WOLFEN und ENEMY INSIDE in Köln

Wolfen 28.9.18 Köln

WOLFEN und ENEMY INSIDE am 28.September 2018 in der Groove-Bar in Köln

Heute  haben WOLFEN ein Heimspiel in Köln-Porz und  ENEMY INSIDE feiern  Albumrelease für ihr Debüt Phoenix.  So eine Kombination ist eigentlich schon ein Garant für eine tolle Show. Und so war es auch!

WOLFEN – Heimspiel mit Energie und Spaß

Zu Beginn des Abends nehmen WOLFEN die Bühne ein und überzeugen mit einem gelungen zusammengestellten Set mit insgesamt sechs Songs ihres neuen Albums Rise of the Lycans, sowie Titel der beiden Vorgängeralben und dem Titel Schwarz aus den Anfangszeiten.

Dass die Jungs richtig Spaß mit dem Publikum und auf der Bühne haben, ist ihnen durchgängig anzusehen. Scherze untereinander, die aber eher ‚bandintern‘ zu verstehen sind, und ein reger Austausch mit dem Publikum sorgen für eine tolle Atmosphäre. Zum Beispiel, wenn Frontmann Andreas von Lipinski alte Bekannte namentlich begrüßt, feststellt, dass es gutaussehende Frauen im Raum gibt, der Ventilator einige Fragen aufkommen lässt oder zwischen den Stücken Zurufe aus dem Publikum aufgegriffen werden. Das ist der Grund, weshalb ich Club-Konzerte so schätze.

Rebirth of the Regulator – ein perfekter Opener

Rebirth of the Regulator ist heute Abend wie auf dem Album ein perfekter Opener. Thrashige Riffs, kraftvolle Drums, die vom Bass gut unterstützt werden garniert mit markanten Vocals.

Und so geht es weiter mit Sigi Grütz an den Drums, der energisch und geradeheraus die Basis legt, die Nicolas Filter am Bass weiter ausbaut. Auf dieser elementaren wie variablen Rhythmusarbeit können Frank Noras und Andreas Doetsch ihr dichtes aber differenziertes Riffing aufbauen. Was sich auf dem Album schon richtig gut anhört, ist jetzt wunderbar zu beobachten: die beiden Gitarristen nutzen ihre technischen Möglichkeiten, werfen sich die Riffs und Licks zu, entwickeln aus gemeinsamem Spiel tolle Soli, ohne dabei die Rhythmusarbeit zu vernachlässigen. Andreas von Lipinski garniert das Ganze mit einer in allen Lagen sicheren und ausdrucksvollen Stimme.

„Und das nächste Stück heißt…. „

Auch wenn sich die Herren auf der Bühne an einigen Stellen anscheinend erst bezüglich des nächstens Songs einigen oder Mikro- und Ventilatorenkabel entwirrt werden mussten: dies tat der Dynamik des Sets keinen Abbruch.

Timekeeper ist vom aktuellen Album und erklingt heute Abend zum ersten Mal live. Während auf dem Album Chris Boltendahl von GRAVE DIGGER beteiligt ist, schaffen WOLFEN es heute auch ganz alleine, dass der Song so richtig griffig und fett daherkommt.

Mit Schwarz haben sie einen Song aus der (ganz) frühen WOLFEN-Zeit (der Song ist auf der Demo CD von 1997 zu finden sowie auf dem Album Humanity…Sold Out! von 2004, das Angang dieses Jahres erneut erschienen ist), im Set. Hier kann man noch einmal hören, wie WOLFEN das Potential, das durch die heutige Besetzung zur Verfügung steht, nutzen. Der eher getragene Song gibt durch seine Struktur nicht nur den Gitarren die Möglichkeit, die Melodie von zwei Seiten her zu entwickeln, sondern auch die Rhythmusabteilung setzt klare Akzente. Andreas von Lipinski setzt seine Stimme heute Abend variationsreich, den Text unterstützend ein.

Ob mit Succubus tolle Soli entstehen oder der Bass bei New World Order doomig daherkommt: das war heute Power Metal mit besonderen Zutaten, der richtig Spaß gemacht hat.

PHOENIX von ENEMY INSIDE

Enemy Inside 28.9.18 Köln 9Den zweiten Teil des Abends bestreiten ENEMY INSIDE, die sich freuen, hier ihr die Veröffentlichung ihres Debütalbums feiern zu können.

ENEMY INSIDE spielen seit 2017 zusammen. Dass alle Musiker bereits vielfältige Erfahrungen in verschieden Bereichen von Hard Rock und Metal gemacht haben, hat die Grundlage für die Musik von ENEMY INSIDE geschaffen, die zwischen Dark Rock und Modern Metal angesiedelt ist. Dabei haben sie verschiedene Elemente zu einem ganz eigenen Stil verbunden.

Falling Away eröffnet das Set mit energischem Drumming und Riffs, bis die weiche und dennoch kraftvolle Stimme von Sängerin Nastassja Guilia einsetzt. Bleeding Out ist rhythmisch und auch harmonisch interessant. Der Song rockt und trägt die schöne Melodie.

Mit Lullaby werden Tempo und Dynamik wieder ordentlich angezogen. Die Gitarren klingen aggressiver. Die Rhythmusabteilung mit Dominik Stotzem am Bass und Felix Keith an den Drums schafft dazu ein massives Fundament.

Sängerin Nastassja Guilia transportiert nicht nur ausdrucksvoll die Gesangslinien, sondern weiß auch, wie sie das Publikum immer wieder einbinden und aktvieren kann. Und dieses lässt sich auch gerne darauf ein.

Eine gelungene Verbindung aus dunklen Melodien und offensiven Arrangements

ENEMY INSIDE entfalten auch mit den weiteren Songs einen Sound, der im Wesentlichen von der Verbindung zwischen dunklen aber eingängigen Melodien und einem offensiven und immer wieder spannenden Arrangement. Prägnante Riffs, tolle Leads und Soli, die Evan K. und David Hadarik in dynamischer Interaktion umsetzen. Verbunden mit einer solide Rhythmusarbeit, auf der die Gesangslinien, die Nastassja Giulia variabel umsetzt, gut zur Geltung kommen.

Auch Summer Son von TEXAS covern sie so, dass der Song sich gut in das bisher Gehörte einfügt. Dem Publikum gefällt’s und es wird lautstark mitgesungen. Den Abschluss bildet der Titelsong des Albums Phoenix. Ein toller Song, der das Publikum noch mal richtig in Bewegung versetzt.

ENEMY INSIDE sind mit ihrem Konzept aus Dark Rock mit Metal-Elementen gut angekommen und haben ordentlich für Stimmung gesorgt.

Anstelle von  Bildern….

Ihr fragt euch wahrscheinlich: und wo sind die Bilder? Aufgrund von momentanen Server-Problemen, auf die wir von metal-heads.de keinen Einfluss haben, können wir euch hier und heute keine Bilder in der gewohnten Qualität liefern. Das holen wir nach!! Also schaut immer mal wieder rein. Die Bilder kommen auf jeden Fall noch!

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Birgit

Birgit

Iron Butterfly und Jethro Tull haben mir gezeigt, dass es neben Uriah Heep, Black Sabbath und Whitesnake noch etwas anderes gibt. Neugierig geworden höre ich seitdem alles, was sich unter dem Oberbegriff Metal und Rock versammelt. Je nach Stimmung eher Metalcore oder instrumentalen Rock. Mein Herz hängt allerdings am ganzen Spektrum skandinavischer Metalmusik: ob nun Folk-, Progressiv oder Doom-Metal.

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