TASTE OF ANARCHY FEST – Köln, Essigfabrik 28.10.2016

TASTE OF ANARCHY FEST - Köln, Essigfabrik 28.10.2016

TASTE OF ANARCHY FEST – Köln, Essigfabrik 28.10.2016

metal-heads.de war für euch in der Essigfabrik bei DEM Hardcore Festival im Oktober! Die Redakteure Scumbag und Kjo berichten von dem Taste Of Anarchy Fest in Köln.

Alleine das Line-up an dem Freitag im Oktober ließ Fanherzen höher schlagen. Nasty, Lionheart, Aversions Crown, Malevolence, Fallbrawl, Vitja, Walking Dead On Broadway, Words Of Concrete, Sand und Contra boten den Besuchern ein Mörder Aufgebot. Stolze Zehn Bands aus Japan, England, USA, Belgien, Australien und Deutschland bzw. von 4 unterschiedlichen Kontinenten vereinten sich mit knapp 800 Besuchern in einer Halle.

CONTRA feierten ihr Livedebüt

Contra , Taste Of Anarchy Fest, 28.10.2016 Pünktlich um 16 Uhr öffneten sich die Tore zur Essigfabrik und bereits um Punkt 16:20 Uhr standen die Jungs von Contra auf der Bühne für ihren ersten gemeinsamen Gig in der Bandgeschichte. Aufgrund der frühen Startzeit und der Schlange vor der Halle startete die Band vor nur 60-75 Besuchern. Songs der Marke Metalcore wie „Crevv Cult“, „Sex Saten“ oder auch „The Storm“ vom kommenden Album „False Gods“ präsentierten ein sehr gelungenes Livedebüt. Wenn du mehr über Contra erfahren willst, HIER findest du das Videointerview mit der Band über das neue Album.

SAND, weite Anreise für eine kurze Show

Sand , Taste Of Anarchy Fest, 28.10.2016Als Zweites standen Sand aus Japan auf den Brettern der Essigfabrik. Leider war der Sound in größeren Teilen des Sets etwas übersteuert und man hörte nur einen dumpfen Bassbrei aus der Anlage. Der Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch. Die ersten Moshpit Warroir tanzten sich für einen langen Abend warm. Erst vor wenigen Monaten veröffentlichen die Japaner „Death To Sheeple“ über BDHW. Einige Bandklassiker wie „Death To Sheeple“ oder auch „The March Of Cruelty“ fanden ihren Weg in das Set und konnten punkten.

WALKING DEAD ON BROADWAY duldeten keine Couch Potatos

Walking Dead On Broadway, Taste Of Anarchy Fest, 28.10.2016 Die 3. Runde ging an die Leipziger, die mit einen Mix aus Slam/Deathcore die gut gefüllte Halle einheizten. Die wenigen die am Rand saßen wurden dazu aufgefordert sich zu bewegen, denn dies war schließlich eine Tanz- und keine Sitzveranstaltung. Persönlich war dies nicht ganz meine Musikrichtung, jedoch Fans der Band waren von der Performance sehr beeindruckt und brachten es beim Pogen zum Ausdruck. Die Leipziger spielten diverse Lieder aus dem aktuellen Album „Slaves“. Natürlich durften bekannte Tracks aus dem Vorgänger „Aeshma“ von 2014 sowie der 2012er EP „Welcome to Corpse Wonderland“ nicht fehlen.

Tiefe Gitarren und hartes Geballer bei WORDS OF CONCRETE

Words Of Concrete, Taste Of Anarchy Fest, 28.10.2016Nach dem Deathcore Geballer stand Beadtdown auf dem Programm. Words Of Conrete, die genau wie Walking Dead On Broadway, aus dem Osten nach Köln gekommen sind. Was auffiel, die halbe Band bestand aus Teilen von Blood For Betrayal, die an dem Tag die Instrumente schwangen. Die schweren und langsamen Riffs brachten das Fass im Pit zum Überlaufen und so bot sich ein intensiver Moshpit inklusive Crew Shouts. Die Band machte ihre Sache sehr gut, was die Besucher mit Applaus dankten.

VITJA, die Überraschung des Tages

Vitja, Taste Of Anarchy Fest, 28.10.2016Ein wilder und harter Mix aus Metalcore und Djent hagelte auf die Besucher in der Essigfabrik ein. VITJA aus dem Raum NRW hatten mächtig Wut im Bauch und spielten sich die Seele aus dem Leib. Fans von Bring Me The Horizon oder Veil of Maya hatten hier ihren Spaß an der Kapelle. Shouter David animierte das Publikum zum tanzen und mitmachen auf, was die Fans dankend annahmen. Leider war der Sound ähnlich wie bei Sand zu basslastig und man hörte teilweise nur einen Brei aus Bass. Im Vorfeld kannte ich die Band und deren Musik nicht und muss sagen, es war die Überraschung des Tages.

Can You Dig It mit FALLBRAWL

Fallbrawl, Taste Of Anarchy Fest, 28.10.2016Als es dunkel wurde und sich Frontmann Andre vorne mit offenen Armen platzierte, sowie die roten Scheinwerfer angingen, erklangen die Riffs zu „Seelenfresser“. Einige Leute rissen die Faust in die Höhe und schrien lauthals die Lyrics: „Teufel in Menschengestalt, zerfressen meine Seele“ zum Opener, bevor die intensive Show der Ruhrpottler startete. Es folgte ein Hit nach dem anderen. Klassiker wie „Can You Dig It“ oder „Brotherhood“ durften an dem Tag nicht fehlen. Ein abwechslungsreiches Set durch die Alben „Chaos Reigns“, „Pure Mayhem“, „Cold World“ und der „Brotherhood“ EP in der kurzen Spielzeit unterzubringen und ein hohes Level zu halten, zollt Respekt. Auf längere Ansagen zwischen den Liedern verzichtete die Band und positionierte sich mit einer klaren Ansage: Fallbrawl – gegen Faschismus, gegen Sexismus, gegen Rassismus, wer es immer noch nicht kapiert hat! Für mich persönlich bis dato die beste Show des Tages! Das Set endete mit der aktuellen Videosingle „Omega“. Stark!

