Deep Purple covern und nennen es Turning To Crime

Deep Purple Turning To Crime

Zu was so eine Pandemie und ein Lockdown doch alles gut sein kann. Weder war es möglich zu touren noch sich einfach zu treffen. Aber letzteres ist zwingend notwendig damit Deep Purple neue Songs schreiben können. Das und noch vieles mehr hat uns Roger Glover im Vorfeld zur Veröffentlichung von „Turning To Crime“ verraten. Das ganze Interview findet ihr in Kürze hier bei metal-heads.de. Aber zurück zu „Turning To Crime“, das heute am 26. November 2021 bei earMUSIC / Edel veröffentlicht wird. Die Platte ist das 21. Album von Deep Purple, aber tatsächlich das erste reine Cover-Album. Bob Ezrin war wieder als Produzent mit an Bord und dass die gesamte Truppe viel Spaß hatte, erkennt man schon am Video zum Opener „7 and 7 Is“. Wie der Rest der Platte klingt, verrate ich euch danach. Viel Spaß!

Deep Purple machen einen Streifzug durch die Musikgeschichte

Im Original ist „7 And 7 Is“ über fünfzig Jahre alt und stammt von Arthur Lee und seiner Band Love. Und ich bin mir sicher, dass er damals nicht so purpleesk klang. Noch mehr als das Stück selbst, gefällt mir das Video. Man sieht und spürt den Spaß den alle dabei hatten und das ist einfach verdammt ansteckend. Noch älter ist „Rockin‘ Pneumonia And The Boogie Woogie Flu“ und Don Airey hebt mit seinem Spiel den Song auf ein anderes Level. Weiter geht es mit „Oh Well“, einem Fleetwood Mac Cover. Im Purple Gewand gefällt mir der Song um Längen besser. Wahnsinn, was die Jungs daraus gemacht haben. Vergleicht mal die Gesangslinien und dann zieht den Hut vor Ian Gillan und Don Airey hat hörbar Spaß. „Jenny Take A Ride“ kam ja schon bei Quentin Tarantino zu Ehren und auch Deep Purple haben beim Spielen einfach gute Laune. Ein klassischer Rock ’n‘ Roll Song halt. An Bob Dylan kommt man irgendwie nicht vorbei und so ist er auch hier vertreten. „Watching The River Flow“ heißt die Nummer. Purplelized klingt es doch ganz anders, flotter. Und wieder einmal ist es Don Airey, der zu glänzen weiß. Weg vom Rock geht bei „Let The Good Times Roll“. Für Deep Purple eine untypische Nummer. Aber welch großartige Musiker sie sind, zeigen sie auch bei diesem Big Band / Blues Stück.

Supergroup covert Supergroup

Recht nah am Original bleiben Purple bei „Dixie Chicken“ von Little Feat. „Shapes Of Things“ von den Yardbirds könnte dem einen oder anderen vielleicht sogar bekannt sein. Ist eine gute Nummer, aber mehr auch nicht. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie das ausgerechnet Engländer „The Battle Of New Orleans“ singen. Aber ich mag diese Art von Song. Wenn man in der richtigen Stimmung ist, macht es einfach Laune da mitzuschunkeln. „Lucifer“ ist einer der Songs, die ich von Anfang an mag. Im Original von Bob Seger und meines Wissens nach von Steve Morse ausgesucht, der hier auch richtig aus sich herausgeht. Cream gelten als eine der ersten Rock Supergroups und mit dem Cover von „White Room“ zollen Deep Purple ihren Respekt. Um besser oder schlechter kann es in diesem Fall gar nicht gehen. Ich für meinen Teil lasse beide Versionen einfach gleichberechtigt nebeneinander stehen. Derselbe Song von jeweils zwei Supergroups gespielt und interpretiert, ist das nicht ein Traum? Zum Abschluss gibt es mit „Caught In The Act“ noch ein Medley in dem den Schaffen von The Allman Brothers, Freddie King, The Spencer Davies Group, Booker T. and the M.G.s und Led Zeppelin die Ehre erwiesen wird. Schöne Zusammenstellung und es ist ein wahres Vergnügen der Spielfreude der alten Herren lauschen zu dürfen.

Deep Purple haben Spaß und machen Spaß

Braucht man ein Cover Album von Deep Purple? Nö. Aber macht es Spaß? Klar, und wie! Es ist einfach eine Freude zu hören wie Deep Purple auf „Turning To Crime“ fremde Songs zocken und in ein Purple Gewand packen. Diese Spielfreude und diese Lust an der Musik an sich ist einfach ansteckend. Man hört bei jedem einzelnen wie viel Spaß er dabei hatte. Und doch möchte ich besonders Don Airey hervorheben. Mit seinem Spiel hebt er jede Nummer noch einmal auf ein anderes Level und lässt sie unverwechselbar nach Deep Purple klingen. Deep Purple bieten uns auf „Turning To Crime“ einen kleinen Streifzug durch ein paar Jahrzehnte Musikgeschichte. Dabei wird nicht einfach gecovert, sondern jeder Song kriegt die Purple DNA implementiert und so wird etwas tolles Neues geschaffen. Danke dafür!

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Bildquellen

  • Deep Purple Turning To Crime Band by EarMusic: earMUSIC / networking media

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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