Hamburger Alternative mit REKKORDER – Breaking Silence

Rekkorder

Drummer Daniel von REKKORDER schickte uns von metal-heads.de vor gut 2 Wochen eine nette Mail – und unser Interesse war geweckt. Daher können wir heute quasi in zwei unserer Rubriken tätig werden. Nämlich in der Sektion „Reviews“ und auch bei „behind the scenes“ . Zum einen stellen wir euch kurz und knackig die neue Band REKKORDER und zum anderen deren Erstlingswerk „Breaking Silence“ vor.

Kurz und knackig: die Bandhistorie von Rekkorder

Irgendwie scheint alles ziemlich schnell gegangen zu sein für die Hamburger. Anfang 2015 von Gitarrist Bernd Bloedorn gegründet, fanden nach einigen Umbesetzungen bis zum Sommer die Gebrüder Buchwald (im Einzelnen Tobias an der Gitarre und Johannes am Bass), Sängerin Nina (mit vollem Namen: Nina Lucia Medina Muñoz) und besagter Drummer Daniel Petri zusammen. Damit war der Drops gelutscht und die Band komplett. Fortan wurde am Debut-Album gebastelt, live in und um die Hansestadt gespielt und mit höchst professioneller Hilfe die im November 2016 veröffentlichte CD fertig gestellt. Denn kein Geringerer als Scott Hull masterte und komplettierte die Scheibe in New York City.

Und diese Professionalität bei der Produktion hört man auch sämtlichen der 12 variantenreichen Songs des Silberlings „Breaking Silence“ an.

Die CD „Breaking Silence“Rekkorder

Das fertige Werk kommt in einem optisch sehr ansprechenden 6-seitigen Digipack mit 16-seitigem Booklet daher und macht daher bereits beim Auspacken Laune. Die nächste Überraschung: alle Songtexte sind darin zum Mitlesen enthalten, was heutzutage leider eine Seltenheit geworden ist.

Und REKKORDER haben einiges zu sagen, wenn man allein die 42 Textzeilen des uns begrüßenden Openers „Hello“ überfliegt. Gut, wir sehen vom Schüttelreim „Time Seems To Dissappear, Cannot See My Beer“ wohlwollend ab. Die übrigen Songtexte sind da wesentlich aussagekräftiger und gehaltvoller. Doch dazu später mehr.

Denn bevor wir von metal-heads.de jetzt durch jeden einzelnen Song hechten, bieten wir Euch die von REKKORDER in deren youtube-Kanal mitgelieferte, zeitsparende Alternative an. Einen Trailer nämlich, in dem sämtliche 12 Tracks zumindest angespielt werden. Voilá, macht euch einen ersten eigenen Eindruck von den Jungs und dem Mädel:

Jetzt geht´s los. Mit besagtem „Hello“ nämlich. Welches uns nicht nur ordentlich begrüßt, sondern uns zugleich musikalisch echt vom Sonntags-Sofa reißt. Selten in neuester Zeit so einen fein abgemixten und gleichzeitig kraftvollen Alternative-Rock-Sound gehört. Zugegeben, die Stimme der kolumbianischen Sängerin Nina weist anfangs für unseren Redakteur hörbare Parallelen zu ihrer Landsfrau Shakira auf. Sowohl im Opener als auch im nachfolgenden „The Right Way“ nämlich ist Sängerin Nina irgendwie auf der Suche nach ihrer idealen Tonlage zum übrigen Sound.

Nina und Shakira – Hauptsache, Kolumbien

Gefunden haben sich die männlichen Musiker und ihre ausdrucksstarke Sängerin dann aber spätestens beim 3. Track der CD mit dem Titel „Locked“ . Die tiefere Stimmlage passt 1 A und bleibt in den restlichen Songs der insgesamt 46 Spielminuten langen CD zum Glück auch erhalten. Ab hier passt wirklich alles bei REKORDER.

Locked“ ist und bleibt dann auch unser Lieblingsstück. Nicht nur wegen der tricky brakes mitten im Song, sondern weil einfach alles passt. Die Drums spielen unaufgeregt aber hörbar, der Gitarrensound ist brillant und die Stimme von Nina absolut rockröhrentauglich. Dass der Kopf fortwährend im Takt nickt, liegt einfach daran, dass es REKKORDER verstehen, total eingängigen und ohrwurmtauglichen Rock abzuliefern.

Nach „New Wave“ lockt der Basslauf im nachfolgenden Song „Leave“ den Hörer in einen brutal-guten Refrain. Unbedingt die Regler an den Boxen laut aufdrehen! Die Textzeile „Open My Eyes“ passt irgendwie, denn der Sound klingt hier wie das Lied „Open Your Eyes“ der Guano Apes.

Die Flüstertüte setzt Sängerin Nina dann zu Beginn des Lieds „Upside Down“ ein. Und genau diese kleinen Elemente der Abwechslung – gepaart mit dem durchgehend saustarken Grundsound in sämtlichen Tracks – machen diese Debut-CD so interessant und hörenswert. Warum der Songtext von „Upside Down“ allerdings gleich zweimal im Booklet abgedruckt wird, bleibt ein Geheimnis der jungen Hamburger Band.

Save what´s left“ beginnt langsam und leise, entwickelt sich dann aber fast punkig und dreht sich inhaltlich – wie eigentlich in sämtlichen Stücken – wieder um die Gefühlswelt.

Mit dem letzten Drittel an Songs, im Einzelnen den Stücken „Nephilim“ mit seinem groovigen Beat im Refrain, „Sound Of Light“ mit dem alternative-hardcore-artigen Riffs, dem sphärisch-brutalen und mit Sprechgesang variierendem „Heat“ und dem abschließenden „Public Enemy“ mit zartem Grindcoregesang im Hintergrund endet die Scheibe „Breaking Silence“ ungewöhnlich laut. Ein weiterer Pluspunkt von REKKORDER, die es verstehen, gleich mit der Debut-CD aufzufallen. Andere Bands bauen zum Ende der Songauswahl doch häufig ab, die Hamburger steigern sich noch.

Fazit

Ein starkes Debut. Und zugebenermaßen höchst professionell vom ersten bis zum letzten Ton eingespielt, gemixt und gemastert. Wie eingangs erwähnt, bietet das Hamburger Quintett einen ausgefeilten Sound, solidesten Rock mit durchgängigem Ohrwurmcharakter und die aktuell sehr beliebte Symbiose des „female fronted“ Rocks. Wir von metal-heads.de sind auf die Live-Qualitäten der Band gespannt und hoffen auf ein baldiges erstes Kennenlernen.

Mehr Infos über REKORDER findet ihr auf deren Internetseite.

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Bildquellen

  • Rekkorder: www.amazon.de
  • Rekkorder: Bernd Bloedorn/Rekkorder
Ralfi Ralf

Ralfi Ralf

Als ich mir mit 14 zum ersten Mal das Nasenbein beim Moshen mit dem Tennisschläger im heimischen Kinderzimmer brach, war es um mich geschehen! METAL...

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