Don’t Drop The Sword – Path To Eternity

Don't Drop The Sword Band

Die Zeiten, in denen Erding vor allem für Weißbier steht, sollten bald endgültig vorbei sein! Grund dafür sind die fünf Jungs von Don’t Drop The Sword, die in eben jenem Ort in Oberbayern beheimatet sind. Bereits Ende des letzten Jahres haben sie das Album „Path To Eternity“ veröffentlicht, dass jetzt mit etwas Verspätung auf meinem Plattenteller gelandet ist. Vorher gab es mit „Into The Fire“ bereits eine EP, die ebenso wie das Album in Eigenregie entstanden ist. Warum man es fast schon als Skandal bezeichnen muss, dass sich für die Truppe noch kein professionelles Label gefunden hat, erfahrt ihr im folgenden Beitrag.

Don’t Drop The Sword – doch eine Band aus Krefeld?

Mit „Guardians Of Light“ wird das Album eröffnet und zunächst einmal muss ich kurz grübeln. Hab  ich es etwa doch mit einem unbekannten Frühwerk von Blind Guardian zu tun? Nicht nur, dass die Stimme von Sänger Anti unverkennbare Ähnlichkeit mit Guardian-Sänger Hansi Kürsch aufweist, auch stilistisch erinnert der schnelle Power Metal Song stark an die frühen Werke der Krefelder. Das ändert sich auch bei  „Rotten Wings“ nicht. Der Track mit dem ungemein eingängigen Refrain hätte auch auf „Nightfall In Middlearth“ einen Platz finden können. Überzeugt euch selber davon:

Hohe Qualität aus Deutschlands Süden

Die stilistische Ähnlichkeit zu Blind Guardian geht auch im weiteren Verlauf des Albums nicht verloren. Aber auch Elemente von Bands wie Running Wild, Rhapsody oder Hammerfall sind vorhanden. Im übrigen empfinde ich es in Zeiten, wo sich jede Menge Bands ganz stark an dem Sound der NWOBHM orientieren, keineswegs als Manko, dass sich eine Truppe mal Blind Guardian zum Vorbild nimmt. Zumal die Krefelder selber ja inzwischen deutlich progressiver zu Werke gehen. Aber genug der Vergleiche, widmen wir uns lieber den Songs und da sind auf diesem Album mit 14 Titeln und einer Spielzeit von über einer Stunde reichlich erstklassige Stücke vertreten. Da keine Ausfälle zu verzeichnen sind, möchte ich mir hier nur auf die (zahlreichen) Höhepunkte beschränken. Das fast 8 minütige „Banished To The Nightly Realms“ ist sehr abwechslungsreich und erinnert phasenweise an US-Metal der späten 80’er. „Siren’s Song“ ist ein weiterer Titel, der über absolute Hitqualität verfügt. Auch hiervon dürft ihr euch gerne selber überzeugen:

 

Eines der besten Power Metal Alben des Jahres 2017

Path To Eternity CoverDie Akkustikballade „Jester’s Tears“ (sozusagen der Bard’s Song von Don’t Drop The Tears), die famosen Power-Metal Granaten „Hero Of All Times“ und „King Of The Dragon Age“ (mit  ganz starken Gitarrenparts) sowie das abschließende stimmungsvolle „Path To Eternity“ sind weitere Belege dafür, dass wir es hier mit einem der stärksten Power Metal Alben des Jahres 2017 zu tun haben. Sänger Anti, die Gitarristen Maxi und Alvin, Bassist Mathias und Schlagzeuger Dom haben hier ein richtig fettes Stück Metal abgeliefert. Ihr solltet euch das Album unbedingt in physischer Form als edlen DigiPak HIER bei der Band bestellen oder zumindest über den unten angeführten Link bei Amazon downloaden. Es lohnt sich und wird hoffentlich bald dazu beitragen, dass die Jungs einen lukrativen Plattenvertrag erhalten. Verdient wäre es allemal!

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Bildquellen

  • sunset on Seychelles beach: Don't Drop The Sword
  • MIB_Band_fotocredit_Andi_Dalferth: Don't Drop The Sword
Uwe

Uwe

Fast 35 Jahre als Metal-Fan hat es gebraucht, bis ich es endlich geschafft habe, ins heilige Metal-Land nach Wacken zu kommen! Auf diese Weise erleuchtet, hoffe ich auf mindestens noch 50 Jahre Musik "Louder Than Hell"!

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