HARKON: Debüt-EP „Ruins Of Gold“

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Es gibt etwas Neues im Westen: HARKON veröffentlichten am 15. Februar 2019 ihre Debüt-EP „Ruins Of Gold“

Na, habt ihr beim Blick auf das Bild auch gedacht: den kenne ich doch und den – ja und die auch. Aber HARKON – noch nie gehört. Das ist auch nicht verwunderlich, denn HARKON haben sich erst 2017 gegründet. Ende 2018 sind sie dann ins Studio gegangen. Herausgekommen ist die EP Ruins Of Gold, mit vier Titeln, die Lust auf mehr machen und die Frage aufkommen lassen, wann die Songs auch live zu hören sein werden.

„Wir müssen auf jeden Fall irgendwann mal was zusammen machen“

harkon bandMit dieser unverbindlichen Aussage startete die Band, die nicht nur durch die Veröffentlichung der EP sondern auch durch erste Termine für Shows inzwischen konkrete Formen angenommen hat.

HARKON – das sind Björn Gooßes (Vocals) , Volker Rummel (Gitarre), Marcel Willnat (Bass) und Lars Zehner (Drums). Und alle sind erfahrene Musiker, die mit Bands wie The Very End, Night in Gales, Adrian Weiss Band, Forces at Work spielen oder gespielt haben.

Angesichts der Möglichkeiten, die die einzelnen Musiker haben, ist es sicher nicht nur für mich spannend, was sich aus dieser Zusammenarbeit entwickeln wird.

„…weil die Welt ein kleines Bisschen HARKON braucht“ – die EP Ruins Of Gold

HARKON versprechen uns eine Verbindung aus Metal und Hardrock garniert mit Prog. Schon der Opener Ruins Of Gold macht aus dieser Verbindung einen kraftvollen, mitreißenden rockenden Metal Sound, in den sich schwermütige Passagen einfügen. Zunächst schaffen Drums und Saiteninstrumente einen mächtigen und warmen Sound, aus dem sich schöne Leads herausarbeiten. Der Bass lässt den Song fett grooven. Gekrönt wird das Ganze von einem wirklich feinen Solo.

Thistleblower hat einige rhythmisch interessante Passagen. Die Riffs und Licks deuten die Melodie an, die dann von variablen Vocals transportiert werden. Im letzten Drittel bekommt der Song quasi noch eine Wendung, wenn die Saiteninstrumente die Textzeile „Now, did you see what they have done to those who did not look“ vorbereiten, die Björn Gooßes mit zunächst einschmeichelnder Stimme vorträgt. Doch es ist schnell zu Ende mit der Anschmiegsamkeit und der Song kommt wieder energisch daher, schafft einen wunderbaren Übergang zu einem tollen Solo von Volker Rummel, das vom Bass gut unterstützt wird.

Round And Round beginnt mit Akkordfolgen, die Spannung aufbauen und immer wieder zurückgenommen werden, wodurch die Lyrics mehr Raum bekommen.  Lars Zehner setzt mit Double-Bass-Parts deutliche Akzente, was dem Song eine ordentliche Dynamik verschafft. Der zweite Teil des Songs wirkt in gewisser Weise ruhiger. Vielleicht, weil sie sich hier Zeit für gut gemachte Arrangements gelassen haben.

Take It Slow ist dann leider schon der letzte Song der EP. Er gefällt mir gut, weil sich Björns Stimme in einer Weise eingefärbt hat, dass sie so richtig ins Ohr geht. Und Marcel Willnat liefert dazu ‚Tiefton‘-Bassläufe ab, die dem Song sein kraftvolles Fundament geben.

„Now, is that what you wanted“?

Harkon Ruins Of Gold CoverSo lautet die erste Zeile meines Favoriten Round And Round und ich muss sagen: diese vier ganz unterschiedlichen Songs bringen viel von dem, was ich mir von HARKON gewünscht habe: ein heavy rock’n Metal mit Prog- und tatsächlich auch Thrash-Einflüssen. Mal kraftvoll und wuchtig und dann wieder fast verspielt mit abwechslungsreichen Arrangements. Es ist HARKON gelungen, auf einer soliden metallischen Basis rockige, thrashige und proggige Elemente zu platzieren, zwischen denen durch eine gute Rhythmusarbeit, schöne Riffs und eine variable Stimme Spannung aufgebaut wird. An manchen Stellen hätte ich mir noch mehr progressive und thrashige Elemente gewünscht. Die Grundvoraussetzungen sind da und HARKON haben uns diesbezüglich ja schon ein paar anständige Appetithappen vorgesetzt. Da es sicherlich nicht bei dieser EP bleiben wird, hoffe ich einfach, dass mein Wunsch Gehör finden und dem Progressiven dann noch mehr Raum gegeben wird.

Bevor ich euch die ersten Livetermine übermittle noch etwas zum Artwork, das – wie kann es anders sein – von Björn Gooßes (Killustrations) stammt, der ja nicht nur für HARKON, sondern für viele andere Bands und Festivals Cover und Plakate gestaltet hat.

Live-Termine

16.03.19 │Essen (Ground Zero) Metal For Mercy

10.05.19 │ Dortmund (BlackEnd) zusammen mit Adrian Weiss Band

17.08.19 │Turock Open Air

und weitere werden folgen. Bleibt HIER auf dem Laufenden.

Die EP gibt es DORT als kostenlosen Download

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Bildquellen

  • harkon band: Bandfoto von Tom Row | http://www.frontrowimages.com
  • Harkon Ruins Of Gold Cover: HARKON Björn Gooßes | https://www.killustrations.com
  • harkon band: Bandfoto von Tom Row | http://www.frontrowimages.com
Birgit

Birgit

Iron Butterfly und Jethro Tull haben mir gezeigt, dass es neben Uriah Heep, Black Sabbath und Whitesnake noch etwas anderes gibt. Neugierig geworden höre ich seitdem alles, was sich unter dem Oberbegriff Metal und Rock versammelt. Je nach Stimmung eher Metalcore oder instrumentalen Rock. Mein Herz hängt allerdings am ganzen Spektrum skandinavischer Metalmusik: ob nun Folk-, Progressiv oder Doom-Metal.

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