MONSTER MAGNET – Cobras And Fire (The Mastermind Redux)

  • Cobras and Fire_CMYK
  • Monster Magnet

Die Stoner Rocker von MONSTER MAGNET haben mit ihrer aktuellen CD „Cobras And Fire“ ein berauschende Genussmittel an den Start gebracht – so schildert Euch gleich unser geschätzter Redaktionskollege SCUMBAG seine Eindrücke. Aber lest selbst….

Rückblickend

Dave Wyndorf und seine Stoner Rock Formation Monster Magnet haben schon im letzten Jahr unter Beweis gestellt, dass ihre Kreativität aus einer schier unendlichen Quelle zu brodeln scheint. Mit dem Remix-Album Milking The Stars: A Re-Imagining of Last Patrol (2014) wurde das im Jahr zuvor veröffentlichte Meisterwerk Last Patrol (2013) komplett umgekrempelt.

Während bei ihrer ersten „Umversionierung“ das Soundthema der 1960er Jahre im Vordergrund stand und dazu noch neue Tracks sowie zwei Live Songs in den Shaker wanderten, sollte es mit dem diesjährigen Projekt auf den totalen Mindtrip gehen.

Gesagt, getan. Der Fokus liegt diesmal wirklich eindeutig auf dem psychodelischen Anteil der einzelnen Stücke. Mit Cobras And Fire wurde die Titelanzahl von ursprünglich vierzehn Mastermindsongs auf nun zehn Tracks eingekürzt. Die Gesamtspieltzeit hat sich dabei aber minimal um nur drei Minuten verringert.

Trip des Jahres

Dass der Albumtitel ein Textfragment aus Hallucination Bomb ist, scheint kein Zufall. Beschreibt das Stück in der neuen Version mit fast doppelt so langer Spieldauer, orientalisch anmutender Stimmung und seiner – einem Rausch entsprechender – Wirkung doch das Gesamtkonzept dieser besonderen Reise in eine andere Musikwelt.

Gittarist Phil Caivano, der neben seinem Instrument auch als Co-Produzent mitwirkt, setzt zusammen mit seinen Mitstreitern viele Mittel ein, um die neuen gewünschten Effekte zu erzielen. Neben Instrumenten wie Piano, Orgel oder Sitar wurde auch der ursprüngliche Sound stark verändert. Viel mehr Dynamik und noch mehr Frequenzen als es beim Original der Fall war scheinen die Lautsprecher in Richtung Ohr zu verlassen. Neben der ursprünglichen Geschwindigkeit wurde bei The Titan auch gleich mal der Text weggelassen, um daraus ein Instrumental-Stück zu machen. Mit Time Machine wurde gleich ein zweites Stück ohne den so begehrten Gesang auf den Silberling gepackt. Ein weiteres Zeichen, welches zeigt, wie weit man hier gegangen ist, um etwas neues zu schaffen.

Berauschend

Ich würde Cobras And Fire (The Mastermind Redux) als Genussmittel bezeichnen. Wie einen guten Wein,den man sich gönnt, wenn es die Zeit dazu ist. Wie eine Zigarre, die man zu einem Whiskey raucht, obwohl man sonst gar kein Tabakliebhaber ist. Oder einfach als eine besondere Stunde Musik, für die man sich Zeit nimmt. Kein Standard, den man nebenbei hört. Eben etwas Besonderes.

63 Minuten als Reise durch ein eigenes Musikuniversum. Voller Höhepunkte und Überraschungen – endend mit meinem persönlichen Favoriten Gods And Punks. Die Abwandlung läuft mit 6:57 fast anderthalb Minuten länger als die Version von 2010. Man wartet die gesamte Spieldauer vergeblich auf das kraftvoll einsetzende Riff, auf eine Temposteigerung, die einen vom Warten darauf erlöst. Am Ende ist nichts davon eingetroffen und dennoch stellt sich die Erwartungshaltung bei jedem Hören aufs Neue ein. Dabei scheint Cobras And Fire ohne jede Zugabe illegaler Mittel doch irgendwie bewusstseinserweiternd zu wirken.

Tracks:

  1. She Digs That Hole
  2. Watch Me Fade
  3. Mastermind
  4. Hallucination Bomb
  5. Gods and Punks
  6. The Titan
  7. When The Planes Fall From The Sky
  8. Ball Of Confusion
  9. Time Machine
  10. I Live Behind The Paradise Machine: Evil Joe Barresi’s Magnet Mash, Vol. 1

 

Monster Magnet

Lineup:

  • Gesang, Gitarre: Dave Wnydorf
  • Gitarre: Garret Sweeney
  • Gitarre: Phil Caivano
  • Bass: Chris Kosnik
  • Schlagzeug: Bob Pantella

NEWSLETTER. FREITAGS. KOSTENLOS.

Bildquellen

  • Monster Magnet: Napalm Records
  • Cobras and Fire_CMYK: Napalm Records
SCUMBAG

SCUMBAG

Von AC/DC bis ZZ-Top und wieder zurück. Meine Vorlieben liegen im Stoner Rock Segment. Monster Magnet, Clutch und Pothead werden dabei immer wieder gerne gehört.

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

3 × eins =