Rage und Bonded rocken die Kirche

Rage Essen Kreuzeskirche 2020

Okay, jetzt nicht die Kirche als Institution, sondern in einer Kirche. Und ganz genau die Kreuzeskirche in Essen am 10. Oktober 2020. Nach gefühlten Jahren des Konzert-Entzugs haben Rage wieder Stoff für die Süchtigen geliefert. Und wir von metal-heads.de waren für euch natürlich live vor Ort dabei. Zusammen mit 300 anderen Metalheads, die sich das auch nicht entgehen lassen wollten. Gleichzeitig wurde das ganze Konzert von Rage auch gestreamt, so dass man bequem von zuhause zuschauen konnte, weltweit. Schließlich war das Motto ja „Rage around the world“. Für uns, wie auch für die Bands, war es das erste Metal Konzert in einer Kirche. Anfangs hatten wir ein wenig Bedenken wegen des Sounds, aber ein großes Kompliment an den Verantwortlichen am Mischpult. Das hat richtig gut geklappt! Aber let’s get back to the music.

Bonded – Ruhrpott Thrash zum Auftakt

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Auch wenn Bonded mit „Rest In Violence“ erst dieses Jahr ihr Debüt vorgelegt haben, sind sie keine Newcomer im eigentlichen Sinne. Makka und Bernemann kennt man von Sodom und auch der Rest ist in der Szene keineswegs unbekannt. Aber egal, was zählt ist auf dem Platz, respektive auf und vor der Bühne. Und da taten sich Bonded wie auch das Publikum erst ein wenig schwer. Ein sitzendes Publikum in einer Kirche ist halt ungewöhnlich. Aber die erste Scheu ist auf beiden Seiten schnell verflogen und es wird zu einem Heimspiel für Bonded, die uns hier allerfeinsten Ruhrpott Thrash servieren. Bei „Rest In Violence“ kommt dann noch Speesy Giesler (Ex-Kreator) mit auf die Bühne und lässt am Bass die Matte kreisen. Ein überzeugender Auftritt, der Lust auf mehr macht.

Bonded Essen Kreuzeskirche 2020

Rage jetzt mit zwei Gitarren

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Rage Essen Kreuzeskirche 2020

Rage spielen heute ihr viertes Konzert als Quartett in diesem Jahr. Das passt ebenso gut wie die zwei Gitarren, die den Sound auf der Bühne optimal ergänzen. Ebenso gut passt es, dass die Band jetzt wieder komplett aus dem Pott stammt. Auch Licht und Sound passen und es ist nicht das erste Corona Konzert für die Band. Hier ist vom ersten Moment an Feuer in der Kirche und gerade die Songs aus der „Black In Mind“ Zeit profitieren live enorm von dem fetteren Gitarrensound. Mit Jean Bormann konnte Peavy aber auch einen echte Rampensau für die Band gewinnen. Nicht ganz so outgoing war Stefan Weber an der zweiten Gitarre. Aber dafür war er voll drin in den Songs und immer am Mitsingen. Das hat mir persönlich sehr gut gefallen.

Eigentlich viel zu kurz…

Sechzehn Songs haben Rage gespielt und eigentlich ist das viel zu kurz… Klassiker wie „Don’t Fear The Winter“ und „Higher Than The Sky“ müssen dabei sein. Aber es sind mittlerweile über zwanzig Studioalben, die Rage in ihrer Diskografie stehen haben. Da bleibt zwangsläufig etwas auf der Strecke. Deswegen will ich auch gar nicht weiter auf die Setlist eingehen. Ich war zufrieden und auch ringsum sah ich nur in glückliche Gesichter. Und das ist alles, was zählt. In einem möchte ich Peavy aber korrigieren. Es ist nicht das zweite Mal, dass Rage als Quartett antreten. Die beiden ersten Alben sind auch in einer Viererbesetzung entstanden. Aber da spricht der nerdige Fan im Reporter, der diese erste Viererbesetzung als einzige Besetzung leider nie live erlebt hat. Aber dafür alle anderen danach. Von daher erlaube ich mir jetzt einen Wunsch, ein ganz subjektives Urteil und einen Blick in die Zukunft: Ich bin gespannt was Peavy, Lucky, Jean und Stefan hoffentlich bald auf uns loslassen. Das Konzert war auf jeden Fall super und ich blicke optimistisch in die Rage-Zukunft. Danke Jungs, für den tollen Auftritt und die gelungene Abwechslung vom Pandemie-Alltag.

Rage Essen Kreuzeskirche 2020
Rage Essen Kreuzeskirche 2020
Rage Essen Kreuzeskirche 2020

Rage – die Bilder

Bonded – die Bilder

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Bildquellen

  • Bonded Essen Kreuzeskirche 2020 16: Laura (c) metal-heads.de
  • Rage Essen Kreuzeskirche 2020 23: Laura (c) metal-heads.de
  • Rage Essen Kreuzeskirche 2020 Beitragsbild: Laura (c) metal-heads.de
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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