Broken Hands mit Debüt Turbulence

Broken Hands, eine Rock Band aus dem Vereinigten Königreich, haben vor gut einem Monat ihr Debüt-Album Turbulence via SO Recordings veröffentlicht. Zuvor wurde schon mit Meteor die erste Singleauskopplung herausgebracht, die seitdem erfolgreich im britischen Radio gespielt wird und dies auch bei der BBC.

Broken Hands sind weit rum gekommenBroken Hands - Band

Die Band ist seit ihrer Gründung schon weit rum gekommen. Eine Headliner-Tour durch das Vereinigte Königreich gehörte ebenso dazu, wie Festivalauftritte u.a. bei Reading/Leeds, Isle of Wight und Sonisphere. Nebenbei supporteten sie auch Größen wie die Rolling Stones , The Cult und auch Black Sabbath.

Das Album wurde von dem Quintett um Sänger Dale Norton in mehreren Studios des Inselreiches aufgenommen. Produziert wurde es von Tom Dalgety, der diesen Job unter anderem auch für Royal Blood und den Pixies erledigt hatte.

Turbulence ein Album vom Fliegen

Der Titel Turbulence kommt nicht von ungefähr. Sänger Dale Norton hatte eine Eingebung am Londoner Flughafen Gatwick. Er kam dort zu dem Entschluss, dass der Flughafen eine Metapher für das Leben an sich sei.

As this ran through my head I was hearing the jet engines soaring into the sky from Gatwick’s runways. They sounded just like fuzzed-out guitar feedback and festival sound drums crashing. Then came more images: planes taking off and people getting messed up. Turbulence and paranoia. Engines charging and pupils dilating…”

Und so wurde das Fliegen zum Thema. Interessanterweise hat die NASA im Weltraum aufgenommene Samples veröffentlicht. Da diese Samples zufällig während der Aufnahmen zum Album veröffentlicht wurden, hat Tom Dalgety diese kurzerhand mit in das Album integriert. Dadurch entstand ein einzigartiger Sound, der es schafft die einzelnen Stücke gekonnt miteinander zu verbinden.

Eher BritPop als Hard Rock

Wie ist es also, dieses Album über das Fliegen? Als erstes fallen einem Titel wie Meteor, Impact, Turbulence und 747 ins Auge. Die Songs können ihre Herkunft von der Insel nicht verleugnen, hören sie sich doch an wie BritPop. Die schon angesprochenen Samples aus dem Weltall verbinden die Songs gekonnt, nur bei 747 nervt mich der Anfang gewaltig. Oder ist das Kunst?

Der Reihe nach

Jetzt aber erst einmal der Reihe nach. Der Opener Spectrum gibt schon die Richtung des Albums vor: rockig, groovig aber sehr BritPop-lastig. Mit Meteor folgt ein echter Kracher, der noch mehr nach vorne drängt, wie der schon der Opener. Should I hingegen nimmt wieder etwas Schwung aus dem Flug, der mit Impact und der hier aufwartenden Orchesterunterstützung schon fast zum ruhigen Segelflug wird.

Bei Turbulence wird der Motor langsam wieder auf Touren gebracht, um bei 747 in einem langsamen Absturz zu enden. Wie schon erwähnt sind hier die Samples zu stark vertreten.

Mit Four und Who Sent You erholt sich das Album wieder, was bei dem beinahe einschlafenden Collide wieder vergessen wird. Death Grip und W.T.L.L. schließen das Album wieder rockiger ab.

Fazit

Turbulence ist ein interessantes, stark nach BritPop klingendes Erstlingswerk geworden, das in diesem Kreis sicherlich seine Freunde finden wird. Freunde des harten Gitarrensounds sind hier sicherlich falsch, Hörer der etwas „leichteren“ Gitarrenmusik kommen hier aber auf ihre Kosten. Die Songs grooven und auch die Stimme von Sänger Dale Norton kann überzeugen. Die Produktion ist sauber und gefällt mir sehr gut, da alle Instrumente sorgfältig aufeinander abgestimmt sind und keines unangenehm heraussticht. Zwei Songs – Impact und Collide – fallen hier aber aus dem BritPop-Rahmen.

Meine Anspieltipps sind: Spectrum, Meteor, Impact und Four.

Video zu Meteor

Damit ihr euch selber überzeugen könnt, haben wir hier das Video von Meteor:

 

Broken Hands sind:

  • Dale Norton – Gesang
  • Callum Norton – Schlagzeug
  • Thomas Ford – Bass
  • Jamie Darby – Gitarre
  • Dave Hardstone – Keyboards

Tracklist Turbulence:

  1. Spectrum
  2. Meteor
  3. Should I
  4. Impact
  5. Turbulence
  6. 747
  7. Four
  8. Who Sent You
  9. Collide
  10. Death Grip
  11. W.T.L.L.

NEWSLETTER. FREITAGS. KOSTENLOS.

Bildquellen

  • Broken Hands – Band: BLACK MOB / Sailor Entertainment
  • Broken Hands – Turbulence Cover: BLACK MOB / Sailor Entertainment
Frosch

Frosch

Hör den Summs jetzt schon seit über 30 Jahren. Alles fing damals mit Maiden und Saxon an. Dann kam die legendäre Heavy Metal Night bei Rockpop in Concert, und der Drops war gelutscht.

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

vierzehn − zwei =