MALEVOLENCE punkteten auf der Highscore-Liste

Die Kapelle aus England arbeitet aktuell an dem Nachfolger zu „Reign Of Suffering“. Die Begründer der M.L.V.L.T.D. Crew neben Bands wie Gunishment oder Desolated, wurden von den Besuchern in Köln frenetisch gefeiert. Frontmann Alex bewies eine Top Performance und unterstrich, dass er einer der besten Shouter in dem Genre ist. Im Moshpit wurde es dunkler und wüster bei den harten Riffs und Beatdowns der Band. Als kleines Special tauchte Matthi von Nasty auf der Bühne auf und gab ein Feature Gastspiel zum Lied „Delusions of Fear“. Den Leuten gefiel es und forderten mehr von Matthi/Nasty. Jedoch mussten sich diese bis zum Auftritt des Headliners gedulden. Schade, dass Malevolence in letzter Zeit seltener in Deutschland unterwegs waren. Hoffentlich sieht man sich bald wieder.

Aversions Crown Deathcore/Slam für die Masse

Die Musik von Aversions Crown ist Geschmacksache und persönlich nicht mein Fall. Der Stil Deathcore/Slam ist die Weiterentwicklung und gleichzeitig ein Zusammenspiel von Death Metal und Black Metal. Fans der Band feierten die Band und auch der Pit ging zu den Liedern ordentlich ab. Jedoch hielten sich auch einige Besucher während des Sets der Band auf dem Vorhof auf, um sich auf die zwei Brecher des Abends einzustellen. Die Australier aus Brisbane feuerten währenddessen einen Doublebass gefüllten Track nach dem anderen ab.

Bye Bye LIONHEART

West Coast Buddies Lionhearted startete an dem Freitag ihre letzte Europatour bevor sich die Band Ende 2016 auflösen wird. Wie schon im Sommer, wurde die Band von Fallbrawl Bassisten Walle an der Gitarre unterstützt. Bereits vor dem Start des Sets schrie die auf geschätzte 800 Leute besuchte Halle laut „Lionheart, Lionheart, Lionheart“. Die Band betrat die Bühne und feuerte direkt „Hail Mary“ ab und brachte die Halle zum Beben. Weiter ging die wilde Fahrt mit „Pain“, „Rest in Power“, „Brother´s Keepers“ sowie „Keep Talking“. Zwischenzeitlich tauschten die Brüder Rob und Jay ihre Parts innerhalb der Band. So shoutete Jay ein paar Zeilen während Rob gekonnt seine Schlagzeug Skills zeigte. Der Frontmann richtete das Wort während der Songs an die Besucher und Band. Auf die Frage, ob die Fans Bock auf richtigen Hardcore hätten, folgte ein kurzes Limp Bizkit-Cover („Break Stuff“) ehe es mit „Love Dont Live Here“ weiterging. Zum Schluss durfte der Song über die Bandkarriere nicht fehlen. Ein letztes mal im Raum NRW hallte es: „Welcome to the west coast, what you banging, this is LHHC“

Das Beste? Kommt zum Schluss! Pure Ekstase bei NASTY

Um Punkt 23 Uhr stand der Headliner des Taste Of Anarchy Festivals bereit: Nasty. Schonungslos legte Nasty mit dem Pitkiller No.1 „Fire“ los und verwandelte die Essigfabrik in einen Hexenkessel. Im Anschluss ging es mit der aktuellen Videosingle „War At Love“ weiter gefolgt von „No“, „Look At Me And Fuck You“, „Scheisse“. Matthi widmete den Track „Slaves To The Rich“ jenen, die Tag für Tag arbeiten und sich ausbeuten lassen, nur damit ihre Chefs reicher und reicher werden. Es folgte kollektiver Applaus ehe der Moshpit ausartete und die Leute regelrecht durchdrehten. Puh, der Wahnsinn. Vorläufiger Höhepunkt im Set war „Lying When They Love Us“, wo stellenweise der Schutt von der Hallendecke regnete! Zum Abschluss der 50-Minuten Show folgte der Bandklassiker „Zero Tolerance“. Eine krasse Band und mega Performance!

NEWSLETTER. FREITAGS. KOSTENLOS.

Bildquellen

  • Words Of Concrete, Taste Of Anarchy Fest, 28.10.2016: (c) metal-heads.de - Kjo
  • Malevolence – Essigfabrik: © 2016 Scumbag | metal-heads.de
  • Aversions Crown – Essigfabrik: © 2016 Scumbag | metal-heads.de
  • Lionheart – Essigfabrik: © 2016 Scumbag | metal-heads.de
  • Nasty – Essigfabrik: © 2016 Scumbag | metal-heads.de
  • TASTE OF ANARCHY FEST – Köln, Essigfabrik 28.10.2016: (c) metal-heads.de / Scumbag + Kjo
Kjo

Kjo

Die Basis für den Lärm den ich heute höre, legten in meiner Kindheit Elvis und The Rolling Stones. Beide Künstler sind „always on my mind“.

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

1 × zwei =