ALIEN WEAPONRY: Hardcore Thrash Metal aus Neuseeland

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ALIEN WEAPONRY sind ein Trio junger Musiker aus Waipu, Neuseeland. Lewis de Jong (Vocals und Guitar), Henry de Jong (Drums) und Ethan Trembath (Bass) gründeten die Band 2010. Damals waren sie gerade 10 und 12 Jahre alt.

Alle drei stammen von Maori-Stämmen ab. Lewis und Henry besuchten eine Kura kaupapa Maori (eine Schule, in der die Sprache der Maori Unterrichtssprache ist). Dies ist ein Grund dafür, dass ALIEN WEAPONRY die Maori-Sprache auch in ihren Songs verwenden.

Metal and Māori just works. It kicks ass!

Ein weiteres Element neben der Sprache ist die Orientierung am traditionellen Kriegstanz Haka.

Dazu sagt Henry de Jong:

Der maorische Tanz Haka ist wie Metal.

Wenn man sich den Song Rū Ana Te Whenua anhört, bekommt man eine Idee davon, was gemeint ist. Der Song beginnt mit einem wirklich furchterregenden Kriegsschrei. Dann gibt es thrashmäßig ordentlich was auf die Ohren.

Doch hört und schaut es euch selbst an:

 

Geschichtliches und ganz persönliche Themen

Der Song ist dem Urururgroßvater Te Ahoaho gewidmet, der im Jahr 1864 zusammen mit etwa 230 anderen Maori gegen die britische Armee kämpfte und sein Leben ließ. Es war der schwerste Artilleriebeschuss, den die britische Armee je gegen die Maori richtete. Der nachfolgende Kampf brachte dann allerdings eine demütigende Niederlage für die 1700 britischen Soldaten.

ALIEN WEAPONRY waren sich zunächst unsicher, wie ihre Musik und auch die Themen, die sie in ihren Songs verarbeiten, bei den Leuten ankommen werden. Es geht zum einen um die Auseinandersetzung mit der Geschichte ihres Landes aber auch um persönliche Themen.

So hat Lewis einen Song über die Angst, aus der Gruppe von Gleichaltrigen ausgeschlossen zu werden, geschrieben. Das Schreiben habe ihm dabei geholfen, mit der Angst umzugehen. Er meint, dass es viele Menschen gibt, die Ähnliches erleben und der Song Holding My Breath daher bei ihnen gut ankommen wird. Und er ist vielen zugänglich, da er in englischer Sprache verfasst ist.

 

 Fundraising und Pale Māori

Das kommende Album wurde zunächst über ein Fundraising finanziert. Am 1. Juni 2018 kommt das Album via Napalm Records in die Läden.

„Tū“ steht für „Tūmatauenga“, dem Māori-Gott des Krieges. Es bedeutet auch, stark und stolz zu stehen, für etwas zu stehen.

Die Jungs waren sich zunächst unsicher, wie ihre Musik gerade auch bei den Maori ankommen würde, da sie selbst hellhäutig sind. Aber viele Neuseeländer entstammen der Verbindung aus Maori und Europäern. Viele dieser ‚Pale Māori‘ sagen, dass ihnen die Songs zu Verbundenheit und Stolz verholfen haben.

Jetzt wollen ALIEN WEAPONRY der Welt zeigen, dass drei Teenager aus einer kleinen Stadt in einem kleinen Land am Ende der Welt, die in ihrer Landessprache singen, ein bemerkenswertes Album hervorgebracht haben.

Es kommt nicht nur das Album heraus. ALIEN WEAPONRY spielen auch auf dem Wacken Open Air.

Das Album wird es auch als limitierte Vinyl in Gold und Silber geben. Bestellen könnt ihr es HIER

Mehr dazu demnächst hier auf metal-heads.de

Mehr zu ALIEN WEAPONRY findet ihr an dieser Stelle

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Bildquellen

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Birgit

Birgit

Iron Butterfly und Jethro Tull haben mir gezeigt, dass es neben Uriah Heep, Black Sabbath und Whitesnake noch etwas anderes gibt. Neugierig geworden höre ich seitdem alles, was sich unter dem Oberbegriff Metal und Rock versammelt. Je nach Stimmung eher Metalcore oder instrumentalen Rock. Mein Herz hängt allerdings am ganzen Spektrum skandinavischer Metalmusik: ob nun Folk-, Progressiv oder Doom-Metal.

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