HEART – Live In Atlantic City (bereits veröffentlicht)

Heart - Live In Atlantic City / Cover

Im Jahre 2006 strahlte der Musiksender VH 1 im Rahmen seiner Konzertreihe „Decades Rock Live“ die Aufzeichnung eines Heart Konzertes mit dem Titel „Live In Atlantic City“ aus. Der Auftritt  war historisch, denn die Wilson-Schwestern brachten nicht nur ihre Band ins Rampenlicht, sondern scharten auch prominente Gäste aus der Musikszene um sich, die den gemeinsamen Auftritt zu etwas ganz besonderem machte. Und keiner hätte mehr geglaubt, dass das ganze Szenario 13 Jahre später doch noch als akkustischer und visueller Tonträger veröffentlicht wird. Erschienen ist „Live In Atlantic City“ via earMusic am 25.01.2019.

Heart live aus dem Wohnzimmer…

Unter freudigem Jubel der Fans begrüßt Sängerin Ann Wilson die Konzertbesucher mit den Worten: „Welcome to our living room“ und kündigt auch gleich den ersten Gast, den ehemaligen Red Hot Chilli Peppers Gitarristen Dave Navarro an. Mit diesem werden die ersten drei Songs des Albums „Bébé Le Strange“, „Straight On“ und „Crazy On You“ herunter gerockt. Es folgt die überwiegend akkustisch gehaltene Ballade „Lost Angel“.

„Crazy On You“ können wir euch direkt an dieser Stelle in Bild und Ton vorstellen:

Country And Roll

Danach folgt die Stunde von Country-Sängerin Gretchen Wilson – weder verwandt noch verschwägert mit Ann und Nancy – und fungiert als Gesangspartnerin von Ann Wilson bei den Songs „Even It Up“ und dem Led Zeppelin Cover „Rock’n Roll“. Im Anschluss wird es mit „Dog And Butterfly“ , zum dem Songwriter Rufus Wainwright auf die Bühne gerufen wird, wieder etwas leiser. Wainwright setzt hier mit seiner Stimme Akzente.

Alice In Chains vs. Carrie Underwood

Nach den ruhigen Tönen von  Rufus Wainwrighrt entern Alice In Chains in Begleitung von Gunner Duff McKagan die Bühne und rocken das Publikum mit den Songs „Would?“ und „Rooster“. Ann Wilson hält sich bei beiden Songs weitestgehend im Hintergrund. Überraschend ist auch die Mitwirkung von Panteras Phil Anselmo bei „Would?“. Mit Hearts Multiseller „Alone“ und der bezaubernden Carrie Underwood (der zweiten Country-Sängerin an diesem Abend) wird der Puls der Fans wieder auf ein Normalmaß gebracht. Eine hervorragende Performance des Songs mit Gänsehautcharakter.

Led Zeppelin zum Zweiten

Ohne Fremdeinwirkung geht es dann mit dem groovigen „Magic Man“ weiter bevor die Band den zweiten Led Zeppelin Covertrack „Misty Mountain Hop“ unter letztmaliger Begleitung von Dave Navarro zum Besten gibt. Zum Abschluss folgen dann zwei Lieder der ersten Stunde. Zwei Songs wie sie gegensätzlicher nicht sein können: „Dreamboat Annie“ und das vom Publikum gefeierte „Barracuda“. Bei letzterem Lied lässt es sich ein Teil der Gastmusiker nicht nehmen die Bühne abermals einzunehmen.

Was ist mit „Would?“ passiert?

Die Blu-Ray bzw. DVD bietet die ideale, visuelle Umsetzung zum Konzert, ist allerdings um den Alice In Chains Song „Would?“ verkürzt. Der Grund erschließt sich mir nicht so ganz. Hat es rechtliche Gründe, weil Phil Anselmo mitwirkt oder ist der Track einfach nur dem Schnitt zum Opfer gefallen, da die Ausstrahlung der Auftritte der Konzertreihe „Decades Rock Live“ auf 60 Minuten begrenzt war?

Ein kurzes Fazit

Alles in allem ist „Live In Atlantic City“ ein fantastisches Dokument der Rock-Musik. Es macht einfach nur Spaß das Album zu hören und man hört und sieht Heart die immense Spielfreude an. Zu keiner Zeit wird es langweilig, aber ich wäre ja nicht ich, wenn ich nicht doch was zu meckern hätte. Led Zeppelin ist ja eine Band die mehr sehr am Herzen liegt und die Songs wurden auch gut umgesetzt, aber statt der Coverversions hätte ich mir doch eher Tracks wie „Little Queen“ oder „Looks That Kill“ im Set gewünscht. So…und jetzt besorgt euch das Ding.

Tracklist: Heart – Live In Atlantic City

Heart - Live In Atlantic City / Cover

01. Bébé Le Strange (with Dave Navarro)
02. Straight On (with Dave Navarro)
03. Crazy On You (with Dave Navarro)
04. Lost Angel
05. Even It Up (with Gretchen Wilson)
06. Rock’n Roll (with Gretchen Wilson)
07. Dog & Butterfly (with Rufus Wainwright)
08. Would? (with Alice In Chains & Duff McKagan) *
09. Rooster (with Alice In Chains & Duff McKagan)
10. Alone (with Carrie Underwood)
11. Magic Man
12. Misty Mountain Hop (with Dave Navarro)
13. Dreamboat Annie
14. Barracuda
*exklusiv auf CD und LP

DVD und Blu-ray beinhalten zudem das Bonus-Material Heart Confidential.

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Bildquellen

  • Heart – Live In Atlantic City / Cover: Amazon.de
STAHL

STAHL

Mit einem Glockenschlag von AC/DCs "Hells Bells" hat 1980 alles angefangen, dann folgte der dreckige Rest in Form von Bands wie Iron Maiden, Venom, Accept und Exciter...long live the loud...

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