Devil In Me – Soul Rebel – Album Review (VÖ: 20.11.2015)

Devil In Me Band

Im Jahr 2012 haben Devil In Me ein ziemliches Brett vom Stapel gelassen, als die Portugiesen mit The End ein Hardcore Konzept Album vorstellten. Sie haben sich nun 3 Jahre Zeit gelassen, um mit ihrem inzwischen vierten Langspieler Soul Rebel den „Crossover Flavour der 90er“ zurück zu bringen, wie die Band selbst ankündigt. Ist ihnen das gelungen? Ich sehe hier 12 Songs mit einer Spielzeit von 35:32 Minuten – ok da geht’s straight zur Sache.

Was direkt auffällt, ist dass man sich bei einigen Songs Größen dazu geholt hat, die ebenfalls aus der Zeit sind. So sind Billy, Bobby und Scott von Biohazard, aber auch Freddy von Madball angetreten, den Jungs aus Portugal beim 90er Flair zu helfen.

Groove as fuck

Devil In Me spielen bei genauem Hinhören keinen puren Hardcore, manche Riffs sind einfach gute Heavy Metal Riffs, aber  die intensive Stimme von Sänger Poll, die Chorus und Breakdowns machen sie natürlich wieder zu einer Hardcore Combo. Obwohl der Sound überhaupt nicht an die 90er erinnert: er ist sehr modern abgesmischt, kommen doch vereinzelt die alten Gefühle hoch; gerade wenn man bei Born To Battle an gaaanz alte Prong-Riffs erinnert wird.

Was die Portugiesen auf jeden Fall können, ist: groove as fuck. Jeder Track, egal ob Knowledge Is Power, Remember My Name, oder auch Monster haben ziemlich tief in der Groove-Kiste gewühlt.
Bei Born To Battle oder SYG wird dazu noch ab und an die Doublebass bemüht, was den Tracks noch einen gute Portion Bums mit gibt.

Generell geht das Album Soul Rebel gut nach vorne. Da werden keine Gefangenen gemacht und man spielt mit ordentlich Druck wie zB auf dem Closer Blood & Rage.

Fazit

Ist es 90er Flair? Ich würde sagen, es ist sicherlich ein klassisches Hardcore Album, also hier schon mal alles richtig gemacht. Einige der Riffs erinnern ebenfalls stark an die Riffs der 90er. Aber durch den modernen Sound kommt kein richtiges 90er Feeling auf. Aber ehrlich? Das muss es auch nicht, denn ich will heute nicht mehr Scheppersound, wenn ich es auch fett haben kann und daher hat mir das Album und im Besonderen die Tracks Soul Rebel, Knowledge Is Power und Born To Battle Spaß gemacht. Guter, handfester Hardcore mit Bums, Groove und schwerer Körperbewegungsanimation – was will man mehr?

Tracklist

Devil In Me Soul Rebel Artwork

1. Intro 00:59
2. Break the Chain 02:31
3. Soul Rebel 03:57
4. Remember My Name 03:05
5. Monster (feat. Billy Graziadei, Bobby Hambel, Scott Roberts) 03:10
6. Knowledge Is Power 03:19
7. Warriors (feat. Freddy Madball) 03:00
8. Born to Battle 03:15
9. SYG 03:12
10. Power 03:08
11. Control 02:40
12. Blood & Rage 03:15

Line-Up

Poll | Vocals
Matos | Guitar
Joao | Bass
Tiago | Drums
Pedro | Guitar

Erhältlich ist Devil In Me – Soul Rebel natürlich auf Impericon oder auch über amazon:

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Bildquellen

  • Devil In Me Soul Rebel Artwork: Label: Impericon
  • Devil In Me Band: Label: Impericon

Toby the Ogre

Früher aktiver Death-Schreihals und Sänger, heute passiver Schreihals. Lieblingsgeräusche: Konzert-Tinnitus und Motorräder. Lieblingsbands: Gojira, Meshuggah, Nile, Rivers of Nihil, Parkway Drive. Wenn der Tinnitus nachlässt höre ich auch gerne in andere Genre rein.

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