Nord Open Air 2016 – Tag 1

Nord Open Air 2016 - Tag 1

Nord Open Air 2016 – Tag 1

Das Cafe Nord wird dieses Jahr 25 Jahre alt. Dies nahm man zum Anlass, um für das Nord Open Air keine Kosten und Mühen zu scheuen und den Besuchern ein Premium Line up zu präsentieren.

Neben vielen bekannten lokalen Bands aus und um Essen wie Hotel Energieball, 1000 Löwen Unter Feinden, Manifestic, The Pariah, The Porters, Superfly 69 und Three Minute Record gab es auch internationale Königsklasse mit The Bones, Armored Sanit, Lionheart, DevilDriver, Sacred Reich, The Real McKenzies oder auch Peter Pan Speedrock. Wir von metal-heads.de konnten sich so ein Aufgebot nicht entgehen lassen und präsentieren stolz den ersten von drei Berichten inklusive Bildern von Bands und dem Festival. Wenn ihr keinen Beitrag verpassen wollt, folgt uns einfach HIER auf Facebook.

Ein Festival von Fans, für Fans

The Bones - Nord Open Air 2016 Tag 1

Da das Cafe Nord im Kalenderjahr nicht viele Konzerte in den eigenen Räumlichkeiten veranstaltet, kam Veranstalterin Verena auf die Idee, die Besucher mit einem Open Air Festival zu überraschen. Der Startschuss war im Sommer 2009. Seit 2010 wird Verena von Marco unterstützt, der seine Erfahrungen als Tourbegleiter und Kontaktmann in das NOA einfließen ließ. Am Anfang als Turock Open Air, Essen Original oder auch Werden Pfingst Open Air Abklatsch belächelt, etablierte man sich jedoch sehr schnell in der Essener Festivalkultur.

Das Konzept vom NOA ist klar: Ein Festival von Fans, für Fans! Man finanziert sich durch den Verkauf von Merchandise, Essen und Getränken. Unterstützt wird man von Sponsoren wie Monster Energy, Stauder oder auch Jack Daniel´s sowie weiteren, ohne deren Hilfe der Grundstein nicht gelegt werden könnte.

Freitag, 29. Juli – Mögen die Festspiele beginnen

Ach ja, was habe ich mich schon Wochen vor dem Start gefreut. Das erste Festival 2016! Das erste Festival? Ja genau! Der Wettergott war dieses Jahr nicht gnädig und hat einen dicken Strich durch meine Festivalplanung gemacht. Rock am Ring, Pink Pop oder auch das Graspop Metal Meeting waren angedacht, doch sind alle im Regen und Matsch abgesoffen. Da machte es für mich keinen Spaß und Sinn, gutes Geld in eines dieser Festivals zu investieren. Für einen Studenten, der im Moment an seiner Abschlussarbeit sitzt, kommt da ein kostenloses Festival, welches nur 10 Bahnminuten von der Haustür entfernt ist, sehr gelegen.

Den Startschuss legten Hotel Energieball hin

Hotel Energieball - Nord Open Air 2016 Tag 1

Um Punkt 13:30 legten die Bochumer Hotel Energieball vor ein paar Hundert Seelen den Startschuss für das Wochenende hin. Irgendwo ein Mix aus TerrorGruppe und KIM? spielte das Trio einen ordentlichen Punkstiefel. Texte über Politik, soziale Ungerechtigkeit und Liebe gepaart mit mal schnelleren und mal etwas langsameren Rhythmen, sorgten bei den Besuchern für einen ordentlichen Einstand. Wer keine Lust auf die totgehörten Hosen und Ärzte Songs hat, sollte Hotel Energieball eine Chance im CD-Player geben. Nach 30 Minuten Spielzeit war die kurze Show auch schon vorbei.


