Sic Zone – Record Release Show ‚Re Evil Lotion‘

Sic Zone

Support your local Underground. Unter diesem Motto haben wir die Kölner Sic Zone bei ihrer Record Release Show im MTC besucht und wurden mal wieder von der „in die Fresse Metal“ Dampframme Sic Zone überrollt – mit Freuden.

Aber fangen wir vorne an: leider geiles Wetter. Den ganzen Sommer pisst es wie aus Kübeln und genau beim Record Release scheint sich die Sonne nen Wolf. Dementsprechend fanden zunächst nur 30 Metalheads den Weg ins Kölner MTC; dies sollte sich aber noch Abends verbessern. Der erste Blick auf den Sic Zone Merchstand zeigte von Shirts über Hoddies und ACHTUNG einer Lotion (dazu später mehr) zu humanen Preisen natürlich auch die neue CD Re Evil Lotion.

Hollow Words

(Webseite | Facebook)

Den Anfang machten Hollow Words – ebenfalls aus Köln – mit einer kleinen Verspätung von 10 Minuten. Die Band startete recht schüchtern und mit einigen Schwierigkeiten einen gemeinsamen Anfang zu finden. Hollow WordsDanach ging es aber gut nach vorne und man erinnerte sich an einige alte Crowbar Scheiben, die ich nach der Show mir dann auch mal wieder zu Gemüte geführt habe – dafür schon mal Danke an die Band. Der Gesang von Haas war zum Teil so schräg wie geil. Ich meine damit nicht, dass der Junge nicht singen kann, sondern dass er tatsächlich eine sehr eigene, schräge Art zu singen hat, die auf die Kompositionen sehr gut gepasst hat. Leider kam die Band gesamt über ein Proberaum-Feeling nicht heraus, da zB Basser Andy den überwiegenden Teil seiner Performance damit verbrachte, seitlich oder sogar mit dem Rücken zum Publikum, Drummer Daniel zugewendet zu verbingen. Die Timing Probleme blieben leider ebenfalls den kompletten Gig sichtbar. Wenn die Jungs sich aber in einem Song eingroovten, machte das Ganze Spaß. So bekamen Hollow Words einen netten Aufmerksamkeitsapplaus, der nicht ganz unverdient war.

Parafovea

(Webseite | Facebook)

Ganz anders dann die Erscheinung der 2. Band des Abends: Parafovea aus Aachen und Köln. Einziges Manko, Sänger Mico hatte wohl zuerst mit Rod Stewart und dann mit Bonnie Tyler Poker gespielt und von beiden die Stimme gewonnen, so dass Shouter Vince das Set alleine absolvierte. Ich nehme es vorweg: er machte seine Sache sehr sehr ordentlich.
ParafoveaDie Band legte mit ihrer Lichtshow ordentlich los und sorgte innerhalb des ersten Songs bereits für gute Stimmung beim Publikum, inzwischen ca. 80 Leute. Die Musikrichtung wird von der Band als Melodic Metal angegeben; sie können aber die Wurzeln im Metalcore nicht verleugnen. Müssen sie aber auch nicht! Die Kommunikation mit dem Publikum war sehr gut und die Band hatte Lust sich zu bewegen. Props muss man hier auch dem Tontechniker aussprechen, der Parafovea einen ziemlich fetten Sound auflegte. Das Publikum ging mit was wiederum  der Band sichtlich Spaß machte, so dass man von einem absolut gelungenen Gig sprechen konnte. Ich werde die Band auf jeden Fall mal im Auge behalten – da könnte noch etwas kommen.

Line-Up

Annika Wierichs – Bass
Dominik van Engelen – Guitar
Eike Kohlwes – Guitar
Jannis Prokisch – Drums
Mico Pajevic – Vocals
Vince Kratz – Shouts

SIC ZONE

Und dann füllte sich das MTC doch noch mit etwas über 100 Gästen. Und wenn man PY Fischer kennt, weiß man auch, was einen jetzt erwartet – mitten ins Gesicht!Sic Zone
Nach dem Einlauf mit Papst-Umhang, Maske und Baseball-Schläger-Bengalo ging es dann auch ans gepflegte Ausflippen. Pablo an den Drums drückte seine Jungs ordentlich nach vorne und Morbid an der Gitarre und Chico am Bass bildeten einen großartigen Rahmen für, the Insane himself: PY, seines Sternzeichens Frontsau. Sic Zone polarisiert, gewollt, brachial und nimmt keine Gefangenen. Live einfach eine Wand. Und ich muss es echt nochmal erwähnen. Patrick „PY“ Fischer ist das, was man gerne mal als „einen Ticken drüber“ bezeichnet, aber entsprechen zurückhaltend, ohne steif zu sein, sind Chico und Morbid an seiner Seite. Musikalisch und soundtechnisch hat an dem Abend alles gestimmt und der Funke zum Publikum zündete mit angesprochener Bengalo. Denn bereits ab da gab es kein Halten mehr. Nur gut, dass ich nicht so zartbesaited bin; meinen Platz als Fotograf musste und konnte ich 2-3x behaupten.

Da Sic Zone noch einen Quadratmeter Platz auf der Bühne hatte, haben sie dann für Burning ein Rednerpult aufgebaut und PY übergab die Axt an Sascha von Bleed, der sich seinen Raum auch direkt nahm und mit Morbid auf der linken Seite nochmal ordentlich auf’s Gas drückte. Patrick wetterte zwischenzeitlich von der „Kanzel“ (Rednerpult) den Song in das Publikum, dass einige Münder offen stehen blieben. Für Sweat Person und eine brachiale Version von AC/DCs TNT holte man sich dann noch Throsten Schramm von Sober Truth auf die Bühne und wirbelte das Publikum noch mal richtig durch.

Sic Zone erspielten sich an dem Abend einige neue Fans und diejenigen, die die Band bereits kannten, wurden wieder angenehm von einem LKW gestreift und gingen glücklich nach Hause. Fetter Gig!
Wir trafen Patrick „PY“ Fischer ein paar Tage später zum Video-Interview, bei dem er uns auch erzählte, warum die neue Platte so bösartig und emotional geworden ist. Das Interview findet ihr hier!

Setlist

Intro
Frontal
Stale
Burning (mit Sascha von Bleed)
Dust to Dust
Coma
Sweat Person / TNT (mit Thorsten von Sober Truth)
Colappse / Sad But True
Je ma’ppelle
Outro

Line-Up

PY – Guitars, Vocals
Morbid – Guitars
Pablo – Drums
Chico – Bass

Fotos


 

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Bildquellen

  • Hollow Words: © 2016 Toby | metal-heads.de
  • Parafovea: © 2016 Toby | metal-heads.de
  • Sic Zone: © 2016 Toby | metal-heads.de
Toby the Ogre

Toby the Ogre

Früher aktiver Death-Schreihals und Sänger, heute passiver Schreihals. Lieblingsgeräusche: Konzert-Tinnitus und Motorräder. Lieblingsbands: Gojira, Meshuggah, Nile, Rivers of Nihil, Parkway Drive. Wenn der Tinnitus nachlässt höre ich auch gerne in andere Genre rein.

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