Ghosther und ihr Nikolausgeschenk

Ghosther 2019

Aus MoDo wurde Ghosther und diese sind bei Noizgate unter Vertrag und haben uns jetzt mir ihrem Debüt „Through Fire“ passend zum Nikolaus am 06. Dezember 2019 ein Geschenk präsentiert. Zehn Songs, die eine bunte und explosive Mischung aus Metal, Alternative und ein paar Popelementen sein sollen. Damit es ordentlich knallt wurde mit Aljoscha Sieg (Pitchback Studios und u.a. Eskimo Callboy, Annisokay, We Butter The Bread With Butter, Any Given Day) ein namhafter Produzent engagiert. Aber ist es denn nun wirklich die versprochene, heiße Überraschung oder doch eher „The Bitterend“? Mal schauen wie sich der Song im Video macht und dann widmen wir uns dem Album Song für Song.

 

Ghosther – kein Operetten-Metal

Wer bei female-fronted Operettengesang erwartet, liegt bei Ghosther definitiv verkehrt. Frontfrau Jenny singt im mittleren Bereich und der Opener „Breathing“geht gut nach vorne und Gitarrist Andy streut passend akzentuiert rauhe Vocals mit bei. Es folgt mit „The Bitterend“ obige Single und die gefällt mir tatsächlich besser als der Opener. Es sind die versprochenen poppigen Elemente zu finden und die stehen dem Song tatsächlich sehr gut. Geht ins Ohr und hat trotzdem noch die Rauheit, die es braucht. „Twenty“ ist eine gelungene Mahnung aus der alltäglichen Tretmühle auszubrechen. Ein Refrain, der direkt im Ohr bleibt und ja, wir sind zu jung um schon alt zu werden. Und das altersunabhängig. Bei „H.O.P.E.“ gefällt mir besonders der Wechselgesang zwischen Andy und Jenny. Ich weiß nicht warum, aber es ist einer meiner Lieblingssongs auf der Platte. „Absence Makes The Heart Grow Fonder“ ist auch gut, will bei mir aber nicht so recht hängen bleiben.

 

Ghosther – von hart bis emotional

„Lighthouse“ serviert uns wieder ein paar poppige Melodien, schöne Wechsel und viel Gefühl. Das ist alles nicht neu, aber mir gefällt’s. Härteren Stoff gibt es wieder mit „Hand 2 Heart“. Ich kann mir nicht helfen, Sachen wie „Conscious“ gefallen mir besser. Etwas mehr in Richtung Alternative und mehr Melodie. Ein wenig überraschend kommt die wütende Ankündigung „Lonely Life“. Der Song fällt ein wenig aus der Reihe, aber das ist gut. Denn so ist er mein zweites Highlight auf dem Album. Zum Schluss folgt der Titeltrack, der textlich im krassen Gegensatz zu „Lonely Life“ steht. Hier werden noch einmal alle Trademarks von Ghosther in einem Song versammelt.

Ghoster – da hat der Nikolaus was Gutes gebracht

Tja, was soll ich sagen? Für ein Debüt ist das schon verdammt ausgereift. Kein Wunder, denn obwohl es ein Debüt ist, sind die Beteiligten ja alle schon etwas Ghosther ThroughFire Artworklänger dabei. Für mich ist zwar nicht jeder Song ein Treffer und manchmal ist mir das Songwriting etwas zu eindimensional. Aber das waren auch schon meine Kritikpunkte. Mir gefällt es, dass Frontfrau Jenny nicht klingt wie die üblichen Sängerinnen und die eingestreuten Vocals von Andy bringen auch eine schöne Abwechslung. Mir gefallen Ghosther am besten bei Songs wie „H.O.P.E.“, „Lighthouse“, „Conscious“ oder „Lonely Life“. Ich bin gespannt wie es bei Ghosther weitergeht. Ich persönlich hoffe es geht in diese melodiöse Alternative Richtung. Aber so oder so, mit „Through Fire“ hat uns der Nikolaus was Gutes gebracht.

Ghosther – Line-Up und Kontakt

Jenny (Vocals)
Andy (Gitarre / Backing Vocals)
Stelle (Bass)
Ronnie (Drums)

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Bildquellen

  • Ghosther ThroughFire Artwork: Noizgate Records
  • Ghosther 2019 720×340: Noizgate Records
soundchaser

soundchaser

Angefangen hat es mit einer Kassette die ich von einem Kumpel bekam mit Running Wilds "Port Royal" und "Abigail" von King Diamond. Seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen...

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