Joe Bonamassa – Live At The Greek Theatre (VÖ: 23.09.2016)

Bonamassa, seines Zeichens passionierter Gitarrensammler und Workaholic, hat mit einer weiteren Liveaufnahme seine Diskografie erweitert. Der Titel des Doppel-Longplayers, welcher am 23.09.2016 von der Mascot Label Group erscheint, lautet: „Live At The Greek Theatre“.

Die „Three Kings Tour“ im Jahr 2015 erstreckte sich über insgesamt 14 Amphitheater in den USA. Dabei ehrte Bonamassa seine Idole mit einer zweistündigen Show und spielte 21 ihrer schönsten Bluessongs.  Das Tourfinale in Los Angeles wurde aufgezeichnet und ist als Doppel-CD, Doppel-DVD und 3-LP-Deluxe-Edition erhältlich. Außerdem enthält es ein Collectors-Edition-Booklet sowie diverses Bonusmaterial und Making-Of-Szenen.

Bonamassa und seine Gitarren

Auf der vorliegenden Doppel-CD/DVD spielt Joe Bonamassa vier Gibson ES-Modelle, eine Gibson Les Paul, eine Gibson Flying V, eine neue Gibson Firebird, eine Fender Strat und eine 1972er Dan Erlewine Custom Flying V namens „Lucy“. Letztere gehörte ursprünglich Freddie King und befindet sich nun in der Sammlung von Schauspieler Steven Seagall.

„See See Baby“ eröffnet das Konzert. Ein Freddie King-Titel, bei dem Bonamassa sich am Original orientiert, es jedoch in seiner ihm eigenen Art spielt. Freddie King ist auch der Originalinterpret der Tracks „Some Other Day, Some Other Time“, „Lonesome Whistle Blues“, „Sittin‘ On The Boat Dock“, „You’ve Got To Love Her With A Feeling“ und „Going Down“. Bonamassa spielt sich durch die Bluesleitern, als wenn es nichts anderes gäbe. Nicht zu unrecht gehört er zu den angesagtesten Bluesmusikern der heutigen Zeit, ob man ihn und seine Technik nun mag oder nicht.

Vorzügliche Begleitband

Mit an Bord befinden sich seine langjährigen Mitstreiter, welche ihn schon oft begleitet haben oder aktuell mit auf der Bühne stehen. Bei dem Konzert sind folgende Musiker dabei: Joe Bonamassa (Gesang und Gitarre), Michael Rhodes (Bass), Resse Wynans (Keyboards), Anton Fig (Drums), die Hornsektion mit Lee Thornburg (Trompete), Paulie Cerra (Tenor & Bariton Sax), Ron Dziubla (Tenor Sax) und als zusätzlicher Gitarrist Kirk Fletcher! Als Backgroundsängerinnen befinden sich Mahalia Barnes, Jade MacRae und Juanita Tippins mit von der Partie.

Die nächsten fünf Tracks der ersten CD gehören dann Albert King! Der Unterschied ist stilmäßig gut zu hören. Allein der Einsatz der Flying V lässt einen aufhorchen. Klanglich ganz anders als die ES335 und heutzutage nur noch bei wenigen Gitarristen zu bewundern. Auf Anhieb fallen mir da nur die Schenker Brüder und Lance Lopez ein. Ob nun „I’ll Play The Blues For You“, „I Get Evil“, „Breaking Up Somebody’s Home“, „Angel Of Mercy“ und „Cadillac Assembly Line“.

Welcher „King“ passt am besten?

Auf der zweiten Scheibe kommen dann BB King und nochmals die beiden anderen Kings zur Ehre!

Wer kennt da nicht „Oh, Pretty Woman“, welcher noch vorzüglich von Gary Moore auf „Still Got The Blues“ interpretiert wurde. Bonamassa’s Version ist stark daran angelehnt, jedoch richtet sich das Solo mehr nach dem ursprünglichen Original! Hier kann auch Anton Fig ein kurzes Drumsolo bieten!

Bonamassa lässt seinen Musikern Freiraum und fast jeder kann einen oder mehrere längere Soloparts für sich beanspruchen.

Weitere Höhepunkte sind noch einige vorhanden. „Hummingbird“, „Hide Away“, „Born Under A Bad Sign“ und „The Thrill Is Gone“ sprechen für sich. Persönlich halte ich dieses Album für das beste Bonamassa Livealbum in diesem Jahr, falls nicht noch eines erscheinen sollte.

Fazit: Absolut empfehlenswert!

Black Country, Blues und Rockröhren

Nun, Joe Bonamassa befindet sich aktuell mit Glenn Hughes in der sogenannten Jam-/Schreibphase für neues Material der Band „Black Country Communion“. Das Endergebnis in Form eines neuen Longplayers ist für Mai 2017 angesetzt! Zudem ist eine erneute Zusammenarbeit mit Beth Hart in Planung und natürlich wird der Bluesmusiker Joe Bonamassa auch in dem Gebiet tätig werden.

Live At The Greek Theatre

Tracklisting:

01. See See Baby
02. Some Other Day, Some Other Time
03. Lonesome Whistle Blues
04. Sittin’ On The Boat Dock
05. You’ve Got To Love Her With A Feeling
06. Going Down
07. I’ll Play The Blues For You
08. I Get Evil
09. Breaking Up Somebody’s Home
10. Angel Of Mercy
11. Cadillac Assembly Line
12. Oh, Pretty Woman
13. Let The Good Times Roll
14. Never Make Your Move Too Soon
15. Ole Time Religion
16. Nobody Loves Me But My Mother
17. Boogie Woogie Woman
18. Hummingbird
19. Hide Away
20. Born Under A Bad Sign
21. The Thrill Is Gone
22. Riding With The Kings

 

Tourdaten:

05.05.2017 Stuttgart (Porsche-Arena)
06.05.2017 Münster (MCC Halle Münsterland)
08.05.2017 Baden-Baden (Festspielhaus)
10.05.2017 Hamburg (Barclaycard Arena)
12.05.2017 Düsseldorf (Mitsubishi Electric Halle)
13.05.2017 Bremerhaven (Stadthalle)
14.05.2017 Hannover (Swiss Life Hall)
16.05.2017 Freiburg (Rothaus Arena)
17.05.2017 Ravensburg (OberschwabenHalle)
19.05.2017 Leipzig (Arena Leipzig)
20.05.2017 München (Olympiahalle)

 

Hier noch diverse Trailer und Videos:

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Bildquellen

  • Joe Bonamassa: Mascot Label Group
  • Joe Bonamassa L.A. Show: Christie Goodwin
Wolf

Wolf

Musikalisch aufgewachsen mit den Beatles und den Stones in der großen Ära der Rockmusik der 60/70er Jahre! Meine ersten gekauften Scheiben waren von Deep Purple, Grand Funk Railroad, Frank Zappa, Black Sabbath usw. Bevorzugte musikalische Ecke ist der sogenannte Classic- und Progressiv Rock, jedoch höre ich auch in fast allen anderen Bereichen stets rein.

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