realized it and this is shit, this was not planned, but we have to deal with it!“ – gute Einstellung!

Setlist

Reaper’s Dance
My Woman in Black
Kings Highway
Acid Roulette
The Secret Spot
She Sings I Kill
Polygon of Eyes
Blind Man’s Shine
I Might Be Your Man

Line-Up

Aryn Jonathan Black | Vocals
Christopher Jay Cowart | Lead Guitar
Jon „Charn“ Rice | Drums
Alec Caballero Padron | Bass
AJ Vincent | Keyboards

Monster Magnet – It’s good to be back

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Tja was soll man zu Monster Magnet sagen? Geile Band, geiler Sound, Bewegungsradius von einem Bierdeckel, aber das brauchen sie auch nicht. Sie sind da um zu spielen und das Publikum liebt sie. Man möchte halt nur nicht fotografiert werden, denn kaum tönt der erste Sound aus den Boxen, gehen auf der Bühne an den Monitorboxen rote Lampen an, die sehr sehr hell in die Gesichter der Künstler strahlen. Dafür gibt es auch mehr Licht von oben, so dass man hier schon fast fotografieren kann. Monster MagnetDer Sound war der Hammer und die Stimme von Dave Wyndorf war lange nicht so gut, wie an diesem Abend. Das war echt großes Tennis und mit einem „It’s good to be back“ erntete er natürlich donnernden Applaus. Die Setlist enthielt natürlich alle notwendigen Kracher, um das Gloria zum Kochen zu bringen. Und hier zeigte sich die Schwachstelle der Location. Mit 900 Leuten ist der Laden einfach mal 100 Leute zu voll. Man war gezwungen wirklich mit jedem Zuschauer um einen rum auf Tuchfühlung zu gehen. Bei der kleinsten Bewegung trat man den Personen um sich direkt auf die Füße (ich rede hier von wenigen Zentimetern). Irgendwie entsprechend war auch die Stimmung. Weiter vorne wurde ausgelassen gefeiert und hinten kämpfte jeder um jeden Zentimeter Platz. So wurde uns beim Weg zum Ausgang des Theater-Saals gerne auch mal der Weg versperrt und provoziert, waum man jetzt denn durch möchte. Wir haben uns dann von der kleinen hinteren Saal-Tür den Rest des Konzerts angesehen und können sagen, dass das ein voller Erfolg war.

FazitMonster Magnet

Monster Magnet wissen, welche Tracks sie spielen müssen, damit das Publikum abgeht. Und das haben die Männers aus New Jersey richtig gut drauf. Mit genialem Sound war das ein ziemlicher Party-Abend, was man den meisten Gästen auch wirklich angemerkt hat. Wären die „Kleinigkeiten“ mit dem Licht gesamt und Sound bei Scorpion Child nicht gewesen und dem überfülltem Laden, wäre ich heute aus den lobenden Worten nicht raus gekommen.

Setlist

Crop Circle
Powertrip
Melt
Superjudge
Twin Earth
Look to Your Orb for the Warning
Dinosaur Vacuum
Cage Around the Sun
Tractor
Dopes to Infinity
Space Lord

Zugabe:
I Want More
Face Down
Negasonic Teenage Warhead

Line-Up

Dave Wnydorf | Gesang, Gitarre
Garret Sweeney | Gitarre
Phil Caivano | Gitarre
Chris Kosnik | Bass
Bob Pantella | Schlagzeug

Fotos

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Bildquellen

  • Monster Magnet: © 2016 Toby - metal-heads.de
Toby the Ogre

Toby the Ogre

Früher aktiver Death-Schreihals und Sänger, heute passiver Schreihals. Lieblingsgeräusche: Konzert-Tinnitus und Motorräder. Lieblingsbands: Gojira, Meshuggah, Nile, Rivers of Nihil, Parkway Drive. Wenn der Tinnitus nachlässt höre ich auch gerne in andere Genre rein.

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