Big Jesus – „Oneiric“ – VÖ: 30.09.16

Big Jesus Cover
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Big Jesus – Atlanta rockt

Es ist wahrscheinlich unvermeidlich, dass Big Jesus aus Atlanta mit Bands wie den Smashing Pumpkins verglichen werden. Zu stark ist Sänger und Bassist Spencer Ussery beeinflusst von der Stimmbandakrobatik des Herrn Billy Corgan. Als grobe Richtungsangabe passt dieser Vegleich auch ganz gut zu den 10 Nummern, die wir auf dem Album „Oneiric“ zu hören bekommen.

Verträumter Sound

Übersetzt bedeutet „Oneiric“ soviel wie verträumt. Der Begriff entstammt dem griechischen und die Wahl des Titels passt wie die Faust aufs Auge. Der Fokus liegt stark auf dem verträumten Sound, die Instrumente verschwimmen ineinander und schnell taucht man ein in die Soundmelange der Big Jesus Kapelle. Und genau dieser Soundmix ist es, der den Unterschied zu anderen Bands ähnlicher Couleur ausmacht. Big Jesus kommen soundmäßig extrem frisch herüber.

Die erste Single und der Rest der 10 Tracks

SP” heißt die erste Single des Albums. Der Song bedient uns fast schon im Übermaß mit modernem Psychedelic-Rock Schwingungen. Die pulsierenden Drums unterteilen das Stück in hochinteressante Sektionen und schnell wird klar, dass die Musiker enorm gut zusammenspielen und vor allem sehr gut rocken!

Floating Past you“ liefert uns ein paar knackige Gitarrenriffs, wobei die 4 Protagonisten es immer schaffen, diesen luftigen Klang beizubehalten. Wo wir schon bei luftig sind – es riecht unentweg nach Indie Rock. Die Balance zwischen härteren Rockklängen und eben genannten Indieklängen gelingt Big Jesus auf sehr gute Art und Weise. Der „himmlische“ Sound wird natürich stetig untermalt durch den Falsetto Gesang von Spencer Ussery.

Ganz großes Kino

Ganz großes musikalischen Kino liefert der melancholische Track „Shrimp„. Diese Nummer kann schnell zum Publikumsliebling avancieren, keine Frage. Harmonisch schön aufgebaut, rhythmisch stellenweise vertrackt und gesanglich mit viel Selle dargeboten. Es gehört auch eine gehörige Portion Courage dazu, die Stile Rock und Indie so kreativ zu mischen und der Linie treu zu bleiben.

Unentschlossene können gerne schon mal in den Song „SP“ reinhören:

Abstrakte Texte

Wer näher hinhört, wird schnell feststellen, dass die Texte durchgängig sehr abstrakt sind. Die Band lässt einem praktisch den Freiraum selbst zu interpretieren und eine eigene Meinung zu finden.

Ausbalanciert

Unterm Strich gilt,  dass „Oneiric“ sehr ausbalanciert klingt. Es kommt an keiner Stelle Langeweile auf, jeder Song für sich reißt einen mit. Klar, bei dieser Art von Musik muss man sich auf den verträumten Charakter und die spezielle Art des Gesangs einlassen. Dann aber funktioniert „Oneiric“ in jeder Lebenslage und zu jeder Jahreszeit. Die Band war erst kürzlich im Vorprogramm von Good Charlotte unterwegs. Ihrem Bekanntheitsgrad wird diese Tour nur zugetragen haben. Die 10 Songs sind weit ab vom Einerlei, es blitzt immer wieder ein schöner musikalischer Esprit durch, der einem einen lang anhaltenden Hörgenuss sichert. Auch Produzent Matt Hyde (Deftones, Slayer, Monster Magnet, Sum 41, Alkaline Trio, etc.) hat hier ganze Arbeit geleistet. Der Band muss man großes Potenzial zusprechen. Für das Nischenpublikum bietet sich hier ein kleines Juwel und die Chance, sich früh einer Band anzuschließen, die evtl. mal einen wichtigen Footprint in der Sparte hinterlassen könnte.

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Bildquellen

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Blues Mike

Blues Mike

Als ich 12 war, gab mir ein Freund die Nummer des Teufels. Unter dieser Nummer meldete sich sein Assistent, der Meister der Puppen. Er sagte mir, dass es Rost im Frieden gibt und ich fortan mit meiner Gitarre um Gerechtigkeit für Alle kämpfen sollte!

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