Ministry – Köln, Essigfabrik, 06.08.2016

Ministry - Köln, Essigfabrik 06.08.2016

Ministry – Live in Köln, Essigfabrik, 06.08.2016

Ministry spielten am 6. August in Köln in der Essigfabrik. Wir von metal-heads.de konnten uns dieses Spektakel natürlich nicht entgehen lassen. Wer weiß, wann der gute Al wieder nach Deutschland kommt?

Das ewige hin und her

Ich habe irgendwann aufgehört nachzuzählen, wie oft Ministry begraben und dann doch wieder reanimiert wurde. Jedoch wundert es mich, warum der gute Al im Frühjahr ein neues Album veröffentlicht, was deutlich an Ministry erinnert, aber als ein Nebenprojekt mit dem Namen „Surgical Meth Machine“ bezeichnet wird. Statt das neue Projekt zu promoten, spielt er nun also mit seiner alten Kapelle wieder und kommt auf Europatour. Wo da der Sinn ist, wollen wir nicht tiefer analysieren. Umso erfreulicher ist es, eine Kultband, die Bands wie Fear Factory, Static-X und DOPE beeinflusst hat, Live zu erleben.

Let the games begin

Gegen 17 Uhr am Venue angekommen, war es noch recht leer. Daher schaute ich mir das Gelände in Ruhe an, und fuhr anschließend mit der KVB in die Stadt zum Dom, um etwas Zeit zu vertreiben. Pünktlich zum Einlass erschien ich wieder an der Essigfabrik und suchte mir direkt einen guten Platz.

GEIST starteten den Abend

Geist - Köln, Essigfabrik 06.08.2016

Kurzfristig wurde eine Supportband für den Abend bekannt gegeben. Es handelte sich um die Gruppe Geist aus Köln. Gesanglich erinnerte die Stimme von Fares Rahmun sehr an Serj Tankian. Ergänzt wurde die Kapelle von den Musikern Andre Meinardus, Sebastian Lautenbach und Aram Khlief. Irgendwo zwischen Alternative und Metal versuchte die Band neue Fans für sich zu generieren. Das Problem war jedoch, 50% der Zuschauer waren draußen auf dem Vorplatz um das gute Wetter zu genießen. Trotzdem rockten die Jungs alles was ging, auch wenn der Sound der Band nicht ganz zu einem Ministry Konzert passte.


Hail To His Majesty, Ministry

Ministry - Köln, Essigfabrik 06.08.2016

Das schöne bei Ministry ist, die Band besteht „nur“ aus Al Jourgensen, aber die Liveband ist eine All Star Band. Warum? An der Gitarre Sinhue Quirin (ex-American Head Charge) und Cesar Foto (ex-Pissing Razors). An den Samples, John Bechdel, der für Prong oder auch Fear Factroy spielte. Am Bass Jason Christopher von Prong und am Schlagzeug der wohl bekannteste Neuzugang, Roy Mayorga von Stone Sour und ex-Soulfly!

Los ging die Show direkt mit 3 Liedern von „From Beer to Eternity“. Es folgten „Hail to His Majesty“, „Punch in the Face“ und „PermaWar“. Anschließend ging es mit „Rio Grande Blood“ und „Señor Peligro“ aus der „Rio Grande Blood“ Ära weiter. Wer den Frontmann und die Bandgeschichte kennt, weiß, Herr Jourgensen war kein großer Freund von George W. Bush.

Viele Klassiker in einem Set vereint

Ministry - Köln, Essigfabrik 06.08.2016

Bereits nach Lied Nummer 5 holte die Band die Bandklassiker raus. Es folgten „LiesLiesLies“, „NWO“, „Waiting“ und „Just One Fix“. Die 2 Neuzugänge Jason Christopher am Bass und Roy Mayorga am Schlagzeug harmonierten perfekt miteinander. Man sah den Beiden den Spaß regelrecht an.

Selbst Tracks die über 25 Jahre alt waren, holte der gute Al raus. „The Missing“, „Deity“ und der Übertrack, der so oft von Bands kopiert und doch nie wirklich erreicht wurde: „Thieves“. Die Essigfabrik setzte sich komplett in Bewegung und es herrschte Ausnahmezustand in den ersten Reihen. Als im Anschluss „Stigmata“ folgte, wurde dies nicht gerade besser und so nahm das Pogen sogar noch zu. Die Luft in der Essigfabrik wurde sehr sehr dünn und schwül. Hier waren gute Elektrolyte gefragt. Als sich der Song dem Ende neigte, verschwand die Band nach und nach von der Bühne. Die Meute jaulte, jubelte und schrie Zugabe! Zugabe! Zugabe!

Evergreens und Hits während der Zugabe

Die Stimmung war auf den Höhepunkt. Klar, wie auch nicht? Wenn sich die Band nach vielen Jahren wieder blicken lässt. Die Industrial Pioniere belohnten die Fans für das lange Warten mit satten 4 Zugaben und einer Spielzeit von 1 Stunde und 35 Minuten. „Psalm 69“, „So What“, „Khyber Pass“ und „Gates of Steel“, welches ein Cover von DEVO ist und man auf dem Debüt von „Surgical Meth Machine“ findet. Schade, dass keine eigenen Songs von „Surgical Meth Machine“ den Weg in das Set gefunden haben. Vielleicht beim nächsten mal?

Ministry Setlist & Konzertbilder

1. Hail to His Majesty (Peasants)
2. Punch in the Face
3. PermaWar
4. Rio Grande Blood
5. Señor Peligro
6. LiesLiesLies
7. Waiting
8. N.W.O.
9. Just One Fix
10. The Missing
11. Deity
12. Thieves
13. Stigmata

Zugabe 1
14. Psalm 69
15. So What
16. Khyber Pass

Zugabe 2
17. Gates of Steel (SMM/DEVO cover)


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Bildquellen

  • Geist, Ministry – Köln, Essigfabrik 06.08.2016: (c) Kjo / metal-heads.de
Kjo

Kjo

Die Basis für den Lärm den ich heute höre, legten in meiner Kindheit Elvis und The Rolling Stones. Beide Künstler sind „always on my mind“.

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