1000 Löwen Unter Feinden waren gegen den übermäßigen Konsum von Bildschirmen

1000 Löwen unter Feinden - Nord Open Air 2016 Tag 1

Gegen 14:30 betraten 1000 Löwen Unter Feinden die Bretter, und sorgen für das erste Gerangel im Pit. Die Hardcore Combo hatte das aktuelle Album „Machtwort“ mitgebracht, und präsentieren den Zuschauen eine ordentliche Prise davon. Die Band versteht sich und ihre Kunst, als Kollektiv aus Vielen und nicht als Band aus Wenigen. Statements sind ihnen wichtig. So nutzte der Frontmann die Gunst der Stunde, um seine Abneigung gegenüber der immer mehr abhängig werdenden Smombiegesellschaft deutlich zu machen. Dafür freute es ihn um so mehr, dass die Besucher an einem Freitag für ihren Gig gekommen waren. Schade, dass die Band nur 30 Minuten, statt wie geplant 40 Minuten, gespielt hat.


Die Abschiedstour von Lionheart machte auch in Essen Halt

Lionheart - Nord Open Air 2016 Tag 1

Am frühen Nachmittag machte sich eines der ersten Highlights an dem Wochenende bereit. Lionheart waren für ihre drittletzte Show auf Europäischem Boden bereit, um sich ordentlich zu verabschieden. Sehr zur Freude der weiblichen Fans turnte Frontmann Rob im freien Oberkörper umher und sorgte für mächtig Stimmung und Ausnahmezustand im Pit. Die Kapelle hatte für 50 Minuten ihr Set mit sämtlichen Hits gespickt, welches direkt mit „Hail Mary“ startete. Den Prank des Tages, konnte die Band mit einem Hatebreed Rip-off sichern. Auf die Frage welchen Hatebreed Cover-Track man spielten sollte, da die Band jeden Song spielen kann, schlug Rob „Destroy Everything“ vor, und performte dann „Break Stuff“ von Limp Bizkit, was das Gewaltpotenzial im Pit noch richtig anheizte. Ergänzt wurde die Band vom Fallbrawl Bassisten Walle, der für die LHHC Abschiedstour die Klampfe zupfte und dem die Band einen Song widmete.

Zum Schluss performte die Truppe den Bandklassiker „LHHC“, ehe man nach der Show mit Fans für Selfies posierte oder auch Autogramme schrieb. Traurig, dass die HC-Szene eine großartige Band wie Lionheart, verlieren wird.


Marathonmann sorgten für weiteren Punkspaß bei den Besuchern

Marathonmann - Nord Open Air 2016 Tag 1

Um kurz vor 17 Uhr spielten Marathonmann ihren eigenen Sound-Mix aus Punk und Hardcore. Im Schlepptau dabei das neue Album „Mein Leben Gehört Dir“, welches von der Presse hochgelobt wird und als das beste Album der Band gilt. Die Münchener spielten diverse Hits wie „Mein Leben gehört Dir“, „Rücklauf“ und das Heinz Rudolf Kunze Cover „Dein ist mein ganzes Herz“, welches für Pogospaß bei den Fans sorgte. Die Gruppe gründete sich erst vor 5 Jahren und kann schon auf 3 Alben („Holzschwert“, „und wir vergessen was vor uns liegt“ und „Mein Leben gehört dir“) sowie 2 EPs („Die Stadt gehört den Besten“, „Kein Rückzug, Kein Aufgeben“) vorweisen. Sehr produktiv! Die 50 Minuten Spielzeit vergingen wie im Flug, und man machte Platz für die nächste Band.


Rise Of The Northstar sorgten für den Saiya Rage im Pit

Rise Of The North Star - Nord Open Air 2016 Tag 1

Das Bühnenbild der Franzosen erinnerte an Fernost Kultur. In Ninjatracht sorgten Rise Of The Northstar für Mosh-Action und Crowdsurfer. Hier war die Security das erste Mal gefordert, vollen Einsatz zu zeigen. Die Band befindet sich aktuell auf der „Samurai Spirit Tour“ und spielt über den Sommer vereinzelt Konzerte. 2008 gegründete sich die Truppe in der französischen Hauptstadt Paris und veröffentliche seit dem
2010: „Tokyo Assault“, 2012: „Demonstrating My Saiya Style“ und 2014 das erste offizielle Album „Welcame“. Musikalisch spielten die Animefans einen Mix aus New York Hardcore der 90er-Jahre mit Thrash Metal und Metalcore Einflüssen.

Rise Of The North Star - Nord Open Air 2016 Tag 1

Dies kam sehr sehr gut bei den Besuchern an. Frontsänger Vithia hatte die Meute fest im Griff, und forderte die Fans auf, sich bei „Demonstrating My Saiya Style“ hinzusetzen, und auf Kommando zu springen. Das ließ man sich nicht zwei Mal sagen. Rise Of The Northstar spielten ein energievolles Set mit allen bekannten Klassikern wie „Again and Again“, „Sound Of Wolves“ oder auch „Samurai Spirit“.


Wiedersehen mit alten Bekannten, Superfly 69

Superfly 69 - Nord Open Air 2016 Tag 1

Ein Megahighlight kündigte sich um 19 Uhr an. Nach 13 Jahren Abstinenz, spielten die Essener Superfly 69 das längst überfällige Abschiedskonzert. Die legendären Weihnachtsshows waren Anfang der 00er Jahre DAS Weihnachtshighlight der Band. Nun also sollte ich eine Truppe aus meinen Teenagerjahren nach über einer Dekade wiedersehen. Eigentlich kann man bei Superfly schon von einer kleinen Supergroup sprechen. Schlagzeuger Patrick Grün trommelt seit dem Split bei Caliban, und Bassist Markus „Bony“ Hoff grunzt hauptsächlich bei Japanische Kampfhörspiele. Ja, Essen kann stolz sein auf seine vielen Söhne und Schwestern, die in den unzähligen klasse Bands spielen. Umso besser noch, wenn ein Festival wie das NOA lokalen Bands eine Plattform gibt.

Etwas in die Jahre gekommen, und optisch etwas runder, legten Superfly ein klasse Set hin. Es saß nicht jeder Ton zu 100%, doch nach so einer langen Pause, kann und muss man drüber weg sehen. Bereits zum Anfang spielte man den Hit „Superfly“. Ja das waren noch Zeiten, als Musikvideos im Fernseher liefen und nicht auf YoutTube. Nach 55 Minuten war das Abschiedskonzert? Comebackkonzert? auch leider schon vorbei. Hoffentlich, auf Wiedersehen!


Voller Viehoferplatz und dichtes Gedrängel bei The Bones

The Bones - Nord Open Air 2016 Tag 1

Tag 1 vom NOA 2016 neigte sich dem Ende entgegen und präsentierte den Headliner des Tages. Es war genau 21:45 als schwedischer Punk ’n’ Roll aus Karlskrona über das gefüllte Festivalgelände hinweg fegte. Ladies and Gentlemans, here are The Bones. Die Band spielte 1 Stunde und 15 Minuten alle Gassenhauer aus der Discografie. „Half Of Nothing“, „Wendy“, „Not a Lovesong“ konnten den Zuschauern mächtig einheizen. Fans von Social Distortion oder auch die Backyard Babies konnten sich sehr an der Band erfreuen.

Dieses Jahr feiert die Kapelle 20 Jahre und man kann dieses Jahr noch einiges erwarten. Das aktuelle Album „Flash the Leather“ erschien letztes Jahr im September und wurde von den Fans gefeiert. Selbstverständlich spielte man auch Material aus dem Album an dem Abend für die Besucher. Wow, was für ein starker Auftritt der Herren!


Verpasst unseren Bericht zu Tag 2 vom NOA nicht!

Tag 2 des Nord Open Air 2016, folgt in den nächsten Tagen. Bitte liket unsere Facebook-Site HIER und verpasst keine News!

NEWSLETTER. FREITAGS. KOSTENLOS.

Bildquellen

  • Nord Open Air 2016 – Tag 1: (c) Kjo - Hotel Energieball, 1000 Löwen unter Feinden, Lionheart, Marathonmann, Rise Of The North Star, Superfly 69, The Bones
Kjo

Kjo

Die Basis für den Lärm den ich heute höre, legten in meiner Kindheit Elvis und The Rolling Stones. Beide Künstler sind „always on my mind“.

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

16 − zwei =