Rhein Riot 2016 – Festival-Review

Arch Enemy

Am Wacken-Sonntag den 07.08.2016 öffneten sich in Köln um 17 Uhr die Tore der Live Music Hall für das Rhein Riot 2016. Leider war der Termin gleich mehrfach ungünstig: Strahlender Sonnenschein, laut Wetterbericht das letzte Mal für die nächsten Wochen und viele Metalheads steckten noch in Wacken im Schlamm fest. So wurden nur 450 Tickets verkauft und insgesamt waren es dann etwa 500 Leute. Dementsprechend schnell und unkompliziert verlief der Einlass und viele genossen draußen noch ein paar Bier in der Sonne, bevor es in die Halle ging. Merchandise gab es für die üblichen Preise von 15 – 25 Euro für die Shirts. Aber jetzt zu den Bands:

Kryptos

(Facebook)

Um 17:30 Uhr enterten Kryptos aus Indien die Bühne und boten nach eigener Aussage Old School Heavy Metal. Das kann ich so unterschreiben, würde das aber mit einem speedigen Touch ergänzen und die Vocals waren mehr geshouted als clean gesungen.  Klassischer Headbanger Stuff zu dem der Oger und ich in jungen Jahren mit dem Rest der Meute am Lagerfeuer die damals noch reichlich vorhandene Matte geschüttelt hätten. KryptosLeider waren die Jungs im Stageacting arg eingeschränkt, da hinter ihnen schon die Aufbauten für die folgenden großen Bands warteten. Aber trotzdem schafften sie es geschätzt 1/3 der Anwesenden vor die Bühne zu holen und zum headbangen zu animieren. Ein rundum symphatischer Auftritt und gelungener Auftakt für das Rhein Riot 2016. Auf jeden Fall sollte man die Band mal auf den Schirm nehmen und anhören.

Setlist

Visions of Dis
Spellcraft
Serpent Mage
Nexus Legion
The Coils of Apollyon

Lineup

Nolan Lewis – Guitars/Vocals
Rohit Chaturvedi – Lead Guitars
Ganesh K. – Bass
Anthony Hoover – Drums

Bliksem

(Website | Facebook)

Mit leichter Verspätung traten dann um 18:18 Uhr die belgischen Trasher von Bliksem vor die Fans. Die Band hatte eine gute Bühnenpräsenz, mit viel Dynamik im Auftritt. Besonders die Rhythmusfraktion war super tight. BliksemDen wenigen Platz haben sie wirklich gut genutzt. Es waren schon ein paar Nasen mehr da, aber die Reaktionen waren insgesamt verhaltener. Die ersten drei Songs hatte die Frontfrau leider Startschwierigkeiten, ihre Stimme ging etwas unter und ihr Stageacting wirkte verhalten. Zum Glück kam dann im weiteren Verlauf etwas mehr Dynamik auf und ihr Auftritt gewann an Fahrt. Schade, aber insgesamt wurde irgendwie mit angezogener Handbremse gefahren und in der Summe hat der Auftritt mich nicht gepackt.

Setlist

Crawling in the dirt
KYWAS
Room without a view
Morphine Dreams
Twist the knife
Face the evil
???
The Life on which I feed

Lineup

Peggy Meeussen: vocals
Jeroen De Vriese: guitar
Toon Huet: guitar
Jan Rammeloo: bass
Rob Martin: drums

Aborted

(Website | Facebook)

Auch aus Belgien, aber musikalisch eine ganze Stufe härter. Technical Death Metal/Grindcore vom Feinsten! Um 19:19 Uhr und mit cooler Deko fegten Aborted die Gehörgänge frei. Technisch top und beindruckenderweise spielte der Basser auch bei dem Tempo ohne Plek, Respekt! Ehrlicherweise nicht unbedingt meine Musik, aber ich war beeindruckt. AbortedDie Band bewegte sich nicht sehr viel, spielte die Songs aber bei einem glasklaren Sound sauber runter. Aktivposten ist eindeutig der Gründer und Shouter Sven. Ich habe selten einen so energiegeladenen Auftritt gesehen. Mann, was der auf der Bühne rumgetobt ist… Auch von kurzzeiten Technikproblemen ließ er sich nicht bremsen, sondern hielt die Stimmung hoch. Das lud zum Mitmachen ein und es bildeten sich erste Mosh Pits, die Halle hatte sich gut gefüllt und die Band wurde gut abgefeiert. Einziger Minuspunkt war für mich der leicht nervigen Strobo-Blitzer ins Publikum. Das konnten auch die Rauchsäulen zwischendurch nicht wieder wettmachen. Fazit: Aborted sind Live eine überzeugende Naturgewalt, würde ich mir immer wieder anschauen.
Toller Auftritt und eine klasse Bereicherung für das Rhein Riot 2016.

SetlistAborted

Divine impediment
Cadaverous banquet
Meticulous invagination
Parasitic flesh resection
Necrotic manifesto
Termination redux
Expurgation eurphoria
Sanguine versés of extirpation
Threading the prelude
The Saw and the carnage done

Lineup

Sven De Caluwe – Vocals
Mendel Bij De Leij – Guitar
Ian Jekelis – Guitar
Ken Bedene – Drums
JB Van der Wal – Bass

Devil Driver

(Website | Facebook)

Vor der Bühne zeigten sich jetzt schon zahlreiche Devil Driver Shirts und um 20:40 Uhr legte die Band los und groovte direkt ordentlich. Vor dem Mischpult bildete sich ein großer Circle Pit und überhaupt waren jetzt auch fast alle in der Halle. DevilDriverDie Stimmung war gut, das Publikum ging richtig ab. Sänger Dez Fafara forderte auch immer wieder „Open the pit!“ und die Menge folgte ihm. Ansonsten bestand sein Vokabular größtenteils aus motherfucking und Motherfucker; etwas eindimensional und ermüdend auf Dauer fand ich. Zum Abschluss verabschiedete er die Menge noch mit einem launigen „Smoke weed!„. Mich haben Devil Driver heute nicht gepackt, aber da war ich eindeutig in der Minderheit. Das muss ich fairerweise sagen.

Setlist

End of the line
Dead to Rights
These Fighting Words
Daybreak
Sail
My Night Sky
I could care less
Clouds over California
Ruthless

Lineup

Dez Fafara – Vocals
Mike Spreitzer – Guitar
Neal Tiemann – Guitar
Diego Ibarra – Bass
Austin D’Amond – Drums

Arch Enemy

(Website | Facebook)

Gespanntes Warten auf Arch Enemy, es wurde nochmal voller und um 22:15 Uhr ging es unter großem Beifall endlich los. Die Musiker waren absolut tight und technisch über jeden Zweifel erhaben. Auch der Sound war spitze. Arch EnemyDas alles aber wurde getoppt, von Frontfrau Alissa White-Gluz. Sie wirbelte über die Bühne als ob es kein Morgen gäbe, eine wahnsinnig tolle Bühnenpräsenz! Sie gab jedem das Gefühl, nur für ihn oder sie heute abend hier zu sein. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass die Band erst etwa 20 Stunden zuvor im Nightliner aus Wacken abgefahren ist, wo sie vor 85.000 Leuten gespielt haben und Augenzeugen zufolge auch einen Wahnsinnsauftritt mit 19(!) Titeln auf der Setlist abgeliefert haben… Einfach beeindruckend! Jetzt vor nur 500 Leuten sich wieder so ins Zeug zu legen, zeugt von echter Professionalität. Dabei dann nicht routiniert zu wirken ist echte Kunst und so wünscht es sich jeder Fan. Eine absolute Live-Band mit einem überzeugendem Auftritt. Ich bin geflasht! Arch Enemy haben das Rhein Riot 2016 wirklich gerockt.

SetlistArch Enemy

Yesterday is dead and gone
Burning Angel
War Eternal
Ravenous
Stolen Life
My Apocalypse
You will know my name
Bloodstained Cross
Under Black Flags
As the pages burn
Dead Eyey see no future
Avalanche
No Gods No Masters
Dead bury their Dead
We will rise
Blood on your hands
Snowbound
Nemesis
Fields

Lineup

Alissa White-Gluz – Vocals
Michael Amott – Lead Guitar
Jeff Loomis – Lead Guitar
Sharlee D’Angelo – Bass
Daniel Erlandsson – Drums

Rhein Riot 2016 – ein Fazit

Für mich war das Rhein Riot 2016 am 07.08.2016 in der Live Music Hall in Köln eine gelungene Veranstaltung. Tolle Bands, super Sound und gute Stimmung. Für mich dabei herausragend Arch Enemy und Aborted, beide würde ich mir jederzeit wieder anschauen. Einziger Wermutstropfen für mich war die geringe Besucherzahl. Mit etwa 500 Leuten war die Live Music Hall nur zu 1/3 gefüllt. Wahrscheinlich lag es an der Ferienzeit und dem letzten Tag in Wacken. An einem anderen Termin wären mit Sicherheit mehr Leute zu diesem tollen Package gekommen. Gelohnt hat es sich auf jeden Fall.

Fotos

 

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soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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