Lory & the Toyboys – Live in Hamburg

Lorena Daum

Eine kleine Vorgeschichte zu Lory & the Toyboys

Boilerman BarEs war die Saison 2017/2018 und der MSV Duisburg spielte endlich wieder zweitklassig. Grund genug für ein paar Jungs und mich, mal wieder eine Auswärtsfahrt zu planen. Wenn man schon mal in der 2. Liga spielt und St. Pauli gerade ebenfalls, da bietet sich Hamburg als Reiseziel natürlich an. Gesagt, getan…fanden wir uns irgendwann im Dezember 2017 in Hamburg wieder. Samstags früh morgens mit dem Zug hin, um 10 das erste Bierchen, wie man das halt so macht. Lange Rede, kurzer Sinn…nach einigen Zwischenstopps in diversen verranzten Hamburger Kneipen, versackten wir in der Boilerman Bar auf ein paar Highballs. Gegen 23 Uhr machten wir uns, nach einem insgesamt ziemlich langen Tag, auf den Rückweg zum Hotel. Auf der Reeperbahn liefen wir am Lehmitz vorbei und mein Bruder meinte nur „Da war ich schon mal drin, der Laden ist ganz cool…die stehen hier auf der Theke und machen Musik, lasst mal da rein“. Heute Lory & the Toyboys stand auf einem Aufsteller…ja wieso denn nicht.

Das Lehmitz

Und so kam es, das wir im Lehmitz auf der Reeperbahn gelandet sind. Eigentlich schon völlig bedient, aber ein Bierchen geht ja irgendwie immer. Der Laden schon ganz gut gefüllt, Astra aus der Flasche 2,50 Euro und auf dem Tresen steht die Lory zum Soundcheck. Das Mikro vom Gitarristen unter die Decke genagelt, der Drummer sitzt hinten rechts in der Ecke, wo es zum Klo runter geht…Aha, so geht das hier also. Und so nahm der Abend seinen Lauf, die Band spielte einen Klassiker nach dem anderen und Lory wusste mit Ausstrahlung und toller Stimme zu beeindrucken. Das Lehmitz irgendwann rappelvoll und brütend heiß, die Sängerin auf dem Tresen noch heißer und wir tanzten zu Songs von Melissa Etheridge, Guano Apes, AC/DC u.s.w. Ich kann heute nicht mehr sagen, wann wir aus dem Schuppen raus sind, aber 3 Uhr Nachts war es bestimmt. Einen alten Schulkollegen, den ich seit über 20 Jahren nicht gesehen hatte, hab ich da auch noch getroffen. Manchmal ist die Welt klein.

Weil es so schön war…

…und der MSV in der Saison 2018/2019 immer noch in der 2. Liga spielen durfte, haben wir uns anderthalb Jahre später für eine weitere Auswärtsfahrt nach Hamburg entschieden. Praktischerweise war auch der HSV zweitklassig und da wir bei St. Pauli ja schon waren, sollte es diesmal ins Volksparkstadion gehen. Mit Fußball will ich euch nicht langweilen, daher zurück zur Musik. Wir hatten vorher schon gesehen, das Lory & the Toyboys auch an diesem Wochenende wieder spielen sollten. Auch wenn wir vor der Fahrt wenig geplant hatten, der Auftritt war definitiv Pflicht in unserem Programm. Leider nicht im Lehmitz, aber in der Alten Liebe auf der Reeperbahn. Vor dem Gig bin ich erst mal mit Drummer Frank und Sängerin Lory ins Gespräch gekommen, beides sehr nette Menschen (muss bei Frank am Vornamen liegen 🙂 ).  Leider wurde die Setlist etwas der Location angepasst und da die Alte Liebe ein wenig gediegener als das Lehmitz ist, hat man z.B. auf die Guano Apes verzichtet.

Die geänderte Setlist…

…tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch. Die Band legte los und es dauerte maximal 1 Lied, bis das Publikum warm war. Die Bühne war klein, die Musiker standen gedrängt und so nutze Lory regelmäßig ihr schnurloses Mikro und flitze singend durch die Menge. Dabei gab es die volle Bandbreite, von Adele über Guns n‘ Roses, Pink, Police, die Foo Fighters und viele weitere. Das Publikum war am tanzen, am singen und auch fröhlich am spenden, als der Hut durch die Menge ging. Das Konzert ging, inkl. zweier Pausen, bestimmt über 3 Stunden. Nachdem Metal-Heads Redakteur Scumbag vermutlich alle Whiskey Sour ausgetrunken hatte, die der Laden bieten konnte, mussten wir (vermutlich) kurz vor Konzertende geordnet den Rückzug einleiten.

Ein kleines Fazit

Wenn der Death Metal Redakteur freiwillig von Rock und Pop Krams berichtet…ja dann isset weit gekommen. Aber Lory beeindruckt einfach mit ihrer tollen Stimme und der mega Ausstrahlung…egal ob  auf der Bühne, auf nem Tresen oder in der jubelnden Menge. Eine geborene Rampensau und ein Vollprofi, würde ich sagen. Und auch der Rest der Band ist immer offen für einen kleinen Plausch, einfach gute Jungs. Ich kann es jedem Hamburg Besucher nur empfehlen, wenn Lory & the Toyboys auftreten…be there!

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Bildquellen

  • Lory & the Toyboys: Moldi - Metal-Heads.de
  • Lory & the Toyboys: Moldi - Metal-Heads.de
Moldi

Moldi

Angefangen hat der Metal Virus im zarten Alter von 15 mit einer Iron Maiden LP aus dem Gebrauchtplattenladen. Mein Geschmack ist inzwischen sehr breitbandig, gehört wird, was gefällt.

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