Blackslash – Lightning Strikes Again (2018)

Lightning Strikes Again

Blackslash – Lightning Strikes Again

Die 5 Jungs aus dem schönen Schwarzwald gibt es als Band bereits seit 2007, der erste Langspieler kam 2012 auf den Markt. Inzwischen haben Blackslash 2 EPs und 3 Alben released und…ich darf es vorweg nehmen…die Welt des Heavy Metal damit ein ganzes Stück schöner gemacht. Das letzte Meisterwerk „Lightning Strikes Again“ wollen wir uns jetzt mal genauer ansehen. Und ansehen sollte man hier wörtlich nehmen, denn schon das Cover Artwork von Dimitar Nikolov sieht endgeil aus.

Blackslash - Lightning Strikes AgainLightning Strikes Again

11 Songs, 53 Minuten Spielzeit und das Ganze dann noch auf LP oder CD im Bandshop…da lacht das Metal Herz. Der Titeltrack „Lightning Strikes Again“ darf das Werk dann auch eröffnen. Und wie er eröffnet…da fräst direkt ein fettes Riff durch den Gehörgang und Du fragst Dich, ob Du nicht bei ner Maiden Scheibe gelandet bist. Dann setzt die geniale Stimme von Sänger Clemens Haas ein und plötzlich klingt alles nach 80er US Metal. Wow, dass geht richtig gut….Gitarre, Gesang, Refrain…mega. Und weiter zu „Night City Street Lights“. Auch hier wieder fette Riffs zum Anfang, dazu der absolut passende Gesang. Alter Schwede, was ist das denn für ein geniales Ding? Die Scheibe kann das Level sicher nicht halten…

…oder kann sie doch?

„Skyline Rider“ legt dann direkt vollgas los, passend zum Namen. Fette Drums, geiler Refrain…wat is hier los? Irgendwie höre ich da Judas Priest raus…wie auch immer, geil ist es und Spaß macht es ebenfalls. „Eyes of a Stranger“…was soll ich sagen? Können die Jungs schlechte Lieder machen? Ich hab langsam das Gefühl, die wissen gar nicht, wie das geht.

Aber „Illuminate the Night“ ist doch bestimmt ne Gurke. Selbstredend nicht…auch dieser Track fügt sich genial ins Album ein.

Krachersong

„Steel Held High“ möchte ich als ersten Song mal besonders hervorheben. Bis hier her waren alle Lieder geil, aber dieses ist einfach noch geiler. Am Anfang wieder so ein Maiden-Moment und dann einfach nur ein unsagbar guter Metal Song. Alle Stile vermischt und dann klingt er doch irgendwie wie so ein US Song…und was für einer. Richtig gut. Damit nicht genug, denn „Save my Heart“ ist kein Stück schlechter. Ich würde sagen, die Platte rutscht ab und zu in den Hard Rock Bereich ab. Das schadet ihr aber absolut nix, die Songs machen trotzdem viel Freude. So auch „Shine On“…ein richtiger Kopf-Mitwipper.

Endspurt

Langsam kommen wir zum Endspurt, aber 3 Patronen haben wir ja noch in der Trommel. Nun folgt mit „Unknown Heroes“ quasi die Ballade des Albums…und ihr habt es bestimmt schon erraten…die ist einfach mal richtig stark. Ja sorry, ich weiß, ich wiederhole mich. Aber was soll ich machen? Metal is dat zwar in dem Moment nicht mehr so richtig…aber egal, es rockt.

„Right to the Top“ geht dann wieder mit mehr Tempo zur Sache, was der Abwechslung sicher nicht schadet. Und to the Top…verdammt, da gehört ihr Jungs auch hin. Mal wieder eine Band wo Du dich fragst, wieso die nicht viel bekannter sind!? Ne, die Leute hören lieber sowas wie Sabaton oder verkleiden sich mit nem lustigen Rock und Trinkhorn und sind voll die Folklore Metaller und schunkeln zur Leier und zum Dudelsack. Da wird mir immer ganz komisch. Dabei gibt es so viel guten (Underground)Metal da draußen…soifz. Aber ich will euch ja nicht belehren, am Ende darf natürlich jeder hören und supporten, was er mag 😉

Mit „It’s got to Be Love“ serviert die Band dann zum stimmigen Abschluss einen US-Style Rausschmeißer, der es nochmal in sich hat.

Fazit

Puh. Mein lieber Schwan. Die werfen dir die Riffs um die Ohren, als würden die Teile von ganz allein aus den Gitarren kommen…dazu catchy Refrains an mindestens jeder zweiten Ecke. Wie geil sind die denn? Ok ich gestehe…ich hab das Album so ca 10 mal gehört, bevor ich dieses Review geschrieben habe. Und die Scheibe braucht so 2-3 Umdrehungen…aber dann. Dann wird gezündet,  aber auf direktem Weg Richtung Stratosphäre. Wem das Glory-Hole-Gesinge und nackte-Titten-auf-die-Bühne-Gezerre von Steel Panther auf den Nerv geht und wem Atlantean Kodex vielleicht etwas zu sperrig sind…ja wer einfach mal was frisches sucht und guten Metal mag, der möge doch „Bitte Bitte Bitte mit Zucker oben drauf“ mal bei Blackslash rein hören. Ein echtes Juwel. Wenn wir Punkte vergeben würden, was wir ja nicht machen, täte ich 9 von 10 sagen 😉

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Bildquellen

  • Blackslash Cover: Amazon
  • Blackslash-Beitrag: Amazon
Moldi

Moldi

Angefangen hat der Metal Virus im zarten Alter von 15 mit einer Iron Maiden LP aus dem Gebrauchtplattenladen. Mein Geschmack ist inzwischen sehr breitbandig, gehört wird, was gefällt.

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