Joe Bonamassa – Live Sydney Opera House (VÖ: 25.10)

Joe Bonamassa hat mit „Live At The Sydney Opera House“ am 25.10. via Provogue sein neues Album herausgebracht. Der leidenschaftliche Gitarrensammler und Autonarr veröffentlicht in regelmäßigen Abständen seine Songs.

Das auf CD vorliegende, leider gekürzte, Konzert von der „Blues Of Desperation“-Tour ist am 30.10.2016 in Sydney mitgeschnitten worden. Die Playlist auf der Silberscheibe ist leicht verändert worden. Insgesamt wurden an dem Abend 16 Stücke vorgetragen, von der es auf die CD lediglich 9 geschafft haben.

Auffällig dabei ist, das bis auf eine Ausnahme alle Coverversionen gestrichen worden sind, was ich persönlich sehr schade finde. Dennoch sind es gerade die Eigenkompositionen, welche hier punkten können.

Bonamassa rockt das Sydney Opera House

Im Opener „This Train“ wird ausgiebig gejammt und abgerockt. Bonamassa liefert sich mit Reese Wynans, dem Backgroundchor und Bläsern ein heißes Duell! Mit über 8 Minuten Spielzeit mehr als das doppelte der Studioversion.

Weiter geht es mit „Mountain Climbing“, welches wuchtig daher stampft. Bonamassa ist in den letzten Jahren eindeutig ‚härter‘ geworden in seiner Spielweise. Sicherlich auch zurückzuführen auf seine Kollaboration mit Black Country Communion.

Leider wurde danach „Drive“ auf die Scheibe gepresst, obwohl es etwas den Schwung der zuvor gehörten Tracks herausnimmt. Im eigentlichen Konzert folgten hier „Blues Of Desperation“ und „No Good Place For The Lonely“, die jedoch später auf der Scheibe erscheinen.

Mit „Love Ain’t A Love Song“ vom Album „Different Shades Of Blue“ kommt als nächstes der längste Track des Silberlings. Bonamassa beginnt mit einem 40-sekündigen Solo, um danach der Band Freiraum zu lassen.  Wieder ist es Reese Wynans, der mit einem herrlichen Orgelsolo den Mittelteil eröffnet. Danach spielt Bonamassa seinen ausgiebigen Solopart in dem er erst ruhige, beseelte Klänge spielt, um danach abzurocken.

Die Fans in Sydney feiern die Band

Joe Bonamassa rockt weiter mit „How Deep This River Runs“. Selbst Anton Fig (Drums) setzt teilweise die Doublebass ein, was im normalen Repertoire von Bonamassa eher sehr selten anzutreffen ist. Das Gitarrensolo überzeugt mit spielerischer Raffinesse.

„Mainline Florida“ ist der zuvor erwähnte Coversong, welcher es als einziger vom Konzert hier auf die Scheibe geschafft hat. Ursprünglich von Eric Clapton auf seinem Erfolgsalbum „461 Ocean Boulevard“ gespielt, hat sich Bonamassa diesen Titel vorgenommen. Das ist ihm meiner Meinung auch super gelungen. Man höre sich sein Solo mal an, welches deutlich Anleihen an Claptons Spiel beinhaltet.

Mit einem zweiminütigen Slide Guitar Solo eröffnet Bonamassa, unterstützt durch Wynans, den Song „The Valley Runs Low“. Hierbei kann Bonamassa seine gesanglichen Qualitäten unter Beweis stellen, welche in den letzten Jahren zunehmend besser wurden.

Bonamassa und Band überzeugen

Es folgen nun zum Abschluß der Silberscheibe „Blues Of Desperation“ und „No Good Place For The Lonely“. Ersterer ist geprägt von abwechselnden Rhythmuswechseln. Dieses Lied passt gut in die Tradition eines „Stairway To Heaven“ (Led Zeppelin) oder auch „Child In Time“ (Deep Purple).

Fazit:

Joe Bonamassa ist mit „Live At The Sydney Opera House“ erneut ein fulminantes Livealbum gelungen, welches seine Fans sicher freudig in ihre Sammlung einreihen. Die Soundabmischung des Albums ist gewohnt gut. Allen anderen, die Bonamassa nicht oder kaum kennen, lege ich dieses Album ans Herz. Nur live rockt der Mann noch mehr ab wie Schmidt’s Katze.

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Bildquellen

  • Bonamassa – Live At Sydney Opera House: Netinfect
Wolf

Wolf

Musikalisch aufgewachsen mit den Beatles und den Stones in der großen Ära der Rockmusik der 60/70er Jahre! Meine ersten gekauften Scheiben waren von Deep Purple, Grand Funk Railroad, Frank Zappa, Black Sabbath usw. Bevorzugte musikalische Ecke ist der sogenannte Classic- und Progressiv Rock, jedoch höre ich auch in fast allen anderen Bereichen stets rein. Aktiv bei metal-heads bis Dezember 2018, jetzt Fördermitglied.

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