NASTY – Realigion

NASTY – Realigion (VÖ: 22. September 2017)

Nasty sind back im game und lassen am 22. September 2017 „Realigion“ auf die Menschheit los. Sind echt schon mehr als 2 1/2 Jahre nach „Shokka“ vergangen? Man, wie schnell die Zeit vergeht. Nun also liegt Ende August Album Nummer sechs bei mir auf dem Tisch und meine Anlage erzittert noch bei dem Gedanken an den Vorgänger. Doch wer dachte, die letzte Scheibe der Jungs war hart, der bekommt jetzt die geballte Aggro-Testo-Portion für jedes Soundsystem. Wir sind auch gespannt, wie die Lieder live ankommen werden. Die Tourdaten für den Herbst gibt es weiter unten im Beitrag.

Die Platte im Soundcheck

Aufgenommen wurde „Realigion“ in den Nemesis Studios von Marc Görtz. Für den Mix und das Master zeigte sich Aljoscha Sieg verantwortlich. Um es direkt vorwegzunehmen, die Investition hat sich definitiv gelohnt!

Nach dem kurzen Intro „F.Y.W.“ hagelt es mit den zwei bekannten Vorabsingles „Rock Bottom“ sowie „At War With Love“ mächtig auf die Glocke. Die Kapelle schafft es souverän, komplementäre Dinge wie gefühlvolle, tiefe Texte über Liebe gepaart mit dem hau-drauf Musikstil zu vereinen.

 

Matti und co. setzen sich mit „DRTYFNGRZ 2“ erneut nach 2006 („Dirty Fingers“ von „Declaring War“) mit der Thematik über „Keyboard Warriors“ und „Shitstorm-Troopers“ im Internet auseinader. Persönlich dachte ich, welcher Hinterwäldler unterstellt Nasty im Jahr 2017 noch Sachen wie Frauenverachtung oder auch Gewaltverherrlichung? Doch weit gefehlt, ganz weit gefehlt. Erst kürzlich gab es in einer Verkaufsgruppe in den sozialen Medien genau diese Diskussion. Das ignorante Verhalten der zuständigen Admins sowie von Teilen deren Mitgliedern ist uns schon im Herbst 2016 aufgefallen. Im Rahmen unserer Recherche und Vorbereitung suchten wir den Kontakt zu den Admins, um eine seriöse Stellungnahme zu den Vorwürfen an die Band zu erhalten. Leider, vergebens. Selbst Bilder, die über den offiziellen FB-Account gepostet werden, auf denen sich die Mitglieder leichter bekleidet zeigen, die Jungs vor entsprechenden Autos posen oder die Videos, wo Frauen aufreizender angezogen sind, werden kritisiert.

NASTY – Realigion

Kleiner Reminder am Rande: Hardcore ist wohl DAS Musikgenre im Bereich der härteren Gitarren-Musik, welches der Hip-Hop-Kultur am nächsten steht bzw. beeinflusst wurde und wird! Stichpunkt Mode: Das Jersey, die Turnschuhe, die Baseballcap, das Beanie oder das Oversize-Shirt, was du lieber Hater gerne trägst, stammt aus einer Kultur, die nun ja, Lieder wie „Bouncing On My Dick“, wo Künstler gerne mit freien Oberkörpern posen (kennt wer noch 50-Cent?), Frauen leichter bekleidet in Musikvideos zu sehen sind (Nicki Minaj) oder gerne der neue Beamer durch geschicktes Productplacement präsentiert wird, hervorbrachte. Alles andere ist Wolf Down. #TrueStory #Doppelmoral

 

So, genug #RageTalk! Weiter geht es mit der aktuellen Videosingle „Forgiveness“, die wohl eines der übelsten Lieder ist, das die Aachener je geschrieben haben. Die brutalen Riffs von Paddy paaren sich mit dem aggressiven Drums von Nash und zerreißen einfach jede Soundbox. Im Anschluss gibt es die erste Überraschung auf der Platte! JJ Peters liefert sein Feature in „Realigion“ ab. „At Night“ und „Prediction“ sind wahrhaftige Brecher auf dem Album. Man sollte und muss Paddy für sein Gitarrenspiel im „Interlude“ und im „Outro“ hervorheben! Die instrumentalen Lieder sind wahre Riff-Hymnen!

Auf der Schlussgeraden wird es jedoch etwas übler. Frontmann Samis von Reduction gibt sein Gastspiel in „Welle“. Stimmlich bieten sich Matti und Samis ein ebenbürtiges Spiel. Achtung! Für Ende 2017 haben Reduction offiziell mit Fallbrawl sowie Brothers in Crime die Re-Iusse der „Tripple-Split“ als Vinyl bestätigt! Mehr Informationen dazu sollen demnächst folgen!

 

Bevor „Realigion“ endet, geben Alex und Konan von Malevolence ihren Beitrag „In Defeat“. Sehr genial! Last, but not least, gibt es nach dem Outro eine sehr geile Überraschung! „Babylon“ aus der Pre-Nasty-Ära (damals noch Van Damme) mit Sand! Für Old School Fans definitiv wohl DAS Highlight auf der Platte!

Das metal-heads.de Fazit

Nasty drehen komplett durch und stellen jedes ihrer Alben mit „Realigion“ im Punkt Heavyness im Schatten! Den Hörer erwartet eine geile Produktion, die nur so scheppert. Wer dachte „Shokka“ oder „Declearing War“ gehen ab, der wird die neue Scheibe lieben! Hier werden keine Kompromisse gemacht. Die Band gibt höchstens im „Interlude“ Zeit zum Durchatmen. Würde die Band nicht schon ein Album mit dem Titel „Aggression“ haben, hätte das neue Album diesen Titel verdient. Einfach nur Aggression Pure. Daher nicht lange überlegen und das Album über BDHW bestellen!

Cover & Tracklist

NASTY – Realigion Cover

1. F.Y.W.
2. Rock Bottom
3. At War With Love
4. DRTYFNGRZ 2
5. Forgiveness
6. Realigion
7. At Night
8. Interlude
9. Prediction
10. Welle
11. In Defeat
12. Outro
13. Babylon

Die Band im Winter auf Tour

Der Winter wird heiß! Nasty werden Mitte November ihr große Tournee durch Europa starten. Selbstverständlich wird man auch in Deutschland ausgedehnt sämtliche Clubs dem Erdboden gleichmachen. Die Städte Berlin, Bochum, Saarlouis, Wiesbaden, Stuttgart, München, Schweinfurt, Hamburg oder auch Leipzig müssen sich ganz warm anziehen.

16.11.17 DE Bremen, Tower
17.11.17 DE Berlin Musik & Frieden
18.11.17 DE Bochum, Zeche
19.11.17 DE Saarlouis, JUZ
20.11.17 DE Wiesbaden, Schlachthof
21.11.17 DE Stuttgart, Universum
24.11.17 DE München, Backstage

25.11.17 AT Wien, Arena
28.11.17 DE Schweinfurt, Alter Stattbahnhof
29.11.17 NL Goes, 0113
30.11.17 DE Hamburg, Knust
01.12.17 DE Leipzig, Conne Island

02.12.17 BE Antwerpen, Zappa

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Bildquellen

  • NASTY – Realigion Cover: amazon.de
  • NASTY – Realigion (VÖ: 22. September 2017): amazon.de
Kjo

Kjo

Die Basis für den Lärm den ich heute höre, legten in meiner Kindheit Elvis und The Rolling Stones. Beide Künstler sind „always on my mind“.